Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Sonnig, strahlendes SonnenwetterHeiter
TW: 11°C - 13°C
OW: 11°C - 19°C
Siehe Teichprotokoll

Rundschwanzmakropoden (Macropodus ocellatus) aus Guangzhou

Das größte Männchen hat heute mit einem Weibchen seinen ersten symmetrischen Werbungen mit voller Abdunkelung der Körpergrundfarbe und Kopfmaske gezeigt. Beide Männchen und Weibchen zogen innerhalb der größeren Rundschwanzmakropodengruppe (5 Tiere) durch den Teich. Beide zeigten dabei einen erdbraun abgedunkelten Körper mit deutlicher wenn auch nicht kontrastreich leuchtender Kopfmaske. Also auch das Weibchen zeigte sich dunkel mit Kopfmakse, was zeigt, dass auch das Weibchen in Brutstimmung kommt. Beide schwammen in der Gruppe der anderen mit und spreizten gegeneinander die Flossen mit beidseitig erwiedertem symmetrischem wedelnden Schwimmen. Sie reagierten also deutlich einvernehmlich, weswegen ich davon ausgehe, dass, sobald das Männchen beginnt ein Revier zu verteidigen genau dieses Weibchen das Brutweibchen werden wird.
Heute jedenfalls war weit und breit noch kein Revierverhalten in Sicht.

Wasserfrösche und Rundschwanzmakropoden

Auch in Teich 1 die alten Männchen der Kupferklaner Bestand/633 zeigten Werbungen mit Weibchen, wenn auch nicht so intensiv wie das oben beschriebene Guangzhou-Pärchen.
Ein Kupferklanpärchen kam bei dem werbenden parallelwedeln einem Wasserfrosch am teichrand zu nahe. Dieser sprang daraufhin mit einem Satz und weit geöffnetem Maul ins Wasser, um sich einen Rundschwanzmakropoden zu fangen. Er hat sie knapp verfehlt, das Kupferklanpärchen wich blizschnell seitwärts mit einem Satz von 20cm aus und folgte dann wieder seiner entspannten Tätigkeit.
Wie der Zufall so will, konnte ich bald darauf einen anderen Wasserfrosch beobachten, welcher mit der gleichen Absicht von einem Algenpolster hinunter ins Wasser sprang, um sich einen großen Rundschwqanzmakropoden zu fangen, welcher gerade am Rand vorbei schwamm. Das Ergebnis war wie bei dem anderen Versuch. Und damit nicht genug eine dritten Versuch eines Wasserfrosches Rundschwanzmakropoden zu erbeuten folgte dann mittan auf dem Wasserpest-Algenpolster. Rundschwanzmakropoden und Frösche haben klar die gleichen Vorlieben für Sonnenplätze, was zur Folge hat, dass sich dort, wo die Frösche auf den Krautpolstern in der Sonne sitzen, sich auch die adulten Rundschwanzmakropoden auf die Krautpolster zum Sonne legen. Sie liegen also den dicken Wasserfröschen genau vor der Nase und prompt konnte es sich wieder ein Wasserfrosch nicht verkneifen, mit einem Satz zu versuchen, einen der in der Sonne wenige Zentimeter entfernt liegenden Macropodus ocellatus zu erbeuten. Dieser hatte sich gerade etwas bewegt und dadurch die Aufmerksamkeit des Frosches bekommen. Aber genauso plötzlich, wie der Frosch zusprang tauchte der Rundschwanzmakropde mit Schwanzflossengeklatsche mitten durch das Krautpolster nach unten ab und war weg.

Ausgewachsene Rundschwanzmakropoden passen also wohl gut in's Beutechama der Wasserfrösche, nicht nur andere Frösche.
Allerdings wie es in den Beobachtungen ablief dürfte es für den Frosch selten erfolgreich ablaufen aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein altersschwacher Rundschwanzmakropode oder gesundheitlich angeschlagener durch aus mit hoher Wahrscheinlichkeit im Magen einer der Frösche landet.

So fressen also die Rundschwanzmakropoden einige der Froschkaulquappen weg und die großen Frösche werden sich dafür ab und an mal einen schläfrig nachlässigen großen Rundschwanzmakropoden einverleiben.

Hier sieht man den einen Frosch, welcher versucht hatte, sich einen der sonnenbadenden Rundschwanzmakropoden zu schnappen. Wie man hier sieht, lassen sich die Rundschwanzmakropden dadurch aber nicht von dem beliebten Sonnenplatz dauerhaft vertreiben, wenn auch der attraktivste Platz vom Frosch eingenommen wird. Hier liegen schon wieder 5 Macropodus ocellatus in der Sonne direkt dem Frosch vor dem Maul. Da sie aber während des Sonnenbadens halbe Stunden lang nahezu unbewegt in der Sonne liegen, sieht der Frosch sie meist nicht.
Einer der Makropoden hat sich fast flach hingelegt, um möglichst viel von der Sonne mitzubekommen.
Sie verahlten sich wirklich ziemlich ähnlich wie Eidechsen: Lange in der Sonne Wärme tanken, dann einige Zeit aktivem Geschäft nachgehen und schon geht's wieder zurück zum Sonnenbad, vermutlich, wenn die Körpertemperatur ihnen wieder zu niedrig geworden ist.

Was man hier auf dem Foto gut sieht, sind links von den Rundschwanzmakropoden und dem Frosch die hellgrünen Algenpolster, die über die Wasseroberfläche ragen. Auf diese Polster hatte sich der Rundschwanzmakropde mit dem Vorderkörper hinaufgeschoben, von dem ich am 06.04.11 berichtet hatte, dass er mit den Kiemen/Kopf bis auf einen dünnen Wasserfilm vollständig außerhalb des Wassers sein Sonnenbad genommen hatte!




Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf. {Theodor Fontane}