Quelle: Fachpublikationen

Verbreitung
der Rundschwanzmakropoden (Macropodus ocellatus)


Verbreitungskarte Macropodus ocellatus Das Verbreitungsgebiet des Rundschwanzmakropoden (Macropodus ocellatus) erstreckt sich von Nordost-China über Korea und Japan (angesiedelt?) zwischen dem Heilong-Jiang- (Amur-)Entwässerungssystem im Norden bis in die Provinz Zhejiang südlich von Schanghai und möglicherweise sogar bis runter zu den Flüssen Zhu-Jiang (Guangzhou nördlich von Hong-Kong) im Süden. Es wird vermutet, dass die Vorkommen aus dem europäischen Teil des Amur-Entwässerungssystems auf Aussetzungen zurückgehen.
Er besiedelt damit ein riesiges Gebiet, welches sich seit Ende der Eiszeit (ca. 10T Jahre) über ca. 4 unabhängige Entwässerungssysteme klimatisch von den Subtropen (Guangzhou) bis ins gemäßigte Klima des Sungari-Entwässerungssystems (südlicher Nebenfluss des Amur) erstreckt. Sein Kerngebiet liegt dabei in den Regionen des gemäßigten Klimas, bzw. in der sino-japanischen zoogeografischen Regionf1 bis hoch in die palearktische Region. Sieht man von den unsicheren und möglicherweise nicht natürlichen Vorkommen südlich des Jangtse-Einzugsbereichesf2 bis Guangzhou hinunter ab, so fiele seine südliche Verbreitungsgrenze ziemlich exakt mit der südlichen Grenze der sino-japanischen Region zusammen.

Das heutige Verbreitungsgebiet des Rundschwanzmakropoden setzt sich aus den Randgebieten seines wohl ursprünglichen geradezu riesigen homogenen Verbreitungsgebietes von vor knapp 10000 Jahren zusammen. Zu dieser Zeit, also zum Ende der letzten Eiszeit war soviel Wasser in den Gletschern gebunden, dass der Meeresspiegel im ostchinesischen Meer 100m bis 150m niedriger lag als heute! Die Bohai-Bucht, das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer lagen bei diesem Wasserstand vollkommen trocken und bildeten ein riesiges Flachland aus gewaltigen Überschwemmungs- und Feuchtgebieten. Korea und Japan waren an dieses Landgebiet angeschlossen und bildeten dessen östliche Grenzen. Das Meer zwischen Japan und Korea war vom Ozean abgeschlossen und bildete einen gewaltigen Süßwassersee, welcher vom Norden her durch den Amur gespeist wurde und durch eine Wasserscheide von dem Flachland des jetzigen Gelben Meeres geschieden war. Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung Das Ursprungsgebiet der Art Macropodus ocellatus dürfte in diesem riesigen Flachland zwischen Korea und China zu lokalisieren sein (Mit der Maus in obiger Karte links von Korea auf das gelbe Meer zeigen lässt dieses Eiszeitliche Flachlandgebiet erscheinen). Es wurde bestimmt durch ein einziges gewaltiges Flusssystem, das des Huang He, welcher über die Bohai-Bucht und durch die Länge des jetzigen Gelben Meeres seine Wassermassen in den Ozean entlud. Selbst der Jangtse war zu dieser Zeit nur ein Zufluss des HungHe! Im Norden südlich des Amur floss der SonghuaJiang statt wie jetzt bei Harbin nach Norden in den Amur schwenkend weiter südlich und bildete einen Zufluss des LiaoHe, welcher sein Wasser weiter in den Süden transportierte, bis er es in der Bohai-Bucht als Zufluss dem HuangHe hinzufügte. Von Osten her lieferten alle westkoreanischen Flüsse ihre Wasser beim HuangHe ab mit Ausnahme des nördlichsten, dem Apnok. Der Apnok floss statt wie jetzt in die koreanische Bucht nach Norden auf der jetzigen Spur des Songhua Jiang in den Amur. Im Süden endlich floss dann der Jangtse als letzter in den Ur-HuangHe. Die Rundschwanzmakropoden vor 10 tausend Jahren konnten in diesem riesigen Flachlandfeuchtgebiet, welches von der Mandschurei nördwestlich von Harbin bis hinunter zum Jangtse reichte nahezu vollkommen frei migrieren, wodurch sich ihre jetzige relative Einheitlichkeit von Korea bis zum Jangtse zwanglos erklären könnte. Als dann der nacheiszeitliche Meeresspiegel auf das heutige Niveau anstieg, verloren sie den größten Teil ihre Lebensraumes und wurden in dessen ursprüngliche Randgebiete zurückgedrängt, wo sie heute in scheinbar immer getrennten Flusssystem im Norden bei Harbin, im Westen von Korea und in China weiterhin anzutreffen sind.

Das südliche Verbreitungsgebiet des Rundschwanzmakropoden überschneidet sich mit dem nördlichen Verbreitungsgebiet des Macropodus opercularis über die gewaltige Strecke von 1200km.
Die ungefähre Grenze zwischen beiden Arten ist die Grenze zwischen dem subtropischen und dem gemäßigten China - markiert durch den Chung-Jiang (Jangtse), Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter wobei beide Arten sich die selben Lebensräume in der Profinz She-Jian teilen sollen. Bewegt man sich in dieser Profinz nach Norden - also weiter in die klimatisch gemäßigten Gebiete, nimmt die Häufigkeit von Macropodus ocellatus zu und die von Macropodus opercularis ab und umgekehrt.Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter

In seinem Verbreitungsgebiet bewohnt der Rundschwanzmakropode Gewässer unterschiedlichster Art, von ausgespülten beruhigten Buchten in fließenden Gewässern über kleinste Entwässerungskanäle, Reisfelder und stehende Kleinstgewässer, wobei die Gewässer in den Niederungen denen in höheren Lagen vorgezogen werden. Über diese Bevorzugung trennen sich dann in der Regel auch die Populationen des Gabelschwanzmakropoden (M. opercularis) von denen des Macropodus ocellatus, wo sich die Verbreitungsgebiete überschneiden, da M. opercularis die höheren Lagen zu bevorzugen scheint.

Die jährliche Lufttemperaturspanne über das gesamte Verbreitungsgebietf3

Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung In chinesischen Foren von Zierfsch- und Naturliebhabern ist die Verbreitung der M. ocellatus von der Jangtse-Linie (hier vertreten durch Shanghai) bis hoch nach Harbin mit Fangfotos von Rundschwanzmakropoden recht glaubwürdig absicherbar. Aus südlicheren Gebieten wie bis runter nach Guangzhou konnten ich keine absichernden Fangfotos in solchen Foren finden. Ein so weit nach süden behauptetes Vorkommen finde ich also nur in hiesiger Literatur, was ich als fraglich empfinde, wenn durch Recherche in chinesischen Foren, wo gezielt nach fotodokumentierten Fangnachweisen durch die Mitglieder gesammelt wird, keine so südlichen Vorkommen bestätigt werden können. Die bei mir gepflegte Teichpopulation der Macropodus ocellatus "Mimbon Guangzhou 2010" wurde von Mimbon über Guangzhou importiert. Dies bedeutet nicht! zwangsweise, dass diese Wildfänge aus der Guangzhou-Region stammen, aber aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen heraus darf plausibel angenommen werden, dass für den Fang kurze Transportwege eingehalten werden und diese Tiere also mit recht hoher Wahrscheinlichkeit aus den südlichsten Verbreitungsgebieten dieser Art stammen, also wenigstens aus dem südlichen Entwässerungssystem des Jangtse. Die fragliche Verbreitung bis Guangzhou wird in folgender Tabelle durch "-----" ausgedrückt, während die gesicherte Verbreitung durch "====" dargestellt ist.
<<====================== Verbreitungsgebiet M.opercularis <=== =====||
|-----------------> ||===>Verbreitungsgebiet M.ocellatusf4 ===========================... ...=========>
Ökoregion
Unterer Jangtse
Ökoregion
Unterer HuangHe
Ökoregion
Songhua Jiang
Guangzhou
bei HongKong
Shanghai
(Jangtse-Linie)
Nanjing
(Jiangsu)
Weifang
(Shangdong)
Regio JiaYue
Stuttgart
(Deutschland)
War sehr kalt
Peking
Changchun
Harbin
Min Max Min Max Min Max Min Max Min Max Min Max Min Max Min Max
01.12.08 bis zum 31.12.08
Mittelw.
16°C
7°C
1°C
0°C
-3°C
-10°C
-13°C
Mittelw. 10°C 21°C 2°C 11°C -4°C 6°C -2°C 3°C -8°C 3°C -14°C -5°C -18°C -7°C
01.01.09 bis zum 31.01.09
Mittelw.
13°C
4°C
2°C
-1°C
-2°C
-4°C
-14°C
-17°C
Mittelw. 9°C 17°C 0°C7°C -1°C5°C -7°C4°C -6°C1°C -10°C2°C -19°C -8°C -24°C-11°C
01.08.09 bis zum 31.08.09
Mittelw.
30°C
28°C
27°C
25°C
19°C
24°C
21°C
20°C
Mittelw. 27°C33°C 25°C30°C 23°C30°C 21°C30°C 13°C25°C 19°C29°C 16°C27°C 14°C26°C
_______
Details dazu finden sich für 3 beispielhafte Monate unter MOc: Lufttemperaturspannen.

Mittere Jahrestemperatur (verfügbare Wärmemenge übers Jahr und Somers(April-Oktober) während der Brutzeit:
Harbin: 5°C, 15°C
Stuttgart: 10°C, 15°C
Weifang: 13°C, 21°C
Die Wärmemenge während der Brutzeit indiziert ungefähr, welche Größe der Nachwuchs bis zum Wintereintritt erreichen könnte.
Somit bestätigt sich auch was unten in den Übersichten deutlich scheint:
Stuttgart entspricht im Sommer eher dem nördlichen Verbreitungsgebiet, im Winter aber dem mittleren. Deutschland dürfte damit für diese Art so ein Zwischending zwischen Shangdong und der Mandschurei sein. Im Winter weniger Herausforderung als in der Mandschurei, im Sommer aber wie diese. (Besser aber alle Monate zählen, die in der jeweiligen Region eine mittlere Temp. aufweisen, die normale Nahrungsaufnahme und Wachstum zulassen.?! TBC

Herkunft der in Deutschland verfügbaren Aquarienstämme

Laut Herrn Dr. Seehaus in "Der Makropode, 1999, Heft 3/4, S.30" stammen die bei uns in Umlauf befindlichen Tiere aus den Importen von Herrn R. Haase (April 1983, Gegend von Hangzhou) und O. Naujokat (Gegend um Jining - Shangdong -). Damit würden die Tiere sowohl aus dem klimatisch gemäßigten wie aus dem subtropischen China stammen. Seitdem wurden allerdings noch Tiere aus Korea (Inchon Chemulpo), Peking und jüngst aus Guangzhou nach Deutschland importiert.






Referenzen/Hinweise

  1. Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung Aufgrund der Temperaturtoleranzen dieser Art, die selbst wochnenlanges Leben unter geschlossener Eisdecke ermöglicht, und nicht zuletzt auch aus den wiederholten Erfahrungen der aquaristischen Haltung, die gezeigt hat, dass die Art Macropodus ocellatus bei zu gleichmäßig warmer Haltung ohne Überwinterung bei niedrigeren Temperaturen krankheitsanfällig und kurzlebig wird, sollte man annehmen, dass ihr Herkunfts- bzw. Entwicklungsgebiet im gemäßigten Klima liegt. Seine südliche Grenze sollte mit den südlichen Zuflüssen des Jangtse nach Süden begrenzt sein, also am Übergang vom gemäßigten zum subtropischen Klima. Aktuell wird das Verbreitungsgebiet der Art aber bis hinunter zum Perlfluss (Guangzhou/Honkong) angegegeben. Laut Paepke1 beschreibt Kimura 1935 in "The Freshwater Fishes of the Tsung-Ming-Island" das Verbreitungsgebiet noch entsprechend obiger Erwartung als von der Mandschurei bis hinunter zum Einzugsgebiet des Jangtse. Südlichere Vorkommen scheinen ihm also nicht bekannt gewesen zu sein. Laut Prof. Chen Yiyu an H. Paepke soll das heutige Verbreitungsgebiet sich aber südlich bis zum Perlfluss (~Guangzhou) ausdehnen inklusive Taiwan. Nun, aufgrund KIMURA 1935 und der Tatsache, dass der Rundschwanzmakropode auch heute noch oft mit anderen Makropodenarten verwechselt wird, sowie auf Grund seiner klimatischen Spezialisierung betrachte ich seine natürliche Verbreitung bis in das Perflusssystem als unsicher. Ich hatte daher schon 2009 die chinesischen Fischseiten und Foren nach Fotografien von Rundschwanzmakropden durchforstet, die vom jeweiligen Autor im Perlfluss-Gebiet gefangen wurden. Das Foto mit dem südlichsten Vorkommen, das ich finden konnte, war aber aus dem Gebiet Jinhua,Provinz Zhejiang und damit aus den südlichen Zuflüssen des Jangtse. Ich hatte nur Aussagen mit Foto berücksichtigt, um auszuschließen, dass eine Verwechslung mit einer gabelschwänzigen Makropodenart vorliegt. Die Fotos auf Basis eigener Fänge der Autoren die ich damals finden konnte umfassten ein Gebiet mit den Grenzen:
    • Südlich: Jangte-Zuflüsse, (aber laut fotoloser unbestätigter Auskunft in diesem Thread sollten auch in Yunnan Rundschwanzmakropoden exististieren?!)
    • westlich: Lanzhou in der Provinz Gansu
    • nordwestlich: Bayan Nur in der Inneren Mongolei
    • nördlich: Südliches Einzugsgebiet des Amur, Provinz Jilin.
    Kein einziges Foto eines Fanges südlich des Jangtse-Einzugsgebietes konnte ich finden. Und es waren damals die einheimischen Teilnehmer in dieser Forenseite gezielt damit beschäftigt, in Form von Fotonachweis-Meldungen das Verbreitungsgebiet der M.ocellatus in China zu belegen. Auch aus diesem Grund bin ich skeptisch bzgl. eines (natürlichen) Vorkommens dieser Art in die subtropischen Gebiete hinein. Nehmen wir aber mal an, es wäre ein Fakt, dass die aktuelle Ausbreitung sich bis zum Perlfluss ausdehnt. Und nehmen wir weiter an, das Entstehungsgebiet der Art läge aber vom Jangtse an nördlich. Wie könnten diese Fische sich dann nach Süden in das Perlflussgebiet ausgebreitet haben - wenn wir mal Ausbreitung durch gezieltes Aussetzen durch Menschen außen vor lassen-? Eine plausible/vernünftige Erklärung dazu ergäbe sich aus der Kanalbaugeschichte Chinas.

    Kanalbauten in Altchina

    Im alten China wurden schon früh riesige Kanalbauprojekte umgesetzt als Verkehrswege in Nord-Süd-Ausrichtung. So wurden die ersten teilestrücke des Kaiserkanals schon vor wenigstens 2400 Jahren erstellt und um 600 n.Chr. verband der Kaiserkanal bereits die Strecke zwischen Peking und Hangzhou am Jangtse. Seit 1400 Jahren ist also prinzipiell ein Genaustausch unter den Populationen der Rundschwanzmakropoden möglich von Peking bis hinunter zum Jangtse! Seit etwa 2200 Jahren also etwas seit 200 v.Chr besteht bis heute der Lingqu-Kanal (oder auch Magische Kanal)und seit dem ~990 n.Ch. bauet man zur Höhenüberwindung Schiffschleusen. Dieser Kanal verbindet den südlichen Zufluss des Jangtse "Xiang Jiang" mit dem Zufluss "Li Jiang" in das Perl-Flusssystem. Der Lingqu-Kanal ist nun hier der wichtige. Er verbindet wie gesagt seit 2200 Jahren den Jangtse mit dem Perlfliuss-System und bot damit eine plausible Gelegeneit für eine Einwanderung des Macropodus ocellatus aus dem gemäßigten Jangtse-Gebiet in das subtropische Gebiet bis Guangzhou. Über diese Strecke könnten sich die Rundschwanzmakropoden also in das subtropische Grenzgebiet ihrer klimatischen Prädisposition ausgebreitet haben und damit ihr mögliches Vorkommen in diesen Gebieten erklären. Sie wären dann in diesen Gebieten erst in der Neuzeit angekommen.

Ökoregion Songhua Jiang: klimatisch gemäßigte Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten' Ökoregion Unterer Huang He: klimatisch gemäßigte Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten Ökoregion Liao He: klimatisch gemäßigte Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten Ökoregion Östliches Gelbes Meer: klimatisch gemäßigte Küstenflüsse Ökoregion Xi Yiang: subtropische bis tropische Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten Ökoregion Unterer Yangtze: klimatisch gemäßigte Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten Ökoregion Fujian- Zeijang-Küsten: subtropische Küstenflüsse Kerngebiet: klimatisch gemäßigte Flusslandschaften mit Überschwemmungs- und Feuchtgebieten Küstenlinie des Kerngebietes in kalten Zeiten der letzten 12T Jahre
  • f1. Aktualisierte Zoogeografische Regionen nach Holt, Lessard, et al.; 2012
  • f3. Die Daten sind leicht anhand öffentlicher Wetterdatenbanken überprüfbar
  • f4. Natürlich ohne Stuttgart! Wink
  • 1. Dr. Paepke, H. - J., Der Paradiesfisch, : Westarp Wissenschaften, 1994.

Kommentare

Separation M.opercularis, M.ocellatus nach höherer Lage

Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung
Dort wo M.opercularis und Macropodus ocellatus überschneidende Verbreitung haben separieren sie sich oft nach:
M.opercularis : Höhere Flusslagen
M.ocellatus : Niedrigere Flusslagen.

Ein Grund für diese beobachtete Separation könnte z.B. schlicht in der unterschiedlichen Endgröße dieser beiden Arten liegen.
So ist mit einer SL bis zu 6cm der Rundschwanzmakropode ein gutes Stück kleiner als der Gabelschwanzmakropode mit eine SL bis zu 7cm und auch von der Statur ist der Gabelschwanzmakropode hochrückiger und damit klar voluminöser als der Rundschwanzmakropode.

Nach Wolter, Arlinghaus1 und anderen Untersuchungen wächst die absolute Schwimmgeschwindigkeit mit der Körpergröße und kleinere Fische kommen bei Höchstgeschwindigkeit schneller in den anäroben Bereich als größere Fische2 (außer ganz kleine wie Larven, diese bleiben immer im äroben Bereich).
Auch ist die darüber mitbestimmte Schwimmperformance ökologisch wirksam, indem sie Restriktionen für die besiedelbare Fließgeschwindigkeit eines Gewässers für eine bestimmte Fischart/Fischgröße setzt.

Niedrigere Flusslagen sind typischerweise langsam fließender als höherer Flusslagen.
Rundschwanzmakropoden sind kleiner und weniger voluminös als Gabelschwanzmakropoden.
Entsprechend könnten die Rundschwanzmakropoden über ihre durch die geringere Körpergröße geringere Schwimmperformance bei Strömungsgeschwindigkeiten schon an ihr ökologisches Limit stoßen, wo die Gabelschwanzmakropoden immer noch gut zurecht kommen.
Die Gabelschwanzmakropoden sollten daher die oberen Flusslagen für sich haben.
Damit allerdings die Rundschwanzmakropoden, wie scheinbar beobachtet - sie separieren sich über diese Lagen -, die unteren Lagen für sich haben bräuchte es etwas, was den Rundschwanzmakropoden dort einen Vorteil gegenüber den Gabelschwanzmakropoden verschafft. Die Schwimmperformance hilft da nicht.




Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen. {Heinrich Heine}