Cyanoramphus auriceps (Springsittich)

Quelle: Fachpublikationen

Der Springsittich (Cyanoramphus auriceps)

Beschreibung

Quelle: Fachpublikationen 1 2 Allgemeine Merkmale nach Finsch und Buller in den Populationen um 1868-1873

  • Adultes Männchen: Das Bild 'CAuricepsBuller1873.png' kann nicht angezeigt werden. Möglicherweise hilft es, wenn sie statt über https über http auf die Seite zugreifen.Allgemeines Gefieder schön dunkel-grasgrün, an der Unterseite blasser oder leicht mit Gelb überhaucht. Ein dunkel-purpurrotes Stirnband, direkt oberhalb der Nasenlöcher verlaufend, verbindet die Augen. Der obere Teil der Stirn und der Scheitel ist goldgelb. Im Nacken befindet sich ein tiefliegender gelblichweißer Fleck, welcher nur sichtbar wird, wenn man die Federn bewegt (z.B. gegen blasen). Die seitlichen Bürzelfedern mit purpurroten Endsäumen, wodurch hier ein purpuroter Fleck an den Körperseiten entsteht. Die Federkiele sind düster schwärzlich und auf der Unterseite mit einem blass gelben Band.
    Das Bild 'CAuricepsBuller1873ganz.png' kann nicht angezeigt werden. Möglicherweise hilft es, wenn sie statt über https über http auf die Seite zugreifen.Die Schwingen 1. Ordnung schwärzlichbraun, an Außenfahne blaugrün. Die Außenränder der Daumenfittiche und der ersten 4 Primaries und ihrer Abdeckungen indigoblau, schmal umrandet mit gelb an den Außenfahnen und an den Spitzen bräunlich. Die Deckfedern der Schwingen 1er Ordnung und Eckflügel an den Außenfahnen ebenfalls indigoblau. Die Innenfahne der 1. und 2. Schwingen unterseits in der Mitte mit gelblichem Flecke, der bis an den Schaft ran geht und eine deutliche Querbinde bildet. Schwanzfedern grün, an Innenfahne schwärzlich gerandet, unterseits schwärzlich olivengelb. Die Iris ist blassrot. Der Oberschnabel ist an der Basis bläulich-weiß, an der Spitze schwarz, der Unterschnabel blauschwarz. Die Füße sind blass-braun{bis schwärzlich}. Gesamtlänge 23 cm/40g (Weibchen) 25 cm/50g (Männchen), Flügel vom Gelenk gemessen 10.7cm, Schwanz 12cm
  • Jungtiere: Das frontale Band ist mehr orange und der Scheitel fahl-gelb. Dem allgemeinen Gefieder fehlt der gelbliche Hauch! Es ist stattdessen von einem kalten reinen Grün, deutlich fahler an der Unterseite. Die roten Bürzelflecken sind kleiner und weniger auffällig und eher orange als purpurrot.
  • Variationen: Es wurden auch immer wieder Individuen mit auffälligen Farbabweichungen gefunden.
    Allgemein variieren die Individuen sowohl in der Größe wie im Glanz und der Klarheit der Gefiederfarben.
    Achtungwf: In keiner der alten Beschreibungen wird von gelblichen Ohrflecken berichtet, wie sie viele der "Springsittiche" in Deutschland zeigen. Auch keine der alten Zeichnungen stellt einen solchen dar!3
    Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung Diese Ohrflecken sind höchstwahrscheinlich ein Merkmal, welches auf die Einkreuzung von Ziegensittichen hinweist.


Springsittich
Bild: Springsittichmännchen
Springsittichmännchen
(c)Foto: Erich Willems
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Männchen

Springsittichweibchen wird gefüttert

Systematik
Kladde:Neoaves
Ordnung:Papageien
Unterfamilie:Eigentliche Papageien
Gattungsgruppe:Plattschweifsittiche(Platicercini)
Gattung:Laufsittiche
Art:
Springsittiche

Wissenschaftlicher Name
Cyanoramphus auriceps
Kuhl, 1820

Literaturliste
Bestände





Quelle: Fachpublikationen 2 Geschlechtsunterschiede

Das rote Stirnband und der gelbe Scheitel sind bei den Weibchen etwas schmaler bzw. kleinflächiger und von geringerer Leuchtkraft. Die gelbliche Querbinde auf den Unterseiten der Schwingen etwas undeutlicher. Der Schnabel ist kleiner. Am leichtesten sind sie an der Schnabelgröße im direkten Vergleich zu unterscheiden (in nebenstehendem Fütterungsvideo kann man es ganz gut erkennen). Männchen sind meist dominant gegenüber den Weibchen und Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung zeigen einen wuchtigen kraftvollen Geräuschflug, während die Weibchen normalerweise fast geräuschlos wie schwerelos durch die Luft eilen.


Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung f1 Lautäußerungen

Die Lautäußerungen der Springsittiche sind angenehme unaufdringliche meckernde bis brabbelnde Töne. Die Distanzrufe sind die lautesten Äußerungen und von gleichförmig meckernder Art. Die Nahäußerungen sind viel leiser und deutlich vielseitiger, werden von den Partnern im Wechsel miteinander gemischt und erinnern eher an ein leises Gespräch. In der Balz verwendet das Männchen quietschende rhythmische Laute, stark rhythmisch vorgetragene Meckerlaute und stimmlose Klickgeräuche. Mit einem quietschenden Laut schließt das Männchen meist auch seine Fütteraktionen des Weibchens ab. Brütende Weibchen geben innerhalb der Bruthöhle tieftönige gleichmäßige an leidendes menschliches Stöhnen erinnernde Laute ab, wenn sie sich belästigt fühlen.






Verbreitung

Quelle: Fachpublikationen Eigenschaften des Lebensraums

Springsittiche sind Waldvögel, was sich in ihrem bevorzugten Aufenthalt und dem Verhalten der Jungvögel beim verlassen des Nestes zeigt (siehe unten bei "Unterschiede zum Ziegensittich).
Sie bevorzugen nasskühle bis nasskalte dichte Wälder mit alten Bäumen.
In jungen Sekundärforsten, in denen die Bäume geerntet werden bevor sie alt werden, können sie sich nicht halten. Als Höhlenbrüter sind sie auf Baumhöhlen ausreichender Größe in lebendem oder totem Holz angewiesen und als stark gebundene Bewohner alter Wälder finden sich ihre Brut- und Schlafhöhlen schwerpunktmäßig in etwa 15m Höhe bei einer Höhe der Brutbäume von rund 27m. Brutbäume haben dabei auf Brusthöhe einen Durchmesser um 1.5 m und der höhlengebende Teil um 68 cm. Die kleinsten gemessenen Durchmesser für den höhlengebenden Teil lagen bei 27 cm.
Selten besuchen sie den Boden ihrer dichten Wälder, wenn auch in Gebieten in denen es keine oder wenige am Boden lebenden Beutegreifer gibt, etwas häufiger Ressourcen auch am Boden genutzt werden. Am liebsten halten sie sich in den dichten Baumkronen des Walddaches auf, wo sie ihre Nahrung, die zu keinem unwesentlichen Teil aus Vertretern der wirbellosen Tiere besteht, suchen. Auf ihren Streifzügen nach Nahrung steigen sie aber durchaus auch, wenn auch nicht so häufig oder gerne, bis ins Unterholz hinab. In diesem Verhalten unterscheiden sie sich recht klar von den Ziegensittichen, die sich für die Nahrungssuche eher zu Boden orientieren und pflanzliche Nahrung anteilsmäßig in Relation zu den Springsittichen bevorzugen.

Manchmal sieht man sie auch in mehr "verkrüppelten" dichten niedrigen Gehölzen an Waldgrenzen wie in den subalpinen Krüppelgehölzen.
Diesen bevorzugten und eigentlichen Lebensraum der dichten Kronendächer alter Wälder verlassen sie nur sehr selten in offenes Gelände auf Getreidefelder oder in Obstbaumplantagen und dann vermutlich aufgrund von Nahrungsmangel in der Folge von starken Vermehrungsjahren, den sogenannten Mastjahren ihrer Nahrungsbäume.
Diese starke Gebundenheit an alte dichte feuchte Wälder kennzeichnet auch die heutige regionale Verbreitung auf den Hauptinseln von Neuseeland.






Regionen

Quelle: Fachpublikationen Die Laufsittiche sind wahrscheinlich aus einem gemeinsamen Vorfahren mit den Hornsittichen (Eunymphicus) auf Neukaledonien entstanden. Von Neukaledonien aus breiteten sie sich dann wahrscheinlich vor etwa 500 000 Jahren über die Norfolkinseln nach Neuseeland und darüber hinaus bis hinunter auf die 1300 km nördlich der Antarktis liegenden Macquarieinsel f2 mit einer tundra-ähnlichen Vegetation aus. Die älteste Linie der Laufsittiche ist Cyanoramphus saisetti von welchem wahrscheinlich alle anderen Laufsitticharten Neuseelands und seiner vorgelagerten Inseln abstammen. Die Aufsplittung der Laufsitticharten in Neuseeland wurde möglicherweise durch die wiederholte Zersplitterung seines Lebensraumes in Folge der Vergletscherungen während der Eiszeit angetrieben. Bis zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10 000 Jahren waren die neuseeländischen Hauptinseln mit ihren vorgelagerten Inseln in einer Landmasse verbunden. Die jetzige Südinsel war stark vergletschert und die Gebiete mit permanentem Schnee begannen ab etwa 350 m ü. nn. Wegen der Kälte war die Südinsel entsprechend baumlos ähnlich wie die jetzigen Aucklandinseln von Busch- und Grasland bedeckt evtl. mit einzelnen isolierten Flecken von Nothofagus-Wald. Zu dieser Zeit traten auch in gesamt Zentralaustralien Temperaturen bis zu -20°C auf. Die Kälte ließ Australien weiter austrocknen. In dieser klimatisch kalten Situation differenzierten sich die Laufsitticharten auf Neuseeland aus.
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10 000 bis 8 000 Jahren ging die Vergletscherung zurück und die Nothofagus-Wälder eroberten Neuseeland wieder bis sie die Hauptinseln mit einem geschlossenen Wald bedeckten.
Dies war die Situation Neuseelands vor der Besiedlung durch den Menschen: Dichtes Waldland inklusive seiner vorgelagerten Inseln.
Mit der Ankunft der Europäer wurde dieser ursprüngliche langsam wachsende Wald bis auf inselartige Restbestände gerodet und das Land für Landwirtschaft und Viehaltung europäisiert. Diese Umgestaltung und Waldzerstörung leitete den Untergang bzw. die Reduzierung der Laufsittichpopulationen auf Gefährdungsgrad ein. Die Laufsittiche verloren ihre Lebensräume und wurden wegen scheinbarer Massenvermehrungen als Schädlinge verfolgt, vernichtet.

Quelle: Fachpublikationen 1 Nach Buller um 1873 war die Art in allen geeigneten Umgebungen über ganz Neuseeland verbreitet. In den nördlichen Gebieten der Nordinsel kam er in größeren Massen vor als der Ziegensittich und wurde in der Häufigkeit vom Ziegensittich abgelöst unterhalb Wellingtons. Auf der Südinsel jedoch schienen die Springsittiche und Ziegensittiche gleich häufig zu sein.






Quelle: Fachpublikationen Niedergang Die Laufsittiche und mit ihnen die Springsittiche kamen bis 1840 überall auf Neuseeland und den vorgelagerten Inseln in großer Zahl vor. Dann begannen die europäischen Siedler diese Sittiche in Massen zu töten, bis sie nur noch ein seltener Anblick waren4, um aus den Federn dieser kleinen Vögel z.B. Federbetten herzustellen5 oder weil sie in der Folge von Mast-Jahren4 6 7 in größeren Schwärmen die Felder besuchten. Obstbauern schossen sie noch bis in die späten 1980er Jahre konsequent ab (blasted off the orchards)f3. Von dieser Massenvernichtung haben sich die Spring- und Ziegensittiche seitdem nicht mehr wirklich erholt auch als Folge der durch die europäische Besiedlung (Europäisierung des Lebensraumes) sowohl auf den Hauptinseln wie auch auf den vorgelagerten kleinen Inseln vernichteten großen Waldgebiete mit alten großen Bäumen, die ausreichend Höhlen als Brutmöglichkeite bieten8. In Wirtschaftsforsten können diese Höhlen durch den frühen Einschlag nicht in ausreichender Zahl entstehen. Die so verringerte grundlegende Reproduktionkraft der Populationen wurde und wird dann mit den eingeführten Fleischfressern und Konkurrenten, insbesondere auf kleineren Inseln, weiter in den Gefährdungsbereich gedrückt.

Quelle: Fachpublikationen 4 9Aktuell ist der Springsittich auf den neuseeländischen Hauptinseln häufiger als der Ziegensittich. Möglicherweise, weil der Ziegensittich aufgrund seiner eher bodenorientierten Lebensweise stärker unter Druck durch eingeführte Fleischfresser steht.
Auf der Nordinsel lebt er vorwiegend in den zentralen Waldgebieten und der Tararua-Region. Weiter im Norden dringt er bis zu den Three Kings-Inseln vor, auch findet er sich auf den Inseln Hen and Chickens, Little Barrier, Cuvier (Repanga) und Kapiti.
Auf der Südinsel ist er im Westen von Marlborough allgemein verbreitet sowie in Nelson, Westland, Nord-Canterbury, Otago, den Catlins und Fiordland.
Die kältesten Regionen sind Canterbury und Otago. So wurden in Otago im Winter schon -22°C gemessen. Das Inland dieser Regionen wird im Winter in Höhen oberhalb 300m regelmäßig mit Schnee bedeckt, welcher längere Zeit liegen bleibt bei Temperaturen um -6°C. Unterhalb von 1000m bleibt der Schnee normalerweise, aber nicht über wirklich lange Zeiten, liegen. In harten Wintern jedoch gibt es bei den Schafen in der Region regelmäßig größere Kälteverluste.
Einige Seen in diesen Gebieten frieren im Winter regelmäßig zu und sind beliebt für's Schlittschuhlaufen.

Weiter nach Süden dringen sie vor bis in die subantarktischen Inseln über Stewart Island und deren Ableger bis hinunter auf die

Auckland Inseln, wo sie sich den Lebensraum z.B. mit den dort brütenden Gelbaugen-Pinguinen teilen.
Das Klima der Auckland-Inseln ist extrem unwirtlich, kalt, nass und windgepeitscht mit Regen an 300 Tagen des Jahres, einem dauerhaft nass-kalten und windigen Wetter mit normalen Windgeschwindigkeiten über 60km/h.
Die sommerlichen Höchsttemperaturen überschreiten nur selten die 15°C-Grenze und liegen typischerweise zwischen 5.5°C und 12°C.
Die Wetterbedingungen sind derart unwirtlich, dass bisher jeder langfristige Versuch einer menschlichen Besiedlung mit Landwirtschaft fehlgeschlagen ist.

Entsprechend diesem Verbreitungsgebiet und seiner Entwicklungshistorie in einer eiszeitlichen durch Vergletscherung geprägten kalten Umwelt ist der Springsittich bzgl. der Wetterbedingungen ein wirklich robuster Papageienvogel. Der Springsittich - zusammen mit dem Ziegensittich - ist damit die am zweitweitesten südlich in Richtung Antarktis vordringende rezente Papageienart und teilt sich dort den Lebensraum mit den dort dominierenden Seevögeln wie Albatrossen und Pinguinen sowie antarktischen bis subantarktischen Meeressäugern.






Verhalten in freier Wildbahn bzw. großer Freivoliere

Allgemein

Quelle: Fachpublikationen 1 Vom Verhalten her ist der Springsittich dem Ziegensittich sehr ähnlich, jedoch ist er deutlich weniger gesellig als der Ziegensittich. So wurde er damals, trotz der noch massenhaften Vorkommen generell in Paaren! angetroffen, während man den Ziegensittich mit Ausnahme der Brutzeit normalerweise in Gruppen von 3 bis zwölf und mehr Tieren antraf. Auch ist seine Nachahmungsfähigkeit deutlich geringer ausgeprägt als die des Ziegensittichs. Wie der Ziegensittich, so nistete der Springsittich in hohlen Bäumen und man wusste von erfolgreichen Bruten mit 7 Eiern. Von seinem Verwandten, dem Ziegensittich war bekannt, das er auch schonmal in Felsspalten brütete, was also wahrscheinlich auch für den Springsittich eine Option darstellt.

Quelle: Fachpublikationen Die veröffentlichte Literatur geht davon aus, dass sie, wie die meisten Papageien, dauerhafte Paarbeziehungen eingehen. Sie halten aber selbst unter Paaren eine für Papageien unerwartete körperliche Distanz ein, so wie es auch bei Sittichen des australischen Kontinents nicht ungewöhnlich ist.

Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung f1 In einer naturnah eingerichteten Freivoliere mit etwa 15m Länge konnte ich jedoch einen klaren Partnerwechsel beobachten. Ein Paar, welches erfolgreich zwei Bruten gezeitigt hatte, wechselte, beginnend mit dem Männchen, 2 Monate nach der zweiten Brut die Partner, so dass sowohl Männchen als auch Weibchen neue feste Brutpartner hatten. So dauerhaft scheinen somit die Paarbindungen in dieser Art nicht zu sein. Das Männchen hält seitdem übrigens eine paarartige Beziehung zu zwei Weibchen, welche auch von diesen Weibchen erwidert wird.

Verpaarte Tiere äußern vor allem bei der gemeinsamen Nahrungssuche oder der Begrüßung in der Nahdistanz an leise rege "Gespräche" erinnernde wechselweise Lautfolgen an denen man die individuelle Zusammengehörigkeit gut erkennen kann. Gegen aggressive Eindringlinge (Vögel) unterstützen sich die Partner gegenseitig, nachdrücklich aber nur in der Paarungszeit. Außerhalb der Paarungszeit halten sie aggressiven Aktionen selbst von deutlich kleineren Vögeln nicht lange stand, sondern weichen schon bald lieber aus. Brütende Weibchen rufen mit einem tieftönig leidenden Stöhnen ihr Männchen zu Hilfe, wenn sie sich in der Bruthöhle belästigt oder bedroht fühlen. Sie verlassen dabei die Höhle nicht zur Verteidigung, jedoch eilt normalerweise das Männchen sofort herbei, wenn es diese stöhnenden Laute hört und verjagt lästige andere Vögel, die sich in der Bruthöhlenumgebung aufhalten. Bei der Nahrungssuche setzen sie ihre Füße vielseitig ein:

  • Quelle: Fachpublikationen Lockere Hindernisse auf dem Boden werden scharrend beiseite geworfen, meist das freizulegende Ziel immer im Visier haltend
  • Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Bewegliche aber festsitzende Hindernisse greifen sie gezielt mit einem Fuß und halten diese seitwärts aus dem Weg.
  • Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Wo beides nicht gut funktioniert, z.B. wenn sie eine Wasserschnecke aus einem Gewässer holen wollen, die unter losen Halmen für sie versperrt liegt, greifen sie diese Halme und legen sie gezielt beiseite, bevor sie wieder versuchen die Nahrung mit dem Schnabel zu erreichen.
  • Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Wasserschnecken die tiefer, für den Schnabel unerreichbar, im Wasser liegen, werden aus der Tiefe mit einem Fuß greifend herausgefischt.
  • Quelle: Fachpublikationen Und unter kleineren Sittichen relativ ungewöhnlich halten sie beim Fressen größerer Teile die Nahrung in einem Fuß und führen sie damit zum Schnabel oder wenden sie so, dass die gerade gewünschte Seite für den Schnabel erreichbar wird.
  • Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung In der Interaktion mit anderen Sittichen werden die Füße greifend, haltend, schiebend eingesetzt. Möchte ein Springsittich einem anderen bedeuten aus dem Weg zu gehen, fasst er ihn manchmal mit dem Fuß und schiebt ihn beiseite (emotional-neutral scheinend), sehr häufig werden die Füße aggressiv im Angriff eingesetzt. Dabei bewegt sich der Angreifer schnell auf den anderen zu und greift von oben nach unten "kratzend"/fassend den Angegriffenen und stößt ihn so unter Umständen vom Ast. Dieses Verhalten zeigen sie nicht nur untereinander, sondern auch gegen artfremde Sittiche. Aber auch in der Verteidigung werden die Füße hochgehalten und versucht damit sich einen Gegner vom Leib zu halten. Paare fressen nicht selten "aus einem Fuß". Einer der beiden hält ein größeres Stück Nahrung und frisst davon, der andere sitzt daneben und nimmt sich immer wieder auch ein Stück davon. Manchmal kommt es dabei auch vor, dass der Zweite dem Ersteren das Stück Nahrung mit dem Fuß aus dem Fuß nimmt und sich die Rollen vertauschen.
Springsittiche besitzen damit also ein vielseitiges Repertoire ihre Füße als Handersatz einzusetzen. Ein gutes Beispiel dieser Fußfertigkeit zeigen die Videos unter CAu: 20.03.16 - Problemlösungsbeispiel von Springsittichen mittels Schnabel-Fuß-Koordination.





Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Außer dem vielseitigen Einsatz der Füße zeigen sie auch noch andere interessante Verhaltensweisen. So sammeln sie im Schnabel eine größere Menge Körner, um sie woanders dann zu verzehren. Müssen sie mit dem Vorrat im Schnabel klettern, wird dieser nicht etwa versehentlich geöffnet - was dazu führen würde, dass die gesammelten Samen rausfielen - sondern geschlossen nur als Haken eingesetzt. Kein Korn verlieren sie dabei. Ist der vorgesehene Fressplatz auf einem höher gelegenen dickeren Ast erreicht, wird dort vorsichtig der Schnabelinhalt auf dem Ast abgelegt, um dann in aller Ruhe ein Korn nach dem anderen aufzunehmen und zu essen. Soll es ganz gemütlich vor sich gehen zerlegt der Springsittich sehr groß geratene Körner in zwei Hälften, legt die eine Hälfte wieder vorsichtig auf den Ast zurück, behält die andere im Schnabel und entspelzt sie vollständig. Nachdem er dann diese Hälfte in einem Fuß haltend Stück für Stück gefressen hat, nimmt er die zweite, zurückgelegte, entspelzt auch diese vollständig und verspeist sie auf gleiche Weise. Dann geht's an die nächsten Körner des Vorrates. Ist der Vorrat aufgebraucht fliegt er wieder los und sammelt einen neuen.

Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Springsittiche sind extrem gewandte Flieger, die sich in der Luft mit absoluter Leichtigkeit und teilweise rasantem Tempo bewegen. Sie können nach rückwärts abfliegen, um sich erst in der Luft in Flugrichtung zu bewegen. Auch Seitwärtsbewegungen im Flug sind ihnen möglich genauso wie spontane Richtungswechsel. Von hohen Ästen springen sie rückwärts genauso wie seitwärts ab, um ihren Flug zu beginnen. Dabei lassen sie sich manchmal, wenn ihnen danach ist einfach in die Tiefe fallen bevor sie sich mit den Flügeln abfangen. Sitzen sie hoch in einem Baum und wollen an seinem Fuß auf dem Boden sich was holen, lassen sie sich bis kurz über den Boden einfach fallen bis sie sich mit den Flügeln abfangen. Es sind begnadete Flieger und Manövrierer die erkennbar Spaß daran haben durch das dichteste Gestrüpp zu jagen. In meiner Voliere suchen sie sich für ihre Flugspiele gerade immer die Engstellen zwischen den Büschen und Ästen um in irrem Tempo durch die Voliere zu jagen. Da die Voliere an den höchsten Stellen 5m hoch ist, zeigen sie dabei Kunststückchen, bei denen abrupt die Höhe verloren wird, um dann wieder extrem steil nach oben zu sausen.
Im Gegensatz zu Vögeln wie Wellensittichen oder Katharinasittichen zeigen die Springsittiche in ihrer Voliere (16m Flugstrecke) nie das Bestreben koordiniert im engen Verband zu fliegen. Sie fliegen zwar oft auch gemeinsam ab und zeigen sehr große Freude am Fliegen aber jeder fliegt seine eigene Strecke und spielt seine eigene Luftakrobatik. Meistens jedoch fliegen sie nichtmal zusammen oder zeitnah nacheinander ab. Alle sind sie zwar jeweils in überbordender Flugstimmung, aber eigentlich fliegt jeder für sich zu seiner eigenen Zeit los.

Quelle: Fachpublikationen Greene 10 konnte in freier Wildbahn beobachten, wie Laufsittiche Pflanzen zur Bekämpfung von Parasiten einsetzen. Sie zerkauen Teile von Kunzea ericoides und Leptospermum scoparium, die ein natürliches Insektizid namens Leptospermon enthalten, um sie zu schlucken und so gegen innere Parasiten vorzugehen genauso, wie sie den zerkauten Brei/Saft verwenden, ihre Federn damit einzureiben gegen äußere Parasiten.
Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Das gleiche Verhalten zeigen meine Springsittiche in der Voliere und beweisen, dass sie nicht auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind, sondern aus dem Verfügbaren geeignete ausfindig machen können. In meiner Voliere verwenden sie unter anderem z.B. Birkenblätter zur Gefiederpflege, wie man auf dem Video Gefiederpflege mit Pflanzensäften sehen kann.






Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Vermehrungsverhalten

... Abschnitt wird noch vervollständigt ...
Bei Nestlingen ist der im Nacken befindliche gelblich-weiße Fleck noch vollkommen sichtbar, nicht abgedeckt. Sobald dieser Fleck von grünen Federn überdeckt ist, verlassen die Jungen die Höhle. Sie sind beim Verlassen der Höhle schon sehr gute Flieger, aber noch sehr unsicher beim Klettern. Sie suchen dann sofort fliegend möglichst dichte buschige Baumkronen oder Büsche auf, in deren engsten und verfilztesten Bereichen halten sie sich dann vorwiegend auf und erkunden vorsichtig balancierend alles beknabbernd die nähere Umgebung.
Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter 11Verlassen sie die Höhle, wenn der Fleck noch sichtbar ist, können sie noch nicht richtig fliegen. Sie dürrften dann in freier Wildbahn eine harte Zeit haben, weil sie nicht flugfähig viel Zeit am gefährlichen Boden verbringen und noch intensiv gefüttert werden müssen.






Quelle: Fachpublikationen Unterschiede zum Ziegensittich

Springsittiche ähneln auch im Verhalten den Ziegensittichen und sind wie diese allgemein lebhafte und neugierige Tiere.
In einigen Aspekten des Verhaltens weicht der Springsittich aber von seinem Vetter, dem Ziegensittich, ab:
  • Geselligkeit: Springsittiche sind deutlich weniger gesellig als Ziegensittiche und wurden zu Bullers Zeiten trotz des damals häufigen Vorkommens generell in Paaren angetroffen, während man den Ziegensittich meist in Gruppen von 3 bis 12 Tieren außerhalb der Brutzeit sah.
  • Bevorzugter Aufenthalt: Springsittiche sind deutlich stärker als Ziegensittiche an das Kronendach alter Wälder gebunden und entsprechend seltener direkt auf dem Boden zu sehen. Sie halten sich also nicht so gerne am Boden auf wie die Ziegensittiche.
  • Die Springsittiche bevorzugen alte hohe geschlossene Wälder, während die Ziegensittiche offene Flächen in und außerhalb der Wälder nutzen und dort am Boden nach Nahrung suchen12.
  • Wenn junge Springsittiche flügge werden und das Nest verlassen, fliegen sie sofort und ohne Umwege hoch in das Grün des Walddachs, wo sie einem beobachtenden sofort außer Sicht geraten und wohin ihnen die Elterntiere vorausfliegen. Dort können sie dann von z.B. Forschern nicht weiter beobachtet werden, weil sie ausnahmslos sofort hoch oben in den Baumkronen des Waldes verschwinden und dort oben sofort sehr mobil nicht länger am Ort verharren. So gut wie nie bleiben sie nach dem Ausfliegen in der Nähe ihrer Bruthöhle und verteilen sich in kürzester Zeit weit weg von dieser Höhle13. Dies ist geradezu das gegenteilige Verhalten zu den Ziegensittichen, die wie Greene 1990 feststellen konnte, nach dem Flüggewerden für rund 2 Wochen in der Nähe ihres Nestes bleiben und sofort nach dem Ausfliegen zum Boden oder in niedrige Vegetation fliegen und bleiben14. Zigensittiche verlassen das Nest sogar bevor sie richtig fliegen können und werden die ersten Tage bis zum Ausreifen der Flugfähigkeit von den Eltern am Boden gefüttert12. Dies ist ein deutlicher Unterschied mit klar zu erwartenden Folgen für die Jungtiere der Springsittiche zu denen der Ziegensittiche, wenn bodenorientierte Beutegreifer vorhanden sind. Dies könnte eine Ursache dafür sein, dass auf den großen Hauptinseln aktuell der Springsittich häufiger ist, als der Ziegensittich.
  • Nahrung: Der Anteil tierischer Nahrung ist bei Springsittichen in freier Wildbahn ein wesentlicher Bestandteil seiner Nahrung und ganzjährig deutlich höher als bei den Ziegensittichen, während Ziegensittiche eine klar breitere Palette pflanzlicher Nahrung nutzen.15
  • Lautäußerungen: Auch bei den Springsittichen erinnern die Lautäußerungen an das Meckern von Ziegen. Allerdings sind ihre Äußerungen weniger vielseitig und von geringerer Lautstärke.






Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung f1 Balz

Die Balz des Springsittichmännchens ist durch Kraft demonstrierende Flüge und durch stark rhythmische Bewegungen und Lautäußerungen gekennzeichnet.
Pupillenverengungen werden gezeigt, kommen aber auch bei Begegnungsbegrüßungen und dem Brabbeln während der demonstrativen gemeinsamen Nahrungssuche vor.
Die wuchtigen Balzflüge zielen geradlinig und laut fliegend auf einen erhöhten Sitzplatz. Unmittelbar nach der Landung reckt sich das Männchen straff nach oben und gibt meist 3 laute Meckerrufe aus dem Distanzrepertoire ab. Die Pausen zwischen den einzelnen Keckerlauten sind dabei deutlich verlängert, wodurch der exakt rhythmische Eindruck entsteht. Normale Distanzrufe bestehen aus den gleichen lauten Keckerrufen, werden aber ohne deutliche Pausen und exakten Rhythmus vorgetragen und bilden unterschiedliche lange Folgen. Diesen Balzflug zeigen ab und an auch die Weibchen.
Das eigentliche Werben ist eine auffällige seitliche Schreitsequenz des Männchens, die exakt mit den rhythmischen Kecker-, Klick- und Quietschfolgen synchronisiert ist. Ein beispielhafter Ablauf beginnt mit Lautfolgen Keck, Keck, Keck, PAUSE, Keck, Keck, Keck, PAUSE, usw. Der Vogel steht dabei an einer Stelle und wendet den Kopf im gleichen Takt jeweils zur anderen Seite nach unten, wobei die drei Kecks geäußert werden, wenn der Kopf an der jeweiligen Seite ankommt. Die Pause begleitet die Seitwärtsbewegung des Kopfes. Mit steigender Intensität wird dann die Kopfbewegung mit einem Seitwärtsschritt pro Pause verlängert, bis nach einiger Zeit in jeweils einer Richtung mehrere stark formalisierte Seitschritte aneinandergereiht werden: Schritt/PAUSE, Keck, Schritt/PAUSE, Keck, Schritt/PAUSE, Keck, dann andere Richtung Schritt/PAUSE, Keck, Schritt/PAUSE, Keck, Schritt/PAUSE, Keck und immer so hin und her. Sobald die Schritte in diese Sequenzen einfließen wird die Abwärtsbewegung des Kopfes immer ähnlicher einem Picken auf dem Ast und der Schnabel berührt dann sogar diesen oft. Bei dieser pickähnlichen Abschlussbewegung des Kopfes wird dann bei gesteigerter Intensität des Rituals ein stimmloser Klick-Laut erzeugt, die Keck-Folge ergänzend. Zum Ende einer solchen intensiven Sequenz kommt dann wie ein Endezeichen ein auffälliger gequetschter einzelner Quäk-Quietschlaut.






Nahrung

Quelle: Fachpublikationen 15 Nahrung in freier Wildbahn

Blätter, Knospen, Blüten, Triebe, Samen, Früchte, Beeren, Nüsse und andere Pflanzenteile,
weiterhin Insekten, Tierüberreste und auf Inseln suchen sie auch Meeresalgen und Muscheln aus dem Salzwasser.

Der Anteil wirbelloser Tiere in der Nahrung der Springsittiche ist nicht unerheblich, wobei die bevorzugte Nahrung in den Bäumen in Form von Schildläusen, Blattläusen und Miniermotten gesucht wird.





Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung f1 Nahrung in einer bewachsenen Freivoliere


Meine Springsittiche in der Außenvoliere haben zum Trinken und Baden Zugang zu einem kleinen Teich, welcher mit Wasserpflanzen, Wasserasseln und Wasserschnecken, Bergmolchen, Grasfröschen und Fischen (Rundschwanzmakropoden) bevölkert ist. Aus diesem Teichlein fischen sie sich regelmäßig mit den Füßen greifend Grünalgen, Unterwasserpflanzenteile und sowohl Posthornschnecken wie große Spitzschlammschnecken heraus. Die Schnecken werden mit großer Begeisterung gefressen: Jede Schnecke die in Greifreichweite ihrer Füße unter Wasser erreichbar ist, wird gefischt - vor allem vom Weibchen -, mit der Folge, dass ich sommers regelmäßig Wasserschnecken aus meinen größeren Makropodenteichen nachbestücken muss. Am intensivsten werden die Schnecken vom Weibchen "gejagt", wenn sie sich auf eine Brut vorbereitet, brütet oder Schlüpflinge im Nest hat. Damit zeigt ihr Verhalten eine gewisse Ähnlichkeit zu dem der Einfarblaufsittiche (Cyanoramphus unicolor), die mit dem Kea (Nestor notabilis) zusammen die einzigen Papageien sind, für die eine aktive Jagd auf Wirbeltiere nachgewiesen ist. Die Einfarblaufsittiche jagen zur Brutzeit Sturmschwalbe, die sie in Ihren Höhlen aufsuchen, töten und fressen. Dazu dringen sie in deren Bruthöhlen ein, deren Eingänge, wenn sie zu eng sind weiter aufgegraben werden. Es wird vermutet, dass sie in ähnlicher Weise auch in die Bruthöhlen der eingeschleppten Mäuse eindringen, um deren Jungmäuse zu erbeuten und zu essen16. Die Voliere bietet Wiese mit allerlei Kräutern je nach Jahreszeit, Bucksbaum, Tuja, Holunder, Wacholder, Kirschbaum, Pflaumenbaum, Pfeifenstrauch, Rosen, Gojibeerenstaruch, Aroniaberrenbaum, Maulbeerbaum, Kanadischen Flieder, Mispeln, Weigelienstrauc, Lavendel, Johannis- und Brombeeren, Haselnuss, Weiden und anderes. Aus diesem Angebot nutzen sie bisher, soweit von mir wahrgenommen:





  • Schnee: Schnee ist zwar nicht direkt eine Nahrung, aber Wasser. Bei den Springsittichen in der Voliere habe ich festgestellt, dass sie Wasser, obwohl in Teichen oder Lachen flüssig verfügbar,
    a) bei Regen lieber in Form von Tropfen zu sich nehmen, die sie an den Unterseiten von Zweigen und Ästen gezielt aufsammeln. Besonders ergiebige und lange liefernde Tropfstellen merken sie sich, um sie gezielt zum Trinken aufzusuchen;
    b) bei Schnee und obwohl! flüssiges Wasser in Teichen oder Lachen verfügbar ist, essen sie lieber den Schnee, den sie auf Ästen sammeln, als das flüssige Wasser zu trinken. Dazu nehmen sie den Schnee direkt in kleinen Portionen auf, aber genauso sammeln sie auch größere Schneestücke, fliegen damit zu einem anderen Sitzplatz, nehmen dort das Schneestück in die "Hand" und fressen es langsam und genüsslich vollständig auf. Schnee schmeckt ihnen ganz offenbar als Wasseraufnahme besser als flüssiges Wasser, wenn sie ausreichende Wahl haben.
  • Wasserschnecken:Vorwiegend das Fleisch, aber auch kleinere Mengen des Gehäuses. Die Wasserschnecken stellen Fleischportionen ab 2cm Länge dar und werden vom Weibchen soweit gerade erreichbar mehrmals täglich gefangen und gefressen.
  • Grünalgen:Fadige Grünalgen werden sehr gerne aufgenommen
  • Wasserlinsen (Lemna):
  • Krebsschere (Stratiotes aloides):Sehr begehrte Nahrungspflanze die auch in beginnend kompostierender Form gefressen wird
  • Rinden abgestorbener alter Äste:wird regelmäßig in kleineren Mengen aufgenommen
  • Baumsaft des Pflaumenbaumes:An manchen Ästen des Pflaumenbaumes nagen sie die Rinde soweit punktförmig auf, bis das Harz des Baumes austritt. Diese stelle wird immer mal wieder aufgesucht, um von dem austretenden Saft aufzunehmen
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum):Die Samen dieses Krautes in unreifem wie in reifem Zustand sind heißbegehrt und werden vollständig abgeerntet. Das meint, sie suchen alle Samenstände der Nelkenwurzsamen die sie finden und erreichen können
  • Tuja/Lebensbaum (Thuja):Die braunen Samen werden ganz gerne gefressen. (Die jungen Triebspitzen werden von den Wellensittichen verwendet, um damit (zerkaut) ihr Gefieder zu putzen. (Ich denke, dass auch die Springsittiche evtl. das Grün der Tujas fressen. Ich konnte sie dabei aber noch nicht beobachten) Inzwischen sind die Springsittiche regelmäßig und häufig dabei zu beobachten, dass sie eigentlich alles was Grün an der Tuja ist auch fressen. Die junggrünen Triebe werden aber bevorzugt. Tuja kann man also getrost als ganzes als Nahrungspflanze für Springsittiche betrachten
  • Buchsbaum (Buxus sempervirens):Sehr gerne die jungen Triebe, aber noch lieber auch die grünen Samen. Die reifen braunen Samen werden bisher nicht genutzt; die Blütenstände und zumindest im Winter auch ab und an die Blätter bzw Blattstengel am untere Ende
  • Pflaumenbaum (Prunus domestica):Knospen, junge Triebe, junge Blätter, erwachsene Blätter und Rinde, die Pflaumen selbst mögen sie nicht sonderlich. Pflaumen, die nicht durch Aufplatzen oder Insekten beschädigt/geöffnet sind, könne sie auch nicht selbst öffnen, bleiben also unzugänglich.
  • Pfeifenstrauch/Falscher Jasmin/Bauernjasmin (Philadelphus):Triebspitzen, Blätter, Knospen, Blüten - Samen noch nicht genügend vorhanden -
  • Knallerbsenstrauch/Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus):Blätter, Früchte und Triebe
  • Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri):Früchte, wenig der Blätter
  • Weigelienstrauch (Weigela):Blüten sehr gerne, Blätter gering.
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra):Blütenknospen und grüne Früchte, reife schwarze Früchte, Junge Blätter und Triebe
  • Rosen:Grüne Triebe, Blätter, Blüten alles sehr gerne und wenn beschädigt und dadurch zugänglich die Früchte- Hagebutten -.
  • Lavendel (Lavandula angustifolia):Blüten
  • Gräser:die grünen Teile, aber am liebsten die dicht am und unter dem Boden wachsenden Stängel; Samen
  • Spitzwegerich (Plantago lanceolata):Reife Samenstände
  • Breitwegerich (Plantago major):Reife Samenstände





  • Johannisbeere (Ribes):Früchte, grün und reif; Blätter, Triebe
  • Brombeere (Rubus sectio Rubus):Früchte in allen Reifegraden, Blüten, junge Triebe und Blätter der Triebspitzen
  • Hopfen(Humulus):Alles außer ausgereifte Blätter
  • Gänseblümchen (Bellis perennis):Blüten
  • Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia):Die reifenden und reifen Samen mit Begeisterung. Alles was findbar ist wird abgeerntet, sobald die Samenstände weiße Schirmspitzen zeigen. Sonst alle Teile; sehr gerne die dicken, saftigen Blütenstiele. Die Samenstände aber sind wirklich heißbegehrt. Wenn von solchen Samenständen nicht genug für alle da sind, versuchen sie sich diese gegenseitig abzujagen, selbst im Flug. Sie sind sich bewusst, wenn zu wenig da sind und schauen dann, wenn sie einen gefunden haben, dass sie damit sofort an einen versteckten Platz kommen, um den Samenstand in Ruhe zu essen.
  • Haselnuss (Corylus avellana):Junge Triebe, Blattteile
  • Weiden (Salix):Junge Triebe
  • Brennessel (Urtica):Blütenstände, Samen werden sehr gerne gefressen; in allen Reifestadien.
  • Distel:bisher nichts, auch nicht die Samen - evtl. noch nicht als nutzbar entdeckt. (Dafür fressen die kleinen Meisen im Garten diese mit Begeisterung.)
  • Kompost:Im Komposthaufen wird oft und ausgiebig gegraben und gefressen. Was sie aus den tiefen Löchern, die sie darin teilweise graben genau fressen, kann ich leider nicht erkennen. Außer tiefem Graben werden auch öberflächennah Teile mit dem Fuß beiseite gelegt und darunter nachgeschaut und auch so immer wieder was zum Fressen gefunden. Allgemein können sie sich damit lange beschäftigen.
  • Bittersüßer Nachtschatten/Jelängerjelieber/Hinschkraut(Solanum dulcamara):Dies ist eine rankende Pflanze mit schönen lila Blüten, die reichlich leuchtend rote gut 1cm große Früchte trägt.
    Es wird an jungen Triebspitzen und von den frisch-grünen Blättern gefressen, aber auch die grünen und vor allem die roten Früchte.
    Das Weibchen der Springsittiche scheint bisher allerdings nur nippend, aber regelmäßig, von den grünen Beeren aufzunehmen. Einmal hat es die roten Beeren versucht, sich dann aber geschüttelt und die Beere weggeschmissen. Seitdem nutzt es diese nicht mehr. Dafür frisst sie aber die grünen Stengel der Früchte am fruchtabgewandten Ende mit sichtlichem Vergnügen.
    Das Männchen wiederum frisst mit Vorliebe die Früchte. Anfänglich im wesentlichen die reifen roten, dann wechselte es auf die grünen Früchte, bis es zum Schluss bis in den Herbst hinein sich vollkommen auf die roten Früchte spezialisierte. In der Hochsaison des Fruchtens sammelt und frisst es mehrmals täglich diese Früchte.
  • Stachelbeere (Ribes uva-crispa):Ganz junge Blätter, Knospen und sehr gerne grüne sich gerade bildende Beeren von um 3mm Durchmesser. Ausgewachsen gesunde Beern können sie nicht nutzen, da sie die Haut nicht aufbrechen können.
  • Erdkastanie(Oenanthe pimpinelloides?):Blattspitzen
  • Topinambur(Helianthus tuberosus?):Blätter, Blattstiele, Stamm, Reifende Blütenkörbe, die gelben Blütenblätter. Vor allem die reifenden Blütenkörbe werden sorgfältig mit viel Balancierungsaufwand hoch oben inden Topinambur sorgfältig geärntet. Die Topinambur wachsen in der Voliere auf über 3m Höhe auf. Im Herbst und Winter ernte ich ab und an die Wurzeln für uns zum Essen. Zerbrochene oder zu kleine lasse ich dann in der Voliere offen liegen und wie sich herausstellte fressen die Springsittiche auch davon.
  • Möhren (Daucus):Werden gerne roh gefressen, wenn sie eine Stelle finden, an der sie mit dem Schnabel einen Ansatz haben. Abre auch inch kompstierend zersetzende Zustände werden aufgenommen.
  • Rohe Kartoffeln:Werden gerne gefressen wenn der Schabel einen Ansatz findet. Ich hatte nach dem Ernten der Kartoffeln im Garten diejenigen, die in der Erde angefressen worden waren - also löcherig - zu den Springsittichen in die Voliere auf den Kompost geworfen. Die neugierigen Sittiche hatten sie dann bald schon inspiziert, fanden über die Fraßlöcher einen Ansatz für den Schnabel, probierten sie und bald fraßen alle an den rohen Kartoffeln im Kompost.
  • Walnüsse:Sie können keine Walnüsse öffnen, aber wenn jemand anders für sie das übernimmt, dann essen sie diese auch. So hatte ich im Garten mir mal einige Walnüsse zum Selbstessen durch Drauftreten geöffnet. Bei manchen war es leider zu fest und damit zerdrückt. Also warf ich diese in ihre Schalenhälften gedrückten Walnüsse in die Voli ins Gras. Bei nächster Gelegenheit, als einige Springer vorbeikamen, den Boden nach Fressbarem absuchend, entdeckten sie die geöffneten Wanüsse, probierten erst beiläufig daran, stellten fest es schmeckt und suchten sie dann gezielt.





  • Kiefer: Von Kiefernadeln werden die hellen unteren Enden ganz gerne gefressen. Zusätzliche alle Knospenstadien oder Jungnadeln, Samen soweit sie dran kommen, weiche Stadien der Fruchtstände. Sehr beliebt.
  • Fichte: Die Nadelknospen und Zweigknospen. Samen soweit sie dran kommen, weiche Stadien der Fruchtstände. Auch sehr beliebt. Auch trockene Zweige bieten immer noch beliebte Nahrungsmöglichkeiten, da sie solche Zweige absuchen nach alten Nadelansätzen und trocken Vegetationspunkten.
  • Tannenknospen: Die Nadelknospen und Zweigknospen an Tannenzweigen (hier Nordmanntannen) werden sehr gerne gefressen
  • Apfelsinen: Schale, vor allen den weißen Teil der Schale sowie das Fruchtfleisch selbst wir gerne genommen, natürlich nur, wenn ihnen jemand die Früchte aufbricht, da sie nicht in der Lage sind, die Schale selbst zu durchbrechen.
  • Banane: Das Fruchtfleisch frisch, genauso wie überreif und auch ganz braun in Zersetzung übergehend; Die Schale nur in braun sich zersetzendem Zustand. In jedem Fall sind sie darauf angewiesen, dass ihnen jemand die Schale durchbricht.
  • Apfel: In allen Reifezuständen bzw. überreifen verbraunenden bis matschigen. Nicht verbraunende bzw. matschig gewordene Äpfel können sie jedoch nur Nutzen, wenn ihnen die Apfelhaut von jemand anderem aufgebrochen wurde. Eigenständig sind sie nicht in der Lage gesunde Äpfel zu nutzen. Sie könne die Haut nicht öffnen.
  • Kirschen: Ganz junge Blätter, Knospen. Ausgewachsene gesunde Früchte werden gefressen aber nur wenn ihnen jemand die Haut aufbricht, da sie die Haut selbst nicht aufbrechen können.
  • Moosaufwuchs an Betonwand:Dünner moosiger Aufwuchs an einer feuchten Betonmauer ist offenbar so schmackhaft und begehrt, dass die Springsittiche wahre Kletterkunststückchen an der "glatten" Betonmauer vollbringen. Entdeckt hat diese Nahrungsquelle erst ein Springsittich (ein Weibchen). Dann sind nach und nach andere dazugekommen und haben zugeschaut, was diese da treibt, um es dann selbst zu probieren. Inzwischen sind alle davon überzeugt und suchen die glatte Betonwand regelmäßig auf, um davon Moos abzuknabbern. Könnte auch sein, dass ein paar Flechten dabei sind. Moos gibt es eigentlich auch an anderen Stellen in der Voliere z.B. an altem Holz oder zischen dem Gras. Das Moos auf der Betonwand muss aber etwas besonders gewünschtes an sich haben. Da Beton viele Salze enthält die mit der Feuchtigkeit ausgeschwemmt werden, könnte ich mir vorstellen, dass es diese das Moos anreichernde Salze sind, die den Springsittichen diese spezielle Stelle des Moosbewuchses so absolut beliebt machen.
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis): Vor allen die Samenkapseln werden mit sehr großer Begeisterung und Ausdauer genutzt.
  • Fichtensamen: Wenn sie dran kommen.
  • Birke (Betula): Birkkenblätter: Möglicherweise auch gefressen, eindeutig beobachtbar war aber nur der Einsatz in zerschnäbelter matschiger Form zur Gefiederpflege., Knospen, junge Triebe
  • Reife und fast reife Samen des Froschlöffel(Alisma): Diese werden sehr gerne gefressen. Je größer die Samen/Nüsschen in den Samenständen sind je lieber.
  • Blütenstände der Pfefferminzen (Mentha): Ganz gerne.
  • Flügelknöteriche(Fallopia): Blütenstände und Früchte z.B. des Vielblütiger Knöterich, Hecken-Windenknöterich, Schlingknöterich oder Japanknöterich.
  • Ranunkelstrauch(Kerria japonica): Vom Goldrößchenstrauch wird nahezu alles gefressen, Blüten, Blätter, Zweige
  • Papaya (Carica papaya): Vollständige Frucht, aber solange die schwarzen Samen verfügbar sind, lassen sie das Fruchtfleisch links liegen und essen diese Samen





  • Primel (Primula):Die Blüten der Primeln werden mit Begeisterung gegessen. Sobald eine Entdeckt wird, stürzt sich einer der Springsittiche drauf, knipst sie ab und Fliegt damit zum Fressen weg.
  • Fetthenne (Hylotelephium spectabile): Alles von den Blättern bis zu den Blüten.
  • Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia): Die Frücht
  • Essigbaum (Rhus typhina):D ie roten Fruchtstände.
  • Gemeine Taubenkirsche(Prunus padus): Das Fruchtfleisch.
  • Späte Taubenkirsche(Prunus serotina): Das Fruchtfleisch.
  • Heidenelke/Steinnelke (Dianthus deltoides): Alles von den Blättern bis zu den Blüten.
  • Akelei (Aquilegia vulgaris):Es ist vermutlich die Gemeine Akelei. Sie wächst hier überall, an den Waldränder und eben auch bei uns im Garten zwischen Treppenfugen und zwischen Gras eben auch in der Voliere. Die Springsittiche fressen von der Blüte über den Fruchtstand bis zu den Samen alles in unterschiedlichsten Reifezuständen. Sie wird gerne gefressen.
  • Pflanzliche Zersetzungen: Alles Mögliche an sich mehr oder wenig matschig zersetzenden Pflanzenteilen, vor allem in kompostierenden Ecken.
  • Chicorée, Gemeine Wegwarte: Die Samenstände der Chicorée. Die blauen Blüten haben sie bisher nicht gefressen
  • Herbstbunt und -braune Blätter: Wenn im Herbst die Blätter beginnen bunt zu werden, suchen sich die Springsittiche gezielt diese Blätter und Blattstiele von den Sträuchern und Bäumen, obwohl auch reichlich grüne Blätter verfügbar sind. Diese herbstbunt gewordenen Blätter und Blattstiele werden sehr ausgiebig untersucht, beknabbert und gekaut. Sie investieren dann viel ihrer Tagesaktivität, sich diese Blätter zu suchen. Wäre interessant zu wissen, was ihnen diese Blätter geben, was der Grund ist, warum ihre Aufmerksamkeit fast nur noch diesen statt den grünen Blättern gilt.
  • Echte Eisenkraut/Wunschkraut (Verbena officinalis): Blüten- und Samenstände; ein heißbegehrtes Kraut, mit dem man sie immer locken kann. (von allen Sittichen).
  • Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris): Blüten- und Samenstände; wird gerne gegessen und sorgfältig abgeerntet
  • Weißfäule befallenes Holz: Weißfäule wird durch ligninabbauende Pilze im Holz verursacht. Das befallene Holz bekommt eine weißliche Farbe und sieht ein wenig aus, wie die Pilzschicht auf einem Camembert. Die Pilze zersetzen das Lignin des Holzes, um es für den Stoffwechsel nutzbar zu machen. Diese Gemisch aus Pilzen und zersetztem feuchtem Holz fressen die Springsittiche und investieren viel Zeit und Arbeit, um sie aus einem modernden Holz herauszulösen. Ein Video dazu: Weißfäule als Springsittichnahrung






Quelle: Fachpublikationen 17 18 19 Kognitive Entwicklung

Die Annahmen über das Kognitive Verhalten von Papageien bzw. von Vögeln im Allgemeinen waren lange Zeit statt durch Fakten von Varianten des sprichwörtlichen Vorurteils "Spatzenhirn" geprägt, dem man wenig zutraute. Spatzenhirn bezog sich dabei auf die "verachtet" kleine Größe des Vogelgehirns aus der man oberflächlich schloss es könne wegen seiner absoluten geringen Größe nichts leisten. Spätestens aber seit man statt sich auf Vorurteile zu verlassen mal genau ausgezählt hat aus wieviel Neuronen ein Vogelhirn besteht, zeigen sich die Vögel bzgl. dieser Frage der Gruppe der Primaten ebenbürtig20.
Die ersten faktenbasierten Kenntnisse zu den kognitiven Leistungen von Papageien stammten vor allem aus den Arbeiten von Irene Pepperberg mit Graupapageien.
Die zweite Papageienart - und lange Zeit blieb es im Wesentlichen bei diesen zwei Arten - deren kognitive Leistungen Gegenstand ernsthafter Forschung wurden, waren die Springsittiche (Cyanoramphus auriceps).
Mildred Funk nahm sich mit den Springsittichen als erste Forscherin 1996 einer anderen Papageinart als den Graupapageien an und sie blieb wieder lange auch die einzige, die sich mit einer anderen Art als den Graupapageien forschend beschäftigte.
Der Springsittich gehört damit zusammen mit dem Graupapagei zu den "Pionieren" der Forschung über die geistige Leistungsfähigkeit der Papageien. Erst in relativ junger Zeit kamen dann intensive Forschungen an Keas, Kakadus, Aras und anderen in Gang.
Möglicherweise war damals für M. Funk das offensichtlich neugierige und experimentierfreudige Verhalten der Springsittiche der Auslöser, diese Vögel für ihre Forschung zu verwenden. Ihre Forschungen basierte M. Funk auf das für Kinder aufgestellte Modell der kognitiven Entwicklung von J. Piaget.
Getestet wurden die Problemlösefähigkeit nach der Mittel-Zum-Zweck-Theorie, Objektpermanenz und räumliche Fähigkeiten. Die Springsittiche wurden nicht auf die Aufgabenstellungen trainiert, musten also spontan eigenständige individuelle Lösungen finden.
Sie schnitten zur Überraschung bei den meisten Tests ähnlich gut ab, wie unter zweijährige menschliche Kinder, für die die Testreihen eigentlich entwickelt worden waren.
Was wurde gefordert:
  • Objektpermanenz: Fähigkeiten des Suchens von z.B. versteckten Dingen und optisches Verfolgen auch nicht direkt sichtbarer Dinge (Hütchenspiel-Varianten)
  • Mittel-Zum-Zweck: Funktionales Verständnis kausaler Zusammenhänge.
  • Die Entwicklung operationaler Kausalität
  • Räumliche Zusammenhänge









Quelle: Fachpublikationen Maße/Zahlen:

Maße ZlRuß21Finsch2Heutige Angaben14, 22
Gesamtlänge(m) 20,8cm (Torso?) 25cm
Gesamtlänge(w) 23cm
Flügellänge(m) ... 11cm 4?1?- 4?4?= 10.7cm - 11.3cm
Flügellänge(w) 9,4cm ... 3?8?- 4?0?= 9.6cm - 10.5cm
Schwanzfedern(m) ... 11.3cm 3?11?- 4?4?= 10.3cm - 11.3cm(mittlere)
1?11?- 2?2?= 5.0cm - 5.7cm(äußere)
Schwanzfedern(w) 10cm ... 3?10?- 4?0?= 10.0cm - 10.5cm(mittlere)
1?6?- 1?11?= 3.9cm - 5.0cm(äußere)
Gewicht(m) 50g 50g
Gewicht(w) 40g 40g
Flügellänge/Gewicht(m) 0,23= 11.3cm / 50g
Flügellänge/Gewicht(w) 0.26= 10.5cm / 40g
Lebenserwartung in der Wildnis23: 5 Jahre bis 8 Jahre
Gelegegröße 5 bis 9 Eier bzw bis 12 Eier11
Brutdauer 18 bis 22 Tage
Nestlingszeit 5 bis 6 Wochen
Flügglingszeit24 3 Wochen
Gesamtdauer Aufzucht etwa 3 Monate.



Die zur Wahrheit ziehen, ziehen allein. {nach Christian Morgenstern}