Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung





Beobachtung im Teich


Temperatur Teich 1 (OW) Teich 2 (OW) Teich 3 (OW)
Wetter Sonnig, strahlendes SonnenwetterHeiter ph ~6.4 ~6.8 6.8 - 7.2
Tiefenwasser(TW) 17°C ⇒ 17°C KH ~3° 3° - 6°
Oberflächenwasser(OW) 21°C ⇒ 26°C GH 6° - 10° 3° - 6° 6° - 10°
Luft 18°C ⇒ 26°C NO2 <1 <1 <1
NO3 <10 <10 <10
Siehe Teichprotokoll Die Wasserwerte sind vom 01.05.13
Werte im Winter 16.12.12
Ein Beispiel für die Werte in den alten Teichen: 04.09.10







Die Rundschwanzmakropoden-Eier (Macropodus ocellatus) sind wohl geschlüpft

Schon heute morgen um 7:00h beim Ablesen der Temperaturen war von den Eiern von gestern nichts mehr zu sehen.
So dick wie die Eier waren, dürften sie auch bereit gewesen sein.
Bei dem einen Nestplatz, an dem ich gestern das Männchen unerwartet mit auf's Bild bekommen habe, war auch heute Abend selbiges weiter beschäftigt.
Aber diesmal suchend und sammelnd. Und zwischendurch ging es dann etwa 15cm tief und entließ irgendwas unter Kräutern in dieser Tiefe. Meistens hielt er sich heute tiefer im Wasser auf als gestern. Das Ruckartige Suchen und in der Tiefe ausspucken wirkt, als sei er Beschäftigt winzige rumschwimmende Larven umzuplatzieren. Ob sie allerdings wirklich schon frei schwimmen, weiß ich nicht, da ich sie mit bloßem Auge im Teichwasser nicht sehen konnte auch an der Oberfläche, wo das Männchen regelmäßig etwas entdeckte und einsammelte. Könnte also auch sein, dass er die noch hängenden Kommata umplatziert. Der abgesuchte Raum schien mir dafür aber etwas zu groß.

Etwas worüber ich mich auch gefreut habe, entdeckte ich, als ich wieder weggehen wollte. Im Weggehen habe ich im Teich 1 der Rundschwanzmakropoden aus Guangzhou wohl einen dicht am Ufer überrascht. Er sah mich genauso plötzlich wie ich ihn und unsere Reaktion war Spiegelbildlich: Ich blieb sofort wie erstarrt stehen, mit schiefem Hals und der M.ocellatus genauso, mit zu mir gekrümmtem Körper. SO verharrten wir beide als Salzsäulen: Ein prächtiges Tier, groß, vorwiegend rote Schwanzflosse leuchtend helle parallele Bauchflossen und sonst tiefdunkel.
Irgendwann kam er zu dem Schluss, dass er riskieren kann sich zu bewegen: Laaangsaaam bewegt er sich parallelverschiebend zur Wasseroberfläche. Als er nach langer Zeit dort ankommt, nimmt er schnell Luft und schießt auf 30cm Wasertiefe unter den Rand des ins Wasser flutenden Grases, dreht sich dort zu mir um und bleibt so wieder erstarrt mich aus dieser Deckung fixierend stehen, bis ich endlich nach langer Zeit die Geduld verliere. Erkennbar war er dort für mich eigentlich nur durch die sauber parallelen hell weißlich leuchtenden Bauchflossen. Schön und beruhigend, denn die letzte Sichtung der Guangzhous liegt immer soweit zurück, dass ich jedes Mal wieder anfange zu glauben, ich hätte es mit zusammenphantasiert.






'Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist. Es spielt keine Rolle, wie klug du bist. Passt sie nicht zu den experimentellen Ergebnissen/Beobachtungen, dann ist sie falsch!'. {nach Richard Feynman, Nobelpreis für Physik 1965}