Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Sonnig, strahlendes SonnenwetterHeiter
TW: 11°C - 12°C
OW: 11°C - 18°C
Siehe Teichprotokoll

Zwischengeschoben

Heute das erste Bergmolchweibchen im Teich gesehen. Wurde von 2 Männchen belagert.

Macropodus ocellatus

Alle Rundschwanzmakropoden adulte wie juvenile rege unterwegs. Dem Wetter entsprechend.
Nach wie vor nur geselliges Verhalten.

Die Guangzhous in ihrem Teich

Da die Rundschwanzmakropoden aus Bestand/1306 (Mimbon-Import) nun ja auch draußen in einem eigenen Teich leben scheint mir besonders heute ein Unterschied im Verhalten zu den Kupferklan-Tieren (Bestand/633) augenfällig.
Schon beim Kauf und im Winter im Aquarium schienen sie sich erkennbar anders zu verhalten:
1. waren die Mimbon-Tiere viel weniger scheu als die ähnlich alten Kupferklan-Tiere
2. wenn sie doch vor Bewegungen flohen, so sausten die Kupferklaner rasant nach unten auf den Aquarienboden, während die Guangzhou-Tiere sich in Ecken verdrückten aber oben zu blieben schienen.

Heute habe ich bei sonnig warmem Wetter die Guoangzhou-Tiere am Teich beobachtet.
Dazu habe ich mich an den Teich gesetzt und auch hier im Teich gilt:
Die Guangzhou-Tiere sind viel weniger scheu als die Kupferklaner. Bei Kupferklaner hätte ich keine Chance auch nur einen Schwanz zu sehen, wenn ich so frei vor dem Teich säße. Anders aber hier bei den Mimbons: Es dauert zwar einige Zeit aber dann kommen unter den flutenden Pflanzen die Köpfe hervor und verhalte ich mich halbwegs ruhig, so schwimmen sie bald frei umher anfangs ruckartig sichernd dann aber ungezwungener.

Aber was im Teich mir viel auffälliger zu sein scheint ist ihr Fluchtverhalten:
Wenn die Kupferklaner fliehen, dann passiert das in rasantem Tempo mit gradlinigen und im Teich auch oft mit weiten flachen Sprüngen über das Wasser. Wesentlich ist aber, alle Fluchten zielen immer! möglichst schnell nach unten und enden im Schlamm, in Höhlen oder in dichtensten Karutgewirren, wo sie dann für halbe Ewigkeiten bewegungslos verharren.
Kurz ein Kupferklaner flieht bei mir im Teich immer runter zum Gewässergrund in Schlamm- oder sonstiger Deckung.

Ganz anders schien mir das Verhalten der Huangzhou-Rundschwanzmakropoden heute im Teich:
Erstens zeigten sie ein Bewegungsmuster beim Schwimmen, wenn sie unsicher sind, welches ein ruckartig stoßweises Schwimmen ist mit seitlichen ganz kurzen seitlichen Zuckbewegungen (Kopf) und wirkt wie ein nervöse sicherndes Schwimmen.
Zweitens fliehen sie zwar genausao rasant wie die Kupferklaner, aber selbst bei größeren Fluchtstrecken scheinen sie letztlich wie mit einem Gummi an die Wasseroberfläche gebunden: Die Flucht führt 20cm in die Tiefe, dann geradlinig fort, um am Ende aber immer wieder hoch an die Oberfläche unter einer flutenden Pflanze stehend zu enden. Dort verharren sie dann, warten einige Zeit und schieben vorsichtig ihren Kopf unter dem Pflanzenrand hervor.
Nie konnte ich auch nur einen dazu provizieren, zum Boden in Deckung zu fliehen. Das gelingt eigentlich nur, wen man sich vollkommen und dauerhaft unruhig verhält.

Bei den Kupferklanern sieht das ganz anders aus: Die leiseste Bewegung löst eine gradlinige rasante Flucht zu Teichgrund aus.

Ach ja, auch nach längerer Zeit im Teich zeigen die Guangzhou-Macropodus ocellatus die zweigeteilte entspannte Körpergrundfärbung, bei horizontaler Trennung ist die obere Hälfte dunkler Grau und die untere Hälfte helle grau. Eine solche Färbung hat z.B. dann Vorteile, wenn der Fisch normalerweis von unten her durch Räuber bedroht ist wie auch von oben her. Von oben ist klar: z.B. fischfressende Vögel. Von unten her kann er aber nur von größeren Fischräubern bedroht werden, wenn er in nicht zu Flachen Gewässern zu Hause ist. Eine andere Möglichkeit solch eine Färbung zu erklären wäre, dass die Aufhellung in der unteren Hälfte die Schattenbildung bei Beobachtung von oben im Wasser ausgleichen soll, so dass der Fisch von oben beobachtet gleichmäßig grau wirkt und so weniger auffällig ist?!

Guangzhou-Rundschwanzmakropode spielt totes Blatt

Einer der Hungzhou-Tiere hat nach einiger Zeit versucht, meiner Beobachtung zu entgehen, indem er sich ganz langsam nach unten sinken ließ, nis er den Grund berührte. Doch blieb er dan einige Zeit bewegungslos liegen und legte sich dann ganz langsam flach auf die Seite mit leicht vom Boden weggekrümmten Kopf. In dieser Haltung blieb er dann etliche Minuten. Es war ganz klar eine gezielt eingenommene Nachahmung eines verwelkten Blattes am Bodengrund.
Habe versucht Fotos zu machen. Wenn sie was geworden sind werden sie noch ergänzt.




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