Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

So nun ein neuer Versuch mit einem Gästebuch.
Einträge sind willkommen.
Sie erscheinen aber nicht sofort nach dem Eintrag, sondern erst, wenn sie als Nicht-Spam erkannt freigegeben wurden.
Also nicht erschrecken, wenn ihr Eintrag erst nicht erscheint.

Diese Vorgehensweise erspart mir zeitnah immer wieder das Gästebuch nach zu löschendem Spam zu durchsuchen.
Spammer finden das unbefriedigende Ergebnis, dass ihr Eintrag schlicht nie erscheint.

Tschüss
Erich

Kommentare

Macropodus

Hallo Erich!
Sehr informative Seiten. Hat mich sehr beeindruckt - speziell die Karte und Darstellung der Klimazonen.

Habe seit nun schon zwölf Jahren eine regelmäßg reproduzierenden Stamm M. opercularis. Leider keine genaue Info über den Ursprung dieser Tiere.
Seite 2011 wurde auch erfolgreich M. occelatus vermehrt.
Meine Tiere stammen aus drei Quellen
1. mimbon (zwei Tiere aus Weiterstadt) keine Vermehrung aber höchst interessantes Verhalten, Kreuzungsversuch leider gescheitert.
2. von Herrn Seehaus (3,3, Vermehrung ca. 10 Jungtiere im Freilandteich
3. aus einem Gartenteich Nähe Frankenthal/Pfalz (vermutlich DDR-Stamm) (2,4) Brut ca. 40 Jungtiere im Gewächshausteich und Aquarium

Habe allesamt zum überwintern im Keller in Aquarien umgesetzt. Temperatur ca. 10 - 16 Grad

Werde Deine Seiten weiterhin im Auge behalten Smile

Gruß
Karl Ringel

Hallo Karl,freut mich wenn's

Hallo Karl,
freut mich wenn's informativ ist.

Wenn die Mimbon die aus dem letzten Mimbon-Guanghzhou-Import sind, dann würde ich sie nicht kreuzen mit den anderen.
Das wären dann nämlich Wildfänge und vermutlich aus den südlicheren Regionen.

Die von Herrn Seehaus stammen dann wahrscheinlich aus der Korea-Inch'On-Linie.
Du hättest dann zwei Linien, eine aus dem südlichsten und eine aus einem recht nördlichen Verbreitungsgebiet und könntest dann schauen, ob dir Unterschiede z.B. in der Reaktion auf Wintertemperaturen auffallen oder nicht.

Aus einem vermutl. alten DDR-Stamm habe ich übrigens auch etliche. Das sind die, die ich auf meinen Seiten immer Grauklan nenne.

Meine bleiben übrigens immer draußen, werden auch nicht gefüttert oder sonst gezielt gefördert.

Also viel Spaß noch mit den Macropodus ocellatus und mit dem langjährigen Stamm der Macropodus opercularis natürlich auch.

Tschüss
Erich

PS.:
Wenn das kein durchfrierender Freilandteich ist hättest du sie getrost darin lassen können.

Teich

Ein Teich ist eine Bereicherung für jeden Garten aber wenn man mal nicht alles richtig macht, leiden die Fische. Ich habe mich deswegen für einen reinen Pflanzenteich entschieden. Aber Fischteiche sind ein Reiz, wenn ich mal mehr Ahnung habe, lege ich mir vielleicht auch einen zu aber mit einfachen Goldfischen.

Gartenteich Ratgeber

Bei der Bereicherung kann ich nur zustimmen.

Bei der Bereicherung kann ich nur zustimmen.
Aber nicht nur Bereicherung für den Garten (also Gartenbesitzer), sondern wenn man einen "natur"-nahen Teich anlegt und existieren lässt auch für die Tiere in der Gartenumgebung.

MirkoM schrieb:
...nicht alles richtig macht, leiden die Fische. Ich habe mich deswegen für einen reinen Pflanzenteich entschieden.

Nun, auch in einem reinen Pflanzenteich können tierische Lebewesen leiden.
In einem reinen Pflanzenteich als Garten-Accessoire ist sogar die Gefahr, dass der Teichbetreuer Eingriffe vornimmt, die sich zum Leidwesen von tierischen Teichbewohnern auswirken, höher, als wenn er selbst die tierischen Bewohner im Fokus hat.
Das dürfte bei einem dedizierten Pflanzenteich wohl nicht anders sein als bei einem Ziergarten, in dem mit entsprechenden Unkrautvernichtungsmitteln oder "Schädlings"-Vernichtern dafür gesorgt wird, dass die Zierpflanzen auch möglichst makellos und wüchsig erscheinen. Mir fällt da spontan die Empfehlung von Nachbarn ein, die mir vorschlugen Spülmittel in den Teich zu kippen, damit keine Mückenlarven darin leben können.

Die möglicherweise leidenden tierischen Teichbewohner, die in einem reinen Pflanzenteich betroffen sind, sind eben keine Fische, sondern Lurche (Molche, Frösche), Ringelnattern, Insekten mit Wasserstadien, je nach eingesetzten Mitteln evtl. sogar Vögel, die das Wasser trinken usw.

MirkoM schrieb:
Aber Fischteiche sind ein Reiz

Sehe ich natürlich auch so.
Allerdings sind sie für mich nur dann ein Reiz, wenn es nicht in den Gartenboden verlagerte Aquarien sind. Aquarien finde ich mit Glaswänden reizvoller.
Ein Teich degradiert in diesem Sinne aber schnell zu einem Aquarium, wenn der Besatz an tierischen Teichbewohnern - egal ob Fische, Frösche oder sonstwas - zu hoch für die eigenständige Produktivität des Teiches ist, als dass sich diese Bewohner ohne Zugfütterung darin halten können.
Genauso, wenn sie sich nicht halten können, ohne drastische Unterstützungsmaßnahmen durch den Teichpfleger wie Wasserfilter und ähnliches.

Das hängt dann auch weder von der Teichgröße in Fläche oder der Teichtiefe ab, sonder nur - im Beispielfalle Fische - von der Größe der Fische in Relation zur Teichgröße und Gestaltung.
Ein Weiher von 100m X 20m Fläche degradiert genauso zu einem pflegeintensiven Fischstall (nach außen gelagertes Aquarium) wie ein Teichlein von 1m² Fläche, wenn die Fischgröße oder Fischmenge

  • 1. von der ungestützten Teichproduktivität nicht leben kann oder
  • 2. die Stoffwechselendprodukte der Fischmenge von den tierischen, pflanzlichen oder bakteriellen Teichbewohnern nicht mehr umgesetzt werden kann, ohne das Lebensmilieu für z.B. die Fische zu zerstören. Z.B. der Sauerstoffgehalt sinkt zu stark, so dass man Belüftungspumpen/-springbrunnen installieren muss.

MirkoM schrieb:
...wenn ich mal mehr Ahnung habe, lege ich mir vielleicht auch einen zu aber mit einfachen Goldfischen

Vorausgesetzt die von mir präferierten "naturn"-nahen Teiche mit Fischen sind gemeint,
dann ist dazu mehr als ganz viel Ahnung von komplexen Zusammenhängen eine gute Portion Toleranz den ablaufenden Prozessen des Teiches und seiner Bewohner gegenüber hilfreich, denke ich.
Hier gilt dann einfach: Weniger ist mehr. Weniger Wohzimmersauberkeit, weniger Aufgeräumtheit ...

Goldfische sind auch nicht einfacher oder schwieriger in dieser Beziehung als z.B. die bei mir vorhanden Rundschwanzmakropoden.
Goldfische sind eher in Relation zu diesen schwieriger, weil sie ein Vielfaches größer werden. Damit wird ein Teich in meinem obigen Sinne mit Goldfischen um ein Vielfaches größer sein müssen, als die bei mir vorhanden 14m² bzw. 42m² gesamt. Rundschwanzmakropoden werden um 7cm groß. In solchen Teichen wie bei mir können davon eigenständige Minipopulationen leben. Mit Goldfischen wäre das undenkbar. Die Ernährung dieser kleinen Fische ist denkbar einfach: Sie ernähren sich vollständig eigenständig aus der natürlichen Produktivität der Teiche, genauso übrigens wie die darin lebenden adulten und juvenilen Molche.

(Ab jetzt meine ich im Text mit Gartenteich einen Gartenteich als Lebensraum nicht als Fischstall)
Für einen Gartenteich in eher normaler Größe - also nicht wesentlich größer als meine, um dieses Normal genauer zu machen Wink -
sind kleinbleibende winterharte Fische wie die von mir gehaltenen Rundschwanzmakropoden (Macropodus ocellatus) immer einfacher als Goldfische. Goldfische werden viel zu groß.
Sollen noch andere Lebewesen darin eine Chance haben, muss der Teich mit sehr engen, reichhaltigen Strukturen vor allem auch in Flachwasserzonen gestaltet sein. Und da (junge) Molche z.B. sich bei "normalen" Gartenteichen bestimmt auch in den "tiefen" Zonen aufhalten, sollten auch dort geeignete engere Strukturen nicht fehlen.

Wenn der Teich als Lebensraumbereicherung im Garten dienen soll und nicht als reiner Zierteich wie eine Skulptur,
muss man sich auch damit anfreunden, dass glasklares Wasser vor allem bei schöner Frühjahrs oder Sommersonne ungehindert auf den Teich,
also "wohnzimmersauberes" Wasser nichts anderes bedeutet als der Wüstenzustand eines Gewässers.
Je saubere und klarer das Wasser, je weniger Nährstoffe, je tot.

Leben braucht Nahrung, also organisch "belastetes" Wasser. Aufräum- und Säuberungsaktionen sollten sich also in einem solchen Teich in Grenzen halten und tun dies auch.
Füttern der Teichbewohner überhöht den Besatz über das eigentliche Maß der Produktivität eines Teiches hinaus, im Extremfall bis zum sogenannten Umkippen, also dem Austausch der Teichbewohner von sauerstoffliebenden auf weniger Sauertsoff liebende Bewohner. Umkippen tun Teiche meist nicht wegen der Fische, wie man oft liest, sondern wegen der Menschen, die den Teich füttern.

Kurz:
Mit großen Fischen wie den Goldfischen wird er Teich vermutlich zum Außenaquarium mit dem dazu gehörenden Aufwand.
Mit angemessenen kleinen Fischen wie bei mir die Rundschwanzmakropoden oder Moderlieschen, neustachelige Stichlinge
mit angemessen reichhaltiger Strukturierung durch Totholz, Wasserpflanzen Bodenbelag und ohne Zufütterung oder steril sauber haltenden Pflegemaßnahmen,
wird der Teich noch andere interessante Mitbewohner bekommen können (z.B. bei mir Molche, Kröten, Groß- und Kleinlibellen, Unterschiedliche Egel, Schnecken, Gelbrandkäfer ...)
und so eine Lebensraumbereicherung des Gartens werden, nicht nur eine abstrakte Zierde.

Schöne Grüße




Wer am Ruder ist, reißt selten das Steuer herum. {Gerhard Uhlenbruck}