Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Sonnig, strahlendes Sonnenwetter
TW: 18°C - 21°C
OW: 16°C - 24°C
Siehe Teichprotokoll

Heute Abend 18:00h ca. ~2.5 Tage nach Ablaichende

Das Männchen ist so gut wie nicht zu sehen. Einmal ist seine Schwanzflosse am Topfeingang erkennbar und einmal, als sich das Topweibchen vorne an der Uferseite den Mschelblumen vo dem Topf nähert gab es ein Blitzartiges Geschoss, das darunter bis zum Muschelblumenrand schoss un dort in gleichem Tempo wieder zurückwendete. Wirklich zu erkennen war das Geschoss wegen der Geschwindigkeit nicht, eben nur eine blitzartige Bewegung. Das Weibchen drehte genauso blitzschnell um und entfernte sich auch 20cm vom Muschelblumenrand, mehr nicht.
Das ware alles was heute vom Topfmännchen bemerkbar war.

Das Topfweibchen durchstreift dafür andauernd den engeren Brutrevierbereich, also auch direkt am Topf, nur eben die 30cm * 30cm vor dem Topfeingang unter den Muschelblumen nicht. Ansonsten war es mehrmals beim verteidigen des Brutreviers zu beobachten mit ziemlich hohem Geschwindigkeitseinsatz. sie ist mit deutlicher Aufmerksamkeit bei ihrem Aufgabe und bewacht nicht mehr so sehr den großen äußeren Bereich bis 2m sondern den unmittelbaren Bereich um den Topf herum so bis 1m und ist dabei sehr aggressiv aber vorwiegend gegen andere Rundschwanzmakropoden. Was nicht Macropodus ocellatus ist wird von ihr eigentlich nicht wirklich beachtet.

Heutige Besonderheit

Einmal steht das Topfweibchen rechts so 50cm weg vom Topf als sich ihm von hinten unbemerkt ein anderes Weibchen bis auf 10cm nähert. Als das Topfweibchen es bemerkt, dreht es sich sofort um und beide stehen halb versetzt sich anschauend nebeneinander, keines der Weibchen spreizt flossen oder dei Kiemendeckel. Das fremde Weibchen steht ruhig und wie abwartend während das Topfweibchen mit leicht auf das andere zugebogenem Topf mit hoher Körperspannung zu stehen scheint. Das Besondere dabei - ich konnte es aus der Vogelperspektive mit Fernglas wie aus der Nähe betrachten - wie es die Brustflossen bewegte. Während das fremde Weibchen mit den Brustflossen die normalen Wellenbewegungen durchführte vibrierten die Brustflossen des Topfweibchens in extrem hoher Frequens und mit ganz geringem Ausschlag. Es sah aus wie ein extrem hochfrequentes Zittern der Brustflossen. So standen sie eine längere Zeit sich versetzt gegenüber als das Topfweibchen plötzlich wie mit Katapult losschoss und das fremde Weibchen in drei wasseraufwirbelnden Schleifen aus dem Brutrevier verjagte.
Dieses extrem hochfrequente kleinamplitudige Wellen der Brustflossen habe ich bei Macropodus ocellatus zum erstenmal gesehen.




'Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist. Es spielt keine Rolle, wie klug du bist. Passt sie nicht zu den experimentellen Ergebnissen/Beobachtungen, dann ist sie falsch!'. {nach Richard Feynman, Nobelpreis für Physik 1965}