MOc: 28.03.10 Eipflege nach einem Tag

Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Aquarium

Aquarium Bestand/623
Zeit: 12:00h
WT: 23°C
GH: siehe MOc: 27.03.10 Ablaichen

Aufteilung
In zwei Abteile aufgeteiltes Aquarium: links A-Abteil, rechts B-Abteil
Gesamtoberfläche: 100cm * 50cm
Ganz links: Filterschwamm
Mitte: Abteiltrennwand aus Filterschwamm oben an der Frontschweibe mit dem einzigen schmalen Durchgang.
Besatz: 2.2 Macropodus ocellatus,das Pärchen aus den zwei größeren Tieren ist das A-Abteil-Pärchen, die zwei kleinere Tiere sind das B-Abteil-Pärchen.
Die Tiere sind alle über Körperform oder Grundfärbung gut individuell unterscheidbar. So unterscheidet sich das A-Weibchen in Nichtimponierfärbung von B-Weibchen deutlich durch viele sommersprossenartig über den Körper verteilten rußig dunklen unregelmäßigen Flecken.
Der Boden ist flächendeckend dicht mit einer 25cm-30cm hohen Krautdecke bewachsen. Dorthin ziehen sich die Weibchen meist vor den Männchen zurück.





Heute 12:00h also ca. 18h (in der Nacht Sommerzeitumstellung) nach dem Ende des Ablaichens gestern vollzieht sich die Eipflege nach wie vor in gemächlich ruhigen Bahnen.
Die Eisammlung wurde inzwischen von der linken Seite des Valisnerienblattes auf dessen rechte Seite verlagert, wo sie nicht mehr so gut einsehbar sind.
Sie liegen damit jetzt zwischen kleinen Schwimmfplanzenblättchen und sind für mich schwer erkennbar.
Das Männchen sammelt weiterhin in der Umgebung einzelne verdriftende Eier ohne Eile ein und transportiert sie zurück ins Zentrum.
Wenn er sie ausspuckt rieseln sie einzeln aus dem Maul nach oben. In 50° der Fälle werden bei einer etwas größeren gesammelten Menge die Eier in zwei Portionen nacheinander aus dem Maul entlassen.
Die driftenden Eier sind vereinzelt. Entlassen aus dem Maul konnte ich bisher auch nur einzel herausrieselnde Eier sehen. Das Bild entspricht dem herausrieseln beim Ablaichen selbst.

Gestern hatte er die Eier im Nest bis zum Dunkelwerden nie angerührt.
Heute ist zu beobachten, dass er auch schonmal in die Eiersammlung selbst hineingreift.
Zweimal entließ er dabei Eier die in einer geschätzten Menge von 7 Eiern verklumpt waren. Allerdings sah es so aus, als habe er sie schon so verklumpt aus der Nestsammlung aufgenommen, denn nach dem Aufnehmen war das Maul nicht ganz geschlossen und es schaute eine weißliche Menge hervor.
Daraufhin habe ich versucht die Eier in der Nestsammlung genauer zu erkennen und es schien mir so, dass sie dort, zwar nicht sehr kompakt sondern eher lagig an einer Schwimmpflanzenwurzel miteinander verbunden hingen?! Ich bin mir aber nicht sicher, weil sie für mich schwer von den Sauerstoffbläschen, die die Pflanzen erzeugen und rumglitzern zu unterscheiden sind. Von dem Männchen stammen diese Blasen übrigens nicht! Es sind schlicht Assimilationsblasen der Wasserpflanzen, die überall sich verhängen, ewig bestehen bleiben um von dem insbesondere von dem Moos aber auch von den bodendeckenden Pflanzen erzeugt werden.

Ein nicht gut gelungener Versuch die Eisammlung am neue Ort abzuilden. Man erkennt leider nicht viel.
Ein einzelnes driftendes Ei. Es wird bald entdeckt werden und zurück in die Sammlung gebracht
Wieder verdriftende Eier. Das ist die eher gemütlich betriebene Haupttätigkeit des Männchens. Solche in der Umgebung aufzufinden und wieder zurück zu bringen.
Das Männchen hat ein einzelnes Ei unter einem Blatt entdeckt. Es wird es mit in die Sammlung zurück bringen.
Ein etwas besserer Versuch die einen Tag alte Eisammlung abzubilden.
Die milchig grautrübe Masse ist ewtas besser zu erkennen. Mit freiem Auge habe ich den Eindruck, als seien die einelnen Eier evtl miteinander verklebt.

Kommentare

22h Nach Ablaichende

Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung
Knapp 14:00h (Sommerzeitumstellung in der Nacht!)
Das Männchen ist nicht mehr zu entdecken.
Es hat sich irgendwo ins Moospolster zurückgezogen nur daran erkennbar, dass, wenn das Weibchen kommt es in der Nähe des Moospolsters deutlich zeigt, dass dort das Männchen ist. Das Wibchen zieht sich dann von dort gleich wieder zurück.

Es sind am Ablagenestplatz für mich keine Eiansammlungen mehr erkennbar. Nur noch vereinzelt in der Umgebung driftende Eier.

Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter
Möglicherweise ist jetzt der Klumpen gebildet und es hat sich mit diesem an eine anderen Platz zurückgezogen. Da es nicht mehr auftaucht, könnte es jetzt mit intensiver Pflege dieses Eiklumpens beschäftgt sein?!

15:00h, 23h nach Ablaichende

Es hat sich definitiv etwas am Verhalten des Männchens geändert.
Es erscheint so gut wie nicht mehr sichtbar auf der Bildfäche.

Und auch das Weibchen dokumentiert im Verhalten diese Änderung:
Es schwimmt jetzt im A-Abteil in allen Wasserschichten ziemlich ruhig umher. Kein Männchen erscheint, um es wieder nach unten zu treiben.
Nur wenn der Weg des Weibchens in den hinteren Bereich links an das Moospolster heranführt, bleibt es kurz stehen - es bemerkt offensichtlich das Männchen - kehrt um und schwimmt eine andere Strecke. Aber das Männchen kommt nicht raus, um es zu vertreiben!

Um 17:00h
hat sich das Bild nicht wesentlich geändert.
Das Männchen hat seinen Aktionsradius auf ca 20cm*20cm hinten links in der nicht einsehbaren Moosecke begrenzt.
Zwischendurch kam es nochmal zum alten Nestplatz und hat dort ziemlich nachdrücklich die flutenden Pflanzen verschiebend die restlichen driftenden Eier eingesammelt und mitgenommen.
Sonst kann ich leider nicht mehr sehen, was es zur Zeit treibt oder in welchem Zustand sich die Eisammlung am neuen Platz befindet.
Ab und an wackelt's in den Pflanzen und zeigt Aktivität des Männchens an.
Das Einzige, was ich sicher sagen kann ist, dass sich das Männchen jetzt absolut stark in diesem kleine Bereich gebunden fühlt?!

Das Weibchen selbst hält sich wie gesagt relativ unbelästigt im A-Abteil auf. Für driftende Eier zeigt es keinerlei Interesse.
Einige Male schwammen vor ihm winzig kleine glasige Larven - wohl von der letzten Brut - 'rum. Aber auch die ignorierte es wie nicht vorhanden.
Dafür aber gab's heftigen Spektakel, als vor einer halben Stunde das B-Weibchen sich ins A-Abteil aufgemacht hatte. Erst konnte es recht unbehelligt - vom Männchen - herumschwimmen. Als es aber ins Sichtfeld des A-Weibchens, welches sich gerade im Moospolster aufhielt, kam, gab's richtig Terror! Kein Vorwarnen, wie dies das Männchen eigentlich immer macht, sondern unmittelbar und rasant schoss es auf das B-Weibchen los und dieses genauso schnell weg. So ging's in einigen S-Kurven und rasantem Tempo im A-Abteil rauf, runter links quer bis das B-Weibchen endlich durch den Ausgang wieder in B-Abteil verschwunden war.




Wo Menschen angebetet werden, ist es gut, sich zu entfernen. {Günther Weisenborn}