Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Sonnig, strahlendes Sonnenwetter
TW: 20°C -22°C
OW: 20°C - 29°C
Siehe Teichprotokoll

Inzwischen balzt es in Teich 2 unter den Rundschwanzmakropode (Macropodus ocellatus) nicht mehr nur beim Topfmännchen. Es sieht nun ganz danach aus als werde links am Lavendel wenigstens noch ein weiteres Männchen (Kupferklan) ein revier etablieren. Es wirbt heftig zieht nicht mehr rum, ist also standorttreu geworden und das Topfmännchen treibt nie mehr über die Topfgrenze nach links hinaus.
Damit hat sich die Frage vom 8.7.10 im zu erwartenden Bereich geklärt:
Ursache war wohl doch die weiträumige Übersichtlichkeit des Teiches 2 und es hat, nachdem die Fadenalgenknäuel diese reduziert haben, nur ein paar Tage gedauert bis sich die im Teich 2 hausenden Nachrückmännchen darauf eingestellt hatten. Heute sind jedenfalls Andeutungen von zwei bis 3 Revieren zu erkennen.
Besonders das Lavendelmoos-Männchen wirbt heftig jedes Weibchen schön schwanzunten an.

Man sieht jetzt eigentlich immer irgendwo Rundschwanzmakropoden. Die Alleinherrschaft des Topfpaares im Teich 2 ist damit wohl gebrochen.

Das Beste: Junge Macropodus ocellatus sind vorhanden!

Das Besondere heute ist aber:
Heute ist ein Tag der Jungfische!
Ich habe mich mal etwas länger an Teich 1 rumgetrieben und

  • auf einmal sehe ich im dunkel schattigen Wasser 1cm lange Leuchtstäbschen schwimmen. Die Kardinälchen (Tanichthys albonubes) haben einige Junge durchzukriegen. Während ich diesen beim Leuchten zu sehe, schwimmt unten in tiefen Wasser der riesige dreistachelige Stichling Futtersuchen entlang. Für die kleine Leuchtstäbchen oben im Wasser, die ihm eigentlich gut ins Maul passen würden hat er kein Auge.
    Danach gehe ich zur anderen Teichseite dort wo der Kanal in diesen Teich 1 mündet, um zu sehen ob ich da was finde. Diese Ecke ist ziemlich verwachsen mit Binsen, irgendeinem niedrig wachsenden "Wasser"gras, Wasserpfefferminze und ...
  • und was findet sich dort?
    Junge Macropodus ocellatus schwimmen rum. Es scheinen nicht nur vereinzelte zu sein, denn man muss sich nicht anstrengen sie zu finden, nur irgendwo zwischen die Grashalme schauen und bald sieht man einen Winzling Party !
    Damit ist jetzt also alles abgesichert: Die Rundschwanzmakropoden haben nicht nur gelaicht, sondern haben auch geschafft genügend Larven in eine Größe zu bringen für die keine nennenswerte Gefahr mehr besteht.
    Und damit nicht genug, von einer anderen Position aus den Teich 1 beobachtend entdecke ich noch eine 1cm großen M.ocellatus, der dort im freien Wasser steht, sich regelmäßig in S-Form krümmt und zustößt, kurz nach Futter jagt.

    Damit steht also fest, die Makropoden haben bereits von mehreren Bruten Jungtiere durchgebracht!
    Na, dann kann ich mich den Rest des Jahres ohne unruhig gespannte Hoffnung auf Nachwuchs mit dem beobachten beschäftigen.
    Das Ziel, die Macropodus ocellatus als selbsterhaltende Kleinpopulation im Teich anzusiedeln ist damit erreicht und gesichert.
    Das Beobachten damit jetzt entspannter Wink.

    Bilder von heute:

    Und hier nun einige Bilder dazu, natürlich auch von den M.ocellatus-Larven ...

    Macropodus ocellatus-Larven im Teich 1. Noch winzig aber schon groß genug,
    dass sie nicht mehr wirklich in akuter Gefahr sind, weil in der Größe ihre Reaktionsweisen in Fluchtsituationen doch schon recht gezielt waren.
    Und das ist eine ca. 2cm lange junge Großlibellenlarve, die sich in einigen Zentimetern Abstand von den Larven aufhält.
    Und wieder einige M.ocellatus-Winzlinge
    Hier nun ein schon größerer Ocellatus-Nachwuchs. Ich schätze ihn auf so 7mm bis 1cm SL. Und er belegt,
    sie haben schon vor längerem im Teich erfolgreich Bruten hochgebracht Smile
    Hier ist der ältere Jungfisch noch am Besten zu erkennen
    Hier nun ein Ausschnitt aus Teich 1. Oben links ist der Platz, wo die jungen M.ocellatus fotografiert wurden,
    unten im Vordergrund links über dem tiefen freien Wasser schwammen die Leuchtstäbchen (Kardinälchen) rum
    Damit's nicht zu langweilig wird einige Mitbewohner Wink. Das ist eine Kleinlibelle, die ich noch nie vernünftig ablichten konnte.
    Es sieht immer so aus. Vorne und hinten leuchtendes blau, in der Mitte ist es ganz dunkle schwarz oder so.
    Eine andere Kleinlibellenart. Es gab dieses Jahr haufenweise Großlibellenlarven im Teich. Ein Großteil ist bereist Geschlüpft,
    was man an den immer mehr rumhängenden leeren Hüllen sieht, eine habe ich sogar beim Erstflug erwischt.
    Erstaunlicherweise ist sie aber einfach senkrecht hoch und weg, keine einzige der geschlüpften Großlibellen treibt sich bisher am Teich rum?!
    Und hier ein Gelbrandkäfer beim Luftschöpfen, auch ein freiwilliger Mitbewohner, der dafür sorgt,
    dass es den Makropoden nicht zu langweilig wird.
    Einer der Wasserfrösche
    Und hier obige Libelle doch noch ein wenig besser erwischt. Nach diesem Bild müsste es die Große Pechlibelle (Ischnura elegans) sein.




  • Der Hexenwahn vom 15. bs zum 17. Jahrhundert war keine Ausgeburt des finsteren Mittelalters, war keine kollektieve Manie, es war stattdessen eine von Gelehrten! kräftig propagierte Theorie.