Quelle: Fachpublikationen

Zeitformen und ihre Bedeutung

Die Zeitformen werden mittel ~i~,~a~,~o~ in den Verb- und Aktiv- und Passivendungen erzeugt.

Direkte einfache [[esperanto|Zeitformen]] und ihre Bedeutung

Ich werde gehen
Mi irisIch gingEinfache zeitliche Einordnung, Vollendung oder Verlauf sind unspezifiziert
Mi irasIch gehe
Mi iros

Komplexe Aspekte über den Zustand der Aktivität im der Zeitverlauf und ihre Bedeutung

Die Spekte der Zeitformen werden in Esperanto immer mit nur einem Hilfsverb, nämlich "est~" gebildet. Dies ist ähnlich wie in Englisch, wo nur das Hilfsverb "have" verwendet wird, aber anders als im Deutschen, welches je nach Verb entweder "ist" oder "haben" verwenden muss. In Zukunft noch künftig aber unmittelbar bevorstehend
Mi estisirinta Ich war gegangen Das Ereignis wurde in der Vergangenheit bereits beendet/abgeschlossen. Es war also in der Vergangeit schon vergangen: Vorvergangenheit
irantaIch war am gehen/Ich war gehendPassiert soeben in der Vergangenheit, ist nicht abgeschlossen; Vergangenheitsverlaufsform
<=> Mi iris.
irontaIch war gerade im Begriff zu gegen.Ein in der Verganheit noch nicht geschehens; in der Verganheit noch künftig.
Mi estasirintaIch bin gegangenIn der Gegenwart abgelaufen und bereits vollendet; vollendete Gegenwart
iranta== Mi iras
Ich bin am gehen, ich bin gehend. Gegenwartsverlaufsform
irontaIch bin im Begriff zu gehenNoch künfitig aber in der Gegenwart unmittelbar bevorstehend
Mi estosirintaIch werde gegangen sein.Vollendete Zukunft
irantaIch werde am Gehen sein, ich werde gehend seinZukunftsverlaufsform
ironta Ich werde gehen werden, ich werde im Begriff sein zu gehen

Beispiiel

Mi estis irinta ol li estis iranta. Nun estas irinta. Ich war gegangen, als er noch am Gehen war. Nun ist er gegangen.



Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist. -Oft lehrt man auch Wahrheit und Irrtum zugleich und hält sich an letzteren. {Johann Wolfgang von Goethe}