Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit des 'Wissenschaftlichen Konsenses'. {frei nach Richard Feynman}
- blaue Form -
Auffällig sind die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen:
Männchen
sind - vor allem in kühlerem Wasser - scheu und eilen schnell in Verstecke sobald sie einen bemerken.
Nur außerhalb der Brutstimmung lässt dies ein wenig nach oder wenn sie in Brutstimmung grade darauf konzentriert sind ein Weibchen in 5m Entfernung abzuholen bzw. ein fremdes Weibchen oder Männchen nachdrücklich in den zweiten Teich zu verbannen.
Weibchen
sind, egal ob in Brutstimmung oder nicht, kaum bis wenig scheu, dafür aber immer neugierig.
Wenn ich ein Weibchen mal wieder aus der Nähe beobachten wollte, brauchte ich nur am Teichrand im flachen Wasser zu hantieren beginnen mit ein wenige Aufwirbeln von Ablagerungen. Es dauerte nie lange, dann fand sich ein M.opercularis-Weibchen ein und inspizierte auf 3cm Abstand zu den Fingern, was ich denn dort anstelle und ob da evtl. etwas Fressbares bei aufgescheucht würde. Dort wo meine Finger scheinbar am Boden suchten, suchten dann auch diese immer sehr genau und schnappten ab und an mal testweise in den Mulm, manchmal von Erfolg gekrönt, etwas Essbares gefunden zu haben.
Männchen und Führungsschwimmen:
Irgendwo glaube ich mal gelesen zu haben, dass die Gattung Macropodus kein Führungsschwimmen des Weibchens durch das Männchen zum Nest kennt.
Ich habe aber im Teich immer wieder beobachten können, dass das Männchen aus seinem Nestbereich/Revierzentrum plötzlich zielstrebig loszog - teilweise strecken von 10m quer durch die Teichlänge und den Kanal - mit dem offensichtlichen Ziel das Weibchen aufzusuchen - er fand es immer, wenn ich ihn dabei beobachten konnte -.
Traf er dann auf sein Weibchen blieb er öfter vor ihm stehen, zappelte mit den ausgezogenen Flossenspitzen der unpaaren Flossen (das sah dann immer so aus wie bei einer indischen Tänzerin, die mit ihren Finger im Tanz flirrt) und drehte dann komplett um und schwamm zügig, ab und zu stockend und sich umsehend, zurück in den Nestbereich! Das Weibchen folgte dabei immer genauso zügig dem Männchen auf einem halben bie einen Meter Abstand bis zum Ziel! Es gab bei der Begegnung dabei nie irgendwie aggressiv anmutende Handlungen nur immer "höfliches" beiderseitiges Gestikulieren.
Wie ich überhaup zwischen dem Brutpaar im Teich so gut wie nie aggresive Handlungen beobachten konnte.
Solche beschränkten sich immer auf fremde Weibchen und Männchen aber auch dort meist nur, wenn der oder die Fremde trotz Austauschens allgemeiner Hier-bin-ich-zu-Hause und Ja-ich-weiß-schon-du-bist-hier-zu-Hause Gestiken trotzdem glaubte das echt zu haben in den Nahbereich des Reviers einzuschwimmen. Dann wird es aber sehr schnell handgreiflich.
Einmal konnte ich beobachten, wie der Verfolgte vor dem revierverteidigenden Männchen mit einem plötzlichen gewaltigen flachen Satz aus dem Wasser sprang über einen darin liegenden leicht aus dem Wasser schauenden Blumentopf und einer Entfernung von nahezu 1m, um in einen dort befindlichen Schilfgürtel in Deckung zu gehen. Das war beeindruckend!.
Auch sonst stellen sie sich in einem Teich mit genügend Platz als elegante virtuose Schwimmer dar, die bei der "Revierdiskussion" typischerweise plötzliche extrem schnelle Schwimmschüsse über strecken von 1m und mehr vollführen. Man kann dabei kaum mit den Augen folgen.
Aggresives Verhalten:
Öfter konnte ich sehen, dass sie direkte frontale vorschießende Angriffe vorher ankündigen durch frontal auf das Ziel ausgerichtetes seitliches langsames Umkippen/Flachlegen. Kurz darauf schießt derjenige dann geraduzu auf den bedrohten zu, wenn dieser vorher nicht eindeutig klar gemacht hat, dass er schleunigst verschwinden will.
Verteidigung des Nestbereiches:
Ich konnte sehen, wie beide sowohl Männchen wie Weibchen den Nestbereich verteidigten.
Das Weibchen konnte ich sogar dabei beobachten, wie es sogar Rückenschwimmer vorsichtig verscheuchte 02.07.09!
Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit des 'Wissenschaftlichen Konsenses'. {frei nach Richard Feynman}