Macropodus opercularis (Gabelschwanzmakropode)

Quelle: Fachpublikationen

Der Gabelschwanzmakropode bzw. Paradiesfisch (Macropodus opercularis) ist ein aus dem subtropischen bis tropischen Ostasien stammender luftatmender Fisch aus der Gruppe der Labyrinthfische und der Unterfamilie der Macropodusinae. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mittelchina über Südchina inkl. der vorgelagerten Inseln Taiwan und Hainan bis nach Nordvietnam mit der zentralvietnamesischen Gebirgskette am 16. Breitengrad als geologische Grenze. Das südlichste Vorkommen in Vietnam soll das Delta des Dai-Giang-Flusses in der Provinz Quangbinh sein1 (17° nörd. Breite). Die ersten Tiere, die 1869 lebend nach Europa importiert wurden, stammten aus Ningbo in der Region um Hangzhou, also aus dem nördlichen Teil des Verbreitungsgebietes.

Das nördliche Verbreitungsgebiet überschneidet sich mit dem südlichen Verbreitungsgebiet des Macropodus ocellatus. Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter Die ungefähre Grenze zwischen beide biol. Arten soll bei Chung Jiang liegen wobei beide Arten sich die selben Habitate in der Profinz Zhe Jiang teilen2. Bewegt man sich in dieser Profinz nach Norden, nimmt die Häufigkeit von M. ocellatus zu und die von M. opercularis ab und umgekehrt. Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter

Merkmale

Die Gabelschwanzmakropoden zeichen sich neben langgestreckten und ausgezogenen Rücken- und Afterflossen, was sie mit vielen Labyrinthfischen gemeinsam haben, durch eine zweilappige gabelförmige Schwanzflosse mit, vor allem beim Männchen, deutlich in zwei Zipfeln ausgezogenen äußeren Flossenstrahlen aus. Auf einer braun-baigen Grundfarbe, die einen grünen Stich enthalten kann befinden sich 6 bis 11 rote senkrechte Streifen. Auf Kopf und Nacken befinden sich variable Muster dunkler Flecken. Die Zwischenräume zwischen den roten Streifen werden je nach Stimmung des Tieres von heller Grundfärbung bis zu dunkel irrisierendem Grün bis Türkis präsentiert. Die helleren Töne werden dabei meist von Weibchen und nicht dominanten Männchen gezeigt. Auch zeigen Tiere in kühlerem Wasser meiste hellere Farben als in wärmerem Wasser. Auf den Kiemendeckeln befindet sich je ein Augenfleck. In Balzstimmung zeigen die Männchen von der unteren Kopfhälfte bis in die Brustregion eine dunkelgrauen bis mattschwarzen überzug während Weibchen bis ins lehmgelbe aufhellen. Bei den Weibchen treten die Senkrechtstreifen dabei stark zurück während stattdessen zwei dunkle Längsstreifen beideits der Rückenlinie erscheinen.

Morphologische Charakteristik (Wildtiere)

SL[cm] TL[cm] (inkl. Zipfel) Flossenstrahlen Sonstiges
Adultes Männchen: 5<~5.6<6.7 Adultes Männchen: 7.2<~9.<10.4 Dorsal: 11(17)Hart, 5(10)Weich Höhe/SL[%]: 32<~38<44
Adultes Weibchen: 4.1<~4.7<5.6 Adultes Weibchen: 5.7<~6.7<8.4 Anal: 16(22)Hart, 9(15)Weich Höhe/SL[%]: 34<~38<44
Kaudal: 15[14,16]

Physikalisch chemische Toleranzen

Ideal:15°C - 25°C
Toleriert:10°C - 30°C
Kritisch:5°C - 9°C bzw. ?32°C - ?°C je nach Populationsherkunft
pH:tolerant
dGH:
Maximaler Salzgehalt:? bei ?°C
Makropode

Pärchen
der blauen Form im Teich

Macropodus opercularis

Sommerteichnachwuchs

Macropodus opercularis

Weibchen
der roten Form in Teich

Macropodus opercularis

Makropode

Ordnungsgruppe: Stachelflosser
Reihe: Barschförmige
Ordnung: Labyrinthici
Unterordnung: Kletterfische
Familie: (Groß-)Guramis
Unterfamilie: Macropodusinae
Gattung: Makropoden
Art(Taxon): Paradiesfisch
Macropodus opercularis
Linnaeus, 1758

Relationen Verhalten/Wassertemperaturen aus Teichhaltungsbeobachtungen Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung

Subtropsiche, NICHT winterharte Art
ACHTUNG:
Die hier gezeigten Werte sagen nichts! über die Dauer aus, die der Fisch diesen Temperaturen ausgesetzt war.
Macropodus opercularis ist KEIN winterharter Fisch - wie scheint's öfter mal angenommen wird -!
Winterhart bedeutet nicht nur die Fähigkeit eine kühlere Wassertemperatur für kurze Zeit (einen oder wenige Tage) zu verkraften, sondern diese für Wochen überstehen zu können. M.opercularis kann auf Grund seiner Verbreitung bis hin zur nördlichsten Grenze des subtropischen China zwar kurze Kälteeinbrüche verkraften, wie man auch an den Werten aus dem Teichprotokoll ja sieht, aber er würde nach meiner Überzeugung keinen Winter in einem winterlich kalten Teich überstehen. Er ist eine subtropische bis tropische Art! Man sollte sie aus dem Teich fangen, sobald die Mindesttemperaturen dauerhaft den Bereich von 10°C bis 15°C (je nach Stamm) zu unterschreiten drohen.


Vitalität und Wassertemperatur:
Sleeps:
bei mittl. Temp:10°11°12°13°14°15°16°17°18°19°20°21°22°23°
Vitality{0..9}, n=147: 3v4v4v4v4v6v 6v6v6v6v6v7v7v7v7v8v8v
bei min. Temp:10°11°12°13°14°15°16°17°18°19°20°21°22°
Vitality{0..9}: 3v3v5v4v4v5v6v6v6v6v6v6v7v7v7v7v7v7v8v
bei mittl. Temp:10°11°12°13°14°15°16°17°18°19°20°21°22°23°
Vitality{0..9}: 3v3v4v5v4v5v7v6v6v6v6v6v6v7v7v7v7v7v8v
bei max. Temp:10°11°12°13°14°15°16°17°18°19°20°21°22°23°

Namen für Gabelschwanzmakropoden

Wissenschaftliche nicht mehr gültige Namen:

  • Labrus opercularis, Linnaeus, 1758
  • Chaetodon chinensis, Bloch, 1790
  • Macropodus chinensis, (Bloch, 1790)
  • Macropodus viridiauratus, Lacepède, 1801
  • Macropodus venustus, Cuvier, 1831
  • Macropodus ctenopsoides, Brind, 1915
  • Macropodus filamentosus, Oshima, 1919
  • Polyacanthus opercularis, Linnaeus (gefunden in Australian Museum Journal 1905)

    Umgangssprachliche / Alltagssprachliche Namen:

  • Japan: Taiwan-kingyo, チョウセンブナ
  • China: 黑斗鱼, 叉尾鬥魚, 盖斑斗鱼, 蓋斑鬥魚(Taiwan), Tsung gok dau ue
  • Korea: 버들붕어 (lt. Google: "Willow Karpfen")
  • Deutschland: Gabelschwanzmakropoden, Paradiesfisch, Macropode, Großflosser,




  • Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Erde verändern. {Afrikanisches Sprichwort}