Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu. {Sprichwort inhaltlich tradiert wenigstens seit dem 7. Jahrhundert vor Chr. von China bis Griechenland}
Trennt sich ein Genpool in zwei auf, das heißt es besteht ein zumindest reduzierter Genfluss zwischen ihnen,
so kommt es zwangsläufig zur Auseinanderentwicklung beider Populationen.
Daran wirken z.B. folgende Effekte mit:
Quergedanke: Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Allele, die einige Zeit neutral auf die Kopierrate des Gens wirkten, dies für immer tun müssten. Irgendwann mag durch die Wechselwirkung mit anderen Genen die bisher neutral wirkende Allel-Sequenz einen Fittnesseffekt erhalten und so die stille Ecke der Neutralität verlassen.
Genauso bedeutet diese Neutralität natürlich nicht, dass das Gen selbst grundsätzlich keine selektiv wirkende Funktion hätte. Es bedeutet nur, dass in der jeweiligen Generation die (neu mutierten) Allele selektiv gleichwertig zu anderen Allelen des Gens im Genpool sind.
Auf diese Weise dürften also r-Strategen in den Phasen nach Populationszusammenbrüchen, den Phasen des exponentiellen Wachstums sehr schnell wieder einen hohen Allelreichtum aufbauen. Bei ausreichend schnell vordringender Frontwelle dürfte die Kleinheit der wirkenden Frontpopulation den Drifteffekten sogar über nicht zu starke Selektionseffekte dominieren lassen. Das dürfte die Möglichkeit eröffnen in solchen Phasen sehr schnell zu diversifizieren ⇒ Phasen auffällig schneller Evolution könnten so getrieben werden.
Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu. {Sprichwort inhaltlich tradiert wenigstens seit dem 7. Jahrhundert vor Chr. von China bis Griechenland}
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