Channa sp. aff. gachua "Dwarf Assam"(id1775)

Bestand seit (Halter ist der oben genannte Originalautor): 
09.09.2011
Anzahl: 
1.0
Nachzuchtgeneration: 
0
Herkunft
Herkunftsart: 
Nachzucht
Herkunftshaltungsbedingungen: 
Lt. Auskunft (n_schacht[igl]): - Genaue Herkunft unbekannt - bzw. Futterhaus Raisdorf - - Die Elterntiere dieser 4 sollen Wildfänge gewesen sein. - Die 4 Ausgangstiere dieses Bestandes stammen somit aus der F1 von Wildfängen - sollen aus Assam stammen (ob nur Marketing oder real unklar) "Gehalten wurden sie auf 112 l, mit der channatypischen Einrichtung, bei Zimmertemperatur. bzw. im Winter bei bis zu 17° runter. Dann werden sie aber recht inaktiv. Wasserwerte sind durchschnittlich, Fressen tun sie alles inklusive Trockenfutter. Sind vom Verhalten - wenn sich einmal ein Paar gebildet hat - relativ aggressiv. Auch untereinander kommt es nach dem Brüten zu schönsten Keilereien. Als die Jungen da waren musste ich nach 3 Wochen den Vater entfernen weil "Mutti" Mordgelüste hegte. Trotz pflanzenbedingter maximal 5 cm Sichtweite. Die Tiere sind alle gleich alt." Als Futter erhielten sie: "Alles - gelegentlich auch Lebendfutter, aber hauptsächlich Frost- und Trockenfutter."
Haltungsbedingungen
Haltung: 
Aquarium
Überwinterung: 
Kühl: unter 18°C
Ernährung: 
Fütterung, vorwiegend Lebendfutter
Brutansatz: 
Nur Haltung
Selektion: 
./.
Auflösung
Aufgelöst: 
ja
Die Tiere werden nun bei mir in einem unbeheizten Aquarium-Setup gehalten. Das Setup besteht aus 3 Aquarien die über kommunizierende Röhren mit von Gabelschwanzmakropoden gut durchschwimmbarem Durchmesser verbunden sind. Damit dürften sie auch von diesen Channa als Wege zwischen den Aquarien nutzbar sein. Das rechte Aq. besitzt hinten als Querseite einen Mattenfilter. Das Wasser wird hinter der Matte abgesaugt und im äußerst links stehenden Becken wieder abgegeben. Über die kommunizierenden Röhren fließt es dann jeweils die ganzen Längen der Aquarien durchfließend zurück in das rechte. Das rechte Aquarium ist als Bodengrund mit Lehmbrocken ausgestattet und mit etlichen aus flacheren Natursteinen(Garten) sowie zerbrochenen Tontopfscherben (Grate an Steinen stumpf gerieben) gebauten Höhlen ausgestattet. Zusätzlich wurden wegen der neuen Bewohner noch 3 Handvoll (lockere) brauner abgefallener Blätter aus dem Garten zugefügt. Die Zugabe von welken Blättern sind alle drei Aquarien "gewöhnt". Das mittlere Becken ist das Hellste. 1. weil es keine Welken Blätter in großer Menge als Zugabe besitzt - noch nicht von den C. gachua "angefordert" und 2. weil es die beste Beleuchtungsausstattung hat. Von der Helligkeit als nächstes kommt dann das ganz links und zum Schluss das rechte. Beide mittleren Becken enthalten Kies als Bodengrund. Alle 2 Aquarien laufen schon seit langer Zeit mit unterschiedlichen Insassen wobei folgende Bewohner bisher eine Konstante darstellen: Turmdeckelschnecken, große und mittlere Schlammschnecken, Posthornschnecken, die kleinen Blasenschnecken, Plattwürmer (Planarien) - eine dunkle Variante? - einige wenige Egel (Art kenn' ich nicht) und last but not least Wasserasseln, die ich immer und überall versuche in den Aquarien zu erhalten. Da ich Tubifex immer mal wieder füttere, indem ich sie auf dem Bodengrund entlasse, dürften auch je nach Appetit der Mitbewohner davon immer welche im Bodengrund existieren. Alle 3 Becken enthielten bis zum Einsatz der C. gachua jedenfalls relativ leicht auffindbare Tubifex-Wedler. Pflanzen: Riesenvallisnerie, Javafarn, noch so 'ne robuste niedrig wachsende, Hornkraut , Wasserlinsen, momentan noch die Muschelblumenspende, die netterweise mit den Fischen gekommen ist - weiß nicht, wie lange diese die nicht üppige Beleuchtung mitmachen, sonst geh'n sie halt in den Teich zu den anderen dort. Aber diese Zusammensetzung wird nicht aktiv erhalten, sie ändert sich je nach Wachstumslaune der Pflanzen und was ich dann wieder hineinpacke. Die 4 Channa aff. gachua "Assam" wurden in das rechte Aquarium entlassen. Die Hoffnung besteht, dass sie die Verbindungsröhren als Wegesystem zwischen den Becken erlernen bis sie geschlechtsreif werden und Paare bilden. Da nach schon während er Erkundungsphase nach nicht allzu langer Zeit zweien das Rohr aufgefallen ist und dann gezielt von innen bis zum Bogen oben besucht wurde scheint die Hoffnung bisher berechtigt zu sein. Im ersten Kommentareintrag unten finden sich die Bilder aus der Fotosession nach dem Auspacken. Sofort nach dem Auspacken und während der Beobachtung dabei fiel mir auf: Diese Fische gönnen auf ihren Brustflossen richtig gehen/schreiten, siehe dazu den 1. Beobachtungseintrag: CGaa: 09.09.11 -Brustflossenschreiter. Weiter Beobachtungen nach dem Einsetzen ins Becken unter: CGaa: 09.09.11




Das verwendete Prinzip zur Kopplung mehrerer Aquarien

Bild: Von Fischen durchschwimmbare Aquarienkopplung
Von Fischen durchschwimmbare Aquarienkopplung
(c)Bild: Erich Willems
?
Das Prinzip ist absolut fexibel. Man kann auf diese Weise Aquarien unterschiedlichster Größe zu einem Lebensraum verbinden, solange sie in der Hochstellung so angeglichen sind, wie es der gemeinsame Wasserspiegel verlangt. Prinzipiell könnte man mit dem Rohrdurchmesser auch größere Arten auf bestimmte Bereiche beschränken und den kleinsten den gesamten Raum verfügbar machen - immer vorausgesetzt, es sind Arten, die bereit sind solche dunklen Rohre zu durchschwimmen - wobei man das natürlich auch mit durchsichtigeren Rohren in Griff kriegen könnte -. Für eine Wasserbewegung wird mit Hilfe einer regulierbaren Luftpumpe gesorgt. Damit wird kleinlebewesenfreundlich - werden nicht in einem Flügelwerk geschreddert - Wasser an einem Ende der Aquarienkette auf Ablaufniveau gehoben und fließt dann dem leichten Gefälle folgend zum anderen Ende der Aquarienkette. Mit Hilfe einer regulierbaren Luftmenge kann man die Hebewirkung optimieren. Das große Kopplungsrohr vorne oben muss natürlich vollständig mit Wasser gefüllt sein, wenn man es einhängt, sonst ist nichts mit Verbindung Wink. Ich fülle es vorher einfach, zieh über beide Seiten Plastiktüten um es beim Drehen dicht zu halten, hänge es rein und nehme dann unter Wasser die Plastiktüten wieder weg. Könnte man nat. auch professioneller machen, indem man oben einen verschließbaren Ansaugstutzen einarbeite, die Rohre einhängt über diesen Stutzen dann das Wasser hoch ins Rohr saugt und dann den Stutzen dicht macht. Die Rohre sollten selbstv. so tief ins Wasser reichen, dass bei den normalen Wasserwechseln sie immer noch mit den Enden ins Wasser reichen. Sonst muss man bei jedem regulären Wasserwechsel, die Rohre neu füllen Sad. Wie gesagt, man könnte so viele Meter Aquarienlebensraumstrecke erzeugen mit dem zusätzlichen Vorteil, in jedem Segment - z. b. für Beobachtungsexperimente - leicht unterschiedliche Einrichtungs-, Temperatur- und Fischgesellschaftsbedingungen herstellen zu können.

Kommentare

Die ersten Bilder

Als Adulte bekommen sie eine rot-blaue Kehlzeichnung.

ca. 6.5cm SL; Kopflänge/SL ~26%
ca. 5.5cm SL; Kopflänge/SL ~30%
Und hier, das Wunder! Ein nummerierte Fisch. Er ist daher der einzige, welcher spontan einen Namen bekommen hat: "Duo".
Duo ist außerdem der größte von allen
Das ist auch Duo. Hinten zeigt er Verwachsungen/Verdickungen. Möglicherweise von einem früheren Biss schlecht verwachsen?
Nach dem Einsetzen ins rechte Aquarium. Lichtverhältnisse sind für die Digicam leider schlecht.

Maulbrüter ...

Der Gachua-Komplex stellt Maulbrüter im männlichen Geschlecht.
Aber es kommt zumindest bei einer Gachua-Art vor, dass die Weibchen überzählige Eier selbst ins Maul nehmen, sich also am Brutgeschäft direkt beteiligen.

Was soll der Name C aff. gachua "Assam" ausdrücken...

Die Kürzel cf. und aff. in taxonomischen Artnamen sind Abkürzungen aus dem Lateinischen:
"cf." steht für "cōnferre" was den Bedeutungskomplex "vergleichbar","zusammentragen" bzw. "zusammenbringen" umfasst.
"aff." steht für "affinis" was den Bedeutungskomplex "benachbart, "angrenzend", "verwandt", "verschwägert" umfasst.

"cf." wird dort verwendet, wo man Ausdrücken möchte, dass die Population zwar in den Merkmalen von der zitierten Abweicht, aber nicht so stark, dass man von einer getrennten Art ausgeht, sondern vermutet, dass es wahrscheinlich eine Form der zitierten Art ist.
"aff." wird verwendet, wenn die bezeichnete Population zwar charakteristische Merkmale der zitierten Art aufweist, der Bezeichnende aber davon ausgeht, dass es zwar eine verwandte aber eigenständige Art ist:

  • Channa cf. gachua "Assam" würde ausdrücken, es ist wahrscheinlich eine abweichende Form der Art C. gachua mit gewisser Ähnlichkeit zur informellen [Fundort-]Form"Assam".
  • Channa sp. aff. gachua "Assam" hingegen soll ausdrücken, dass diese Population zwar Merkmale der Art Channa gachua aufweist, man aber davon ausgeht, dass es nicht die selbe Art, sondern eine ähnliche bisher unbeschrieben eigenständige Art ist.

    Diejenigen also, die die Fische dieses Bestandes Channa sp. aff. gachua "Assam" genannt haben, wollten also ausdrücken, dass sie glaubt eine iegenständige Art mit gewisser Ähnlichkeit zu Channa gachua "Assam" vorliegen zu haben. Möglicherweise eine eigenständige Art aus dem gachua-Artenkomplex.




    Am Beispiel des für die Linie dieses Bestandes verwendeten Bezeichnung:
    Channa sp. aff. gachua "Dwarf Assam"
    Eine unbeschrieben Channa-Art (sp.)
    die nicht identisch mit der Art Channa gachua Hamilton, 1822 ist
    aber vermutlich zur Artengruppe bzw. zum Artenkomplex Channa gachua gehört (aff. gachua)
    sich durch auffälliges Kleinbleiben hervorhebt und aus Assam stammt (informeller Bezeichnungsteil "Dwarf Assam" ).

    Die Tiere dieser Population liegen bei einer Adultgröße um 10cm bis 11cm.



    Es wäre übrigens falsch zu schreiben
    Channa gachua assam "dwarf",
    da der 3. teil des namens ohne ".." bedeuten würde, es wäre der offizielle Name einer beschrieben Unterart der Art Ch. gachua.
    Es wäre auch falsch zu schreiben
    Ch. gachua dwarf aus dem gleichen Grund: Es gibt keine offiziell beschriebene Unterart dwarf.
    Ch. gachua "Dwarf" wäre auch falsch,
    denn die Tiere gehören höchstwahrscheinlich nicht zur Art Channa gachua Hamilton, 1822, sie sind wahrscheinlich nicht nur eine (informell markierte) Variation dieser Art. Sie sind wahrscheinlich eine eigen Art aus dem Gachua-Komplex und bisher eben offiziell unbeschrieben.
  • Zugehörig zur Artengruppe Gachua

    Laut einem Beitrag in http://board.raubsalmler.de/viewtopic.php?f=18&p=147797#p147788

    "...handelt es sich nach Informationen von Ralf Britz, und seinen Kolleginnen und Kollegen zweifelsfrei um eine Channa gachua - Variante aus Nordindien.!/

    Channa aff.cachua assam

    Hallo Erich,ich bekomme in 1ner Woche auch 5 St.Juvenile 4-5cm von dieser Art...Werde Sie in einem dicht bepflanzten 160L(100x40x40 cm)Becken halten,muß sagen die sind ja echt süß Deine kleinen!Wie groß sind die mittlerweile?Ev.kannst Du mir ja einige pics zukommen lassen,wo man Sie als Erwachsene sieht!?!Danke und mfg.Günther

    Bilder

    Hallo Günther,

    der den ich in den Notizen "Duo" nenne ist nicht wesentlich größer geworden.
    Ich bin 2011 auf 2012 umgezogen und während dieses Durcheinanders mussten wir zusätzlich plötzlich aus privaten Gründen weg. In Folge dieser unglücklichen Umstände habe ich 3 verloren und nur Duo ist noch übrig. ICh habe also nur noch einen seitdem - wie der Bestand oben ja auch ausweist - und das ist das Männchen Duo.

    Die Bilder sind alle auf dieser Seite:
    http://erabo.de/aqua/
    http://erabo.de/aqua/

    Wenn sich aus deinen 5 ein Paar gefunden hat und du die restlichen 3 loswerden musst,
    würde ich sie dir gerne abnehmen,
    kannst mir ja über das Kontaktformular 'ne Mail schicken:
    Kontaktformular

    Wo hast du denn deine Tiere her?

    Schönen Abend und viel Freude an den Gachuas
    Erich

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