Polygenic Sex Determination System in Zebrafish

TitelPolygenic Sex Determination System in Zebrafish
MedientypJournal Article
Jahr der Veröffentlichung2012
AutorenLiew, W. C., R. Bartfai, Z. Lim, R. Sreenivasan, and K. R. Siegfried
ZweitautorenOrban, L.
JournalPLoS ONE
Volume7
Problem4
Veröffentlichungsdatum04/2012
Zusammenfassung
  • Hintergrund
    Obwohl der Zebrabärbling (Danio rerio) als Modellorganismus in der Forschung verwendet wird ist der Mechanismus der Geschlechtsdetermination dieser Fischart nach wie vor unbekannt.
    Die meisten zytogenetischen Untersuchungen konnten kein dual-chromosomal-genetisches System (DCSD) feststellen, obwohl das Genom dieser Fischart nahezu vollständig sequenziert ist. Aktuelle Publikationen legen nahe, das innerhalb des natürlichen Varianzbereiches, Umweltfaktoren nur minimalen Einfluss auf da Geschlechterverhältnis der Zebrabärblinge haben. Hauptziel dieser Studie ist, mehr über die wirkenden SD-Mechanismen in der Art Danio rerio herauszufinden.
  • Methode:
    In klassischen Vermehrungsexperimenten wurde festgestellt, dass das Geschlechterverhältnis zwischen Zuchtlinien eine weiten Bereich von 4.8% Männchen bis 97.3% beträgt. Gleichzeitig zeigten wiederholte Vermehrungsexperimente mit individuellen Paaren ein sehr stabiles Geschlechterverhältnis, was darauf hindeutet, dass der Genotyp der Elterntiere die Rate beeinflusst. Auch konnte die Variabilität der Rate zwischen den Linien reduziert werden, indem man eine Selektion für entweder vorwiegend männlich oder weibliche Nachkommen betrieb. Auch diese ist ein Indiz, dass der Genotyp bei Zebrabärblingen die Geschlechterverteilung reguliert.
    In zusätzliche Untersuchungen mit gentechnischen Methoden gelang es nicht universelle, geschlechts-assoziierte Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Genomen zu identifizieren.
    All dies zusammen macht es unwahrscheinlich, dass Danio rerio ein chromosomales System zur Geschlechtsdetermination verwendet.
  • Schlussfolgerung:
    In der Gesamtschau der Ergebnisse deutet diese Studie darauf hin, dass beim Zebrabärbling das Geschlecht genetisch bestimmt wird mit begrenzten nachrangigen Einflüssen durch Umweltfaktoren.
    Da keine Indizien gefunden werden konnten für ein Sytem mit spezialisierten Geschlechtschromosomen liegt die Vermutung nahe, dass Zebrabärblinge ein polygenetisches Determinationssystem(PgSD) verwirklichen.
  • URLe34397
    DOI10.1371/journal.pone.0034397



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