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Fische und Schlafen

Quelle: Fachpublikationen
FAQ: 
ja

Es gibt Fischarten die schlafen können wie auch Fischarten, die einen speziellen schlafartigen Ruhezustand nicht benötigen/kennen.

Der Schlafzustand ist nicht abhängig von verschließbaren Augen!
Es gibt bei "nahezu allen Tieren eine Form von Schlaf....Sogar Würmer verfallen nach jüngsten Erkenntnisses in einen schlafähnlichen Zustand."1
Modellorganismen zur Untersuchung des Schlafes sind z.B. Taufliege (Drosophila), Zebrabärbling, Fadenwurm (Caenorhabditis elegans), Maus.
In den Lethargus-Phasen(Schlaf) reagiert der schlafende Organismus unempfindlicher auf äußere Reize. Nach Schlafentzug fällt der betroffene Organismus schneller in eine Art Erholungsschlaf.
Der Schlaf (die Lethargus-Phasen) dient wahrscheinlich der ungestörten Reorganisation und Regeneration des Nervensystems.
Inzwischen wurden bereits einige am Schlaf beteiligte Gene identifiziert, die vom Fadenwurm bis zu den Säugetieren mit dem Menschen kaum verändert wurden. Der zum Schlaf gehörige Signalmechanismus scheint evolutiv über verschieden Tiergruppen hinweg konserviert zu sein!
Es scheint als würden im Wachzustand die Energieressourcen zur Aufrechterhaltung neuronaler Aktivität genutzt, während diese im Schlaf für die Herstellung molekularer Komponenten für die Nervernzellen verwendet werden als Vorbereitung auf das kommende Tagesgeschäft.2

Was sind Indizien dafür, ob eine bestimmte Fischart, ein bestimmter Fisch schläft?3

Solche Indizien sind

  • Herabgesetzte Reaktionsfähigkeit
    - wenn sie nicht mit spezifischen Tätigkeiten oder äußeren Ursachen erklärt werden können, wie Angst, Beutefixieren, ..., Krankheit -:
  • Unerwartet langes Verharren am gleichen Ort
  • Ungewöhnlicher Farbwechsel während des Verharrens - wie "[spezielle] Tarnfärbung", "Verblassen,..." -
  • Ungewöhnliche Körperhaltung während des Verharrens - wie "auf der Seite liegen","gebogene Haltung",... -
  • Verlangsamte Kiemendeckelbewegung - Bsp. Goldfisch: 175/min=>40/min
  • Lethargie/Trägheit
  • Besonders dicht gedrängtes Verharren

    Verhaltensbiologische Indikatoren4

  • Erhöhte sensorische Erregungsschwelle währed Ruhepahse (Herabgesetzte Reaktionsfähigkeit)
  • Timing der Ruhephase steht in fester Phasenbeziehung zur Aktivität des PERIOD-Gens
  • Ruhephasen sind reversible
  • Tiefer Schlaf nach Schlafentzug
  • Schnelles Einschlafen nach Schlafentzug
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