Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich 2

HeiterSonnig, strahlendes Sonnenwetter
TW: 18°C -21°C
OW: 18°C - 27°C
Siehe Teichprotokoll

Heute Abend (18:00h) ca. 64h nach Ende des Ablaichens treibt sich das Weibchen immer noch in der äußeren Umgebung des Ablaichplatzes rum. Beim Vertreiben anderer Fische konnte ich es nicht beobachten aber beim Annähern an den Ablaichplatz. Das Männchen vertrieb es sofort.

Das Männchen hält sich am Ableichplatz auf und überwacht weiterhin einen rund 50cm Radius Nestumkreis.
Es aktiver als gestern indem es nicht mehr so lange unterhalb des Seerosenblattes ruhig steht.
Stattdessen steht es nur relativ kurze Zeit und inspiziert dann in einem Radius von so um 20cm krautige und Aufwuchsecken. Inspizieren meint, es schimmt nicht irgednwie daran rum sondern schaut sich konzentriert irgendwelche Algen oder Kräuter aus der Nähe an (Maul berührt die Aufwüchse). Was er genau macht lässt sich aber wegen der großen Entfernung nicht wirklich erkennen. Ab und zu sieht man, das er mit dem Maul irgend etwas aufnimmt. Nach den Inspektionstouren schwimmt er immer auf ziemlich direktem Wege (radial) zum Seerosenblatt zurück. Es könnte sein, dass er Brut einsammelt? wie das A-Männchen es im Aquarium gemacht hat?!

So 21:00h nochmals nachgeschaut, was das Männchen so treibt:
Es war während der Viertelstunde nicht mehr damit beschäftigt, die krautigen Aufwüchse zu inspizieren.
Es pendelte jetzt im Wesentlichen zwischen dem Seerosenblatt und dem Wurzelgeflecht einer kleinen Muschelblume, die so zwischen 10cm und 15cm entfernt flutet hin und her. Es verschwindet eine Zeit unter dem Seerosenblatt, schwimmt dann zu dem Wurzelgeflecht, "steckt" an ein oder zwei Stellen den Kopf hinein und kehrt wieder zurück zum Seerosenblatt. So in etwa ging es die ganze Beobachtungsviertelstunde bis auf sehr wenige Ausnahmen, wo auch andere krautige Stellen in der Nähe inspiziert wurden. Es wirkt etwa so wie als das A-Männchen im Aquarium die frei schwimmenden Larven gesammelt und an einem krautigen Platz wieder ausgespuckt hatte. Leider kann ich nicht sehen, ob das Kupfermännchen tatsächlich Larven hat und aufsammelt, um sie umzuplatzieren. Heute Abend sind seit Ableichende ca 3.5 Tage vergangen, es könnte also sein, dass schon Larven freischwimmen, wenn das Männchen in der Lage war, seine Brut bis jetzt zu erhalten.




Der Hexenwahn vom 15. bs zum 17. Jahrhundert war keine Ausgeburt des finsteren Mittelalters, war keine kollektieve Manie, es war stattdessen eine von Gelehrten! kräftig propagierte Theorie.