Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

böig Grau bedecktLeichter Regen
TW: 4°C - 4°C
OW: 6°C - 6°C
Teichanlage 70% eisfrei:
T1 hat nun auch rundum einen breiteren Randstreifen eisfrei, wenn auch zentral immer noch die Eisplatte sitzt.
Obige OW-Temperatur stellt die wärmste verfügfbare Stelle im Teich dar (T2)!
Teich 1 (T1) weist in der Oberflächenwasserschicht (OW) bedingt durch die zentrale Eisplatte 2.5 °C auf in den Bereichen die der Eisplatte am fernsten sind.
Siehe Teichprotokoll

Vormittags nur juvenile aktiv zu sehen

Heute ist das Wetter grau und mit Windböen, die insbesondere im Teich 2, welcher zu diesen längs ausgerichtet ist und keine beruhigende zentrale Eisplatte wie T1 hat, für eine ordentliche Oberflächenwasserströmung und -kräuselung sorgen.
In dieser Strömung lassen sich einzelne juvenile (+/- 2cmSL-Größe) die quer zur Strömung stehen zügig verdriften, bis sie dann ihr wieder zwischen Pflanzen oder nach unten in die Tiefe ausweichen. Eingige Blattpartikel driften dabei zusätzlich im tieferen Wasser den juvenilen "entgegen". So konnte ich die geschwindigkeit der Wasserumwälung durch diese leichten böen erkenne, welche doch für so eine kleinen Teich beachtlich ist. Zusätzlich sah ich so auf welcher Tiefe es wieder zurückströmt: So in ca. 15cm bis 20cm Tiefe strömt es wieder zurück. Die Schichtung trennt also den unteren 4°C Bereich von dem sich umwälzenden 5°C Oberflächenwasser in diesem Teich gut ab.
Das ist auch ungefähr die Tiefe (so 20cm), in die sich die Juvenilen vor dem Verdriften nach unten zurückziehen.

Was war aber heute bzgl. der Aktivität der Rundschwanzmakropoden los:
Entsprechend dem grauen, ungemütlich windigen Wetter zeigt sich das Bild bzgl. der adulten am Vormittag nicht anders, als es auch im Sommer wäre: Sie sind abgetaucht, unsichtbar, wahrscheinlich also irgendwo verankert schlafend.
Und damit ist das Aktivitätsbild jetzt im Winter, bei eisfreiem Wasser, also bei normalen Lichtverhältnissen im Wasser und Wassertemperaturen im Bereich von 3°C bis 6°C gestern und heute genauso, wie ich es im Sommer bei entsprechenden Wetterverhältnissen (Heiter, Grau bedeckt, böig) aber deutlich höheren Wassertemperaturen von Macropodus ocellatus auch erwartet hätte: Brechen Sonnenstrahlen durch, kommen auch die adulten schnell zum Vorschein; keine direkten Sonnenstrahlen und ungemütliches Wetter, dann verschwinden die adulten prompt in der Versenkung.

  • Im T2, dem vollständig eisfreien zeigt sich am Vormittag das Bild wie folgt:
    Adulte keine zu sehen, Vereinzelt sind juvenile aktiv zu sehen - siehe oben im Text.
    Der T2 ist von den Windböen gekräuselt.
  • Im T1, mit zenraler Eisplatte aber heute einem briteren Randstreifen ohne Eis udn wenig windgekräuselt flüchten vor mir egal wo ich hingehe immer mehrere juvenile der rund 2cm SL-Größe kaulquppenmäßig (Schlängelnd, schwanzgetrieben) von der Oberfläche weg ins tiefere Wasser. Das Oberflächenwasser ist an den eEisplattenentferntesten Bereichen in dem Moment gemessen 2.5°C kalt! und trotzdem ist es regelrecht voll mit quappig sich bewegenden juvenilen, die es in tieferen Schichten mit 4"C deutlich wärmer hätten. Scheint ihen aber egal zu sein.
    Warum sind in T1 jetzt so vile juvenile unterwegs wie gestern in T2?
    Möglicherweise, weil in T2 die windgetriebene Strömung sie nach unten vertreibt oder evtl. weil heute der erste Tag ist, wo T1 großflächig wegen des zurückgegangenen Eises wieder dem tageslicht zugänglich ist. für dei im T1 überwinternden M.ocellatus mag dieser Unterschied von dämmerigem Licht unter Eis gestern zu Tageslicht heute so wirken wie im T2 gestern die Sonnenstrahlen?!.



  • Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu. {Sprichwort inhaltlich tradiert wenigstens seit dem 7. Jahrhundert vor Chr. von China bis Griechenland}