Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich 2

Sonnig, strahlendes SonnenwetterLeichter Regen
TW: 17°C - 18°C
OW: 16°C - 22°C
Siehe Teichprotokoll

Heute Abend ist der Topf wieder bewohnt.
Das adulte Kupferpärchen ist wieder anwesend.
Sonst ziehen auch leicht zu finden überall halbwüchsige aus dem Grauklan rum. Nicht mehr wie gestern in der Tiefe an den Schattenrändern gedrückt, sondern oben entspannt und auch im freien Wasser.
Ansonsten wirkt aber eigentlich alles recht schläfrig. Die Adulten sind gemütlich unterwegs kein gespreize nichts was auch nur andeutungsweise als Balzstimmung oder sowas interpretierbar wäre. Einzig, dass sich beide Männchen wie Weibchen häufig in den Topf begeben.
Ein ruhiger Abend aber alle wieder da.

Bisher auffällige Unterschiede zwischen Macropodus ocellatus und Macropodus opercularis

Klimaanpassung:
Wie gestern bereits bemerkt ist der Unterschied bei heißem Sonnenstrahlung bisher deutlich:

  • M.oercularis: Wurde letztes Jahr im Teich immer fideler, gespannter aufgedreht lebendiger je heißer und gleißender die Sonne auf den Teich schien.
  • M.ocellatus: Hingegen hat sich bei gleißender Sonne gestern vollkommen in Luft aufgelöst. Bzgl. der Adulten wirkte er wie ausgestorben.

    Aggression:
    Zwischen Männchen:
    Die M.ooercularis letztes Jahr duldeten andere Männchen absolut und radikal nicht im Teich 2. Kam ein anderes Männchen dem Revierzentrum zu nahe, so dass es gesehen wurde gab's nach kurzem Spreizen sofort radikale, schnelle Angriffe bei den das Männchen unnachgiebig durch den gesamten Teich 2 verfolgt wurde bis es sich entweder erfolgreich verstecken konnte oder durch den Kanal in den Teich 1 floh. Die Verfolgung ging manchmal bis fast in den Teich 1 (10m). Zwischen den Männchen gab es kein dulden.

    Die M.ocellatus hingegen kömpfen zwischen den Männchen vorwiegend rituell mit Spreizen, Flossenschlagen es kommt auch schonmal zu frontalen Angriffen, die aber sofort beendet sind wie meist die gesamte Aggression, wenn sich das unterlegene abwedendet oder so 1m weit geflohen ist. Genauso kommt es aber auch vor, dass die Männchen auf rein rituelle spreizende Weise miteinander umgehen und sich weiterhin in Sichtentfernung dulden auch scheint es vollkommen nicht aggressive Wege zu geben, ein lästiges Männchen weit genug weg zu bekommen (Weglocken). Insgesamt geht es bei den M.ocellatus sehr deutlich aggressionsloser zwischen den Männchen zu als bei den Opercularis.

    Zwischen Weibchen:
    Bei M.operculris im Teich waren die Weibchen nicht minder radikal, meist sogar radikaler, weil weniger rituell einleitend. Das Revierweibchen duldete kein anders Weibchen in Sichtweite. Sah es diese, ging es recht schnell zum vertreiben über, wenn auch meist nicht so weit verfolgend wie die Männchen untereinander. Drang ein anderes Weibchen in die Nähe des Männchens vor, und wurde vom zugehörigen Weibchen erwischt, so gab's richtig Zoff. Dann wurde das Männchen mit aufmerksam und es ging zu zweit hinter das fremde Weibchen her mit den entsprechenden Folgen für die Verfolgungsweite. Kurz ein Opercularispaar beanspruchte sehr nachdrücklich und unnachgiebig den gesamten Teich 2.

    Auch hier gilt bei M.ocellatus bisher ein deutlich niedrigerer Aggresionslevel oft schwimmen sie sogar in 1.5m Abstand vom Topf in einer 2er- oder 3er-Gruppe rum.

    Insgesamt ist die Aggression zischen den M.ocellatus im Teich weit geringer als zwischen M.opercularis.

    Einige Bilder zum den Jüngsten aus dem Aquariumnachwuchs

    Das garue A-Pärchen hatte ja im Aquarium einige Bruten hintereinander gebracht, von denen die älteren jetzt ja im Teich sind.
    Die jüngsten, also die so 1cm damals hatten, hatte ich ja im Aquarium gelassen.
    Sie haben sich inzwischen natürlich weiterentwickelt, sind gößer geworden.
    Hie nun einige Bilder zu diesem Grauklan-Nachwuchs:

    Hier ein Tier, welches die Fischgrätenzeichnung auf dem Foto ahnen lässt
    Das Tier im Vordergrund ist sehr hell, während das im Hintergrund Fischgrätenzeichnung zeigt. Ich habe ja den Verdacht, dass die Jung-Ocellatus, die häufig ein Fischgrätenmuster zeigen, die sind, die sich später zu Männchen entpuppen.



  • Der Hexenwahn vom 15. bs zum 17. Jahrhundert war keine Ausgeburt des finsteren Mittelalters, war keine kollektieve Manie, es war stattdessen eine von Gelehrten! kräftig propagierte Theorie.