Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit des 'Wissenschaftlichen Konsenses'. {frei nach Richard Feynman}
windig 
TW: 3°C - 4°C
OW: 5°C - 6°C
Teichanlage 50% eisfrei: T1 noch nahezu vollständig unter einer Eisplatte, T2 vollständig eisfrei sowie auch der Kanal zwischen T1 und T2.
Siehe Teichprotokoll
Gestern war die Teichanlage zwar dünner aber noch vollständig mit Eis abgedeckt.
Über Nacht nun ist diese Abdeckung soweit eingeschmolzen, dass der etwas windgeschütztere Teich2 heute Morgen vollständig Eisfrei ist wie auch der Verbindungskanal zum Teich 1. Teich 1 ist weiterhin, bis auf die schmalen Randbereiche am Ufer unter einer massiven Eisplatte, auf der oben so 2cm Wasser steht.
Das Wasser ab ca. 15cm Tiefe ist 3°C, während im eisfreien Teich2 und Kanal direkt in der Oberflächenschicht 5°C herrschen.
Außer den üblichen neunstacheligen Stichlingen sind
heute zwischen 11:00h und 12:00h mehrere juvenile Rundschwanzmakropoden im Teich aktiv!
Die Größen der aktiven Tiere bewegen sich zwischen knapp unter 2cm SL bis 2.5cm SL. Auch der am 22.12.10 unter dem Eis gesichtete Jungfisch mit der "angebissenen" Schwanzflosse war unterwegs. Während die Stichlinge bevorzugt in Grüppchen umherstreifen, durchziehen die heute gesichteten Jungfische, obwohl genügend von mir gleichzeitig gesehen werden können, den Teich als Einzeltiere. Ihre Bewegung ist in diesem kalten Wasser (schon kurz unter der Oberfläche 3°C) schlängelnd bei Schwanzantrieb. Nichts desto trotz lassen sie sich davon aber nicht abhalten, rege den Teich zu durchstreifen.
Es ist ziemlich windig mit der Folge, dass das Oberflächenwasser doch eine beachtliche Strömung aufweist, was sich gut erkennen lässt, weil die juvenilen sich öfter mal regungslos von der Strömung verdiften lassen. Insgesamt scheinen sie das aber nicht zu mögen, da sie meist nach kürzere Zeit die Oberflächenschicht wieder verlassen und auf so 20cm und tiefer abtauchen, wo das Wasser zwar 2°C kälter, nämlich 3°C, ist aber dafür kaum windgetriebene Strömung herrscht. Gehen sie noch tiefer, verliere ich sie trotz kristallklaren Wasser schnell aus den Augen. Erst wenn sie dann wieder höher kommen und mal etwas schnellere Bewegungen ausführen, weil gerade z.B ein Stichling ihren Weg kreuzt kann ich sie wieder erfassen.
Insgesamt ist doch ein recht reges Treiben unter den juvenilen Rundschwanzmakropoden über den nun ja vollständig einsehbaren Teich 2 zu erkennen.
Adulte sind bisher jedoch keine im Blickfeld aufgetaucht.
Als ich so kurz vor 14:00h nochmals nachschauen gehe, weil ich aus den Sommerbeobachtungen weiß, dass die adulten Rundschwanzmakropoden nach "Schlechtwetterphasen" oft erst am frühen Nachmittag aus ihrem Schlaf bzw. ihrer Ruhe auftauchen, werde ich geradezu von sprudelndem Rundschwanzmakropodenleben im winterlichen Teich überrascht!
Kaum habe ich das Fernglas ans Auge genommen, so sind nicht nur überall die 2cm-juvenilen zu finden, sondern wo ich hinschaue in Teich 2 stehen oder ziehen auch jungadulte und adulte Rundschwanzmakropoden umher!
Das Bild im Teich unterscheidet sich bzgl. der Aktivität unter den M.ocellatus nicht von einem durchschnittlichen kühleren aber heiteren Sommertag. Die M.ocellatus sind gegenüber den Stichlingen deutlich in der Überzahl, sowohl in der zahl der aktiv sichtbaren Individuen als auch in der Zahl und Regheit der gezeigten Aktivitäten.
Einzig woran man merkt, dass es mitten im Winter ist, sind die Bewegungmuster der juvenilen, welche zwar genauso rege unterwegs sind aberw egen des kalten Wassers mit deutlich schlängelndem Schwanzantrieb.
Den jungadulten und adulten hingegen ist in der Bewegungsweise auch bei eiliger Bewegung nichts an Geschwidigkeitsverlust anzusehen!
Die Adulten - wie übrigens auch die juvenilen machen einen regelrecht kräftigen gut genährten Eindruck! vor allen die Adulten wirken regelrech voluminös, so dass man den Eindruck hat als müssten sie währen der Wochen unter Eis reichlich auch Nahrung aufgenommen haben. Sie sind ganz klar voluminöser als meine Subadulten (Guangzhou) im Wohnzimmeraquarium, die ja gut versorgt mit Tubifex, weißen Mückenlarven und flugunfähigen Drosophila sind.
Die adulten sind ähnlich wie die Stichlinge im Gegensatz zu den juvenilen aber lieber gesellig unterwegs.
Links in der Lavendelecke gab's eine Bemerkenserte Begegnung zwischen zwei wirklich beeindrucken großen und voluminösen aduten.
Der eine war ein klein wenig schlanker wirkend, während der andere rundlicher aussah. Der schlankere hatte etwas länger ausgezogene Rücken- und Afterflossen als der rundlichere, weswegen es sein könnte, dass der rundlichere ein Weibchen war. Der schlankere jedenfalls war eindeutig ein Männchen.
Die zwei trafen sich in der Lavendelecke und näherte sich au so 2cm Abstand, woraud der rundliche sich mit dem Kopf dem schlankeren zunwendent bog (sie standen antiparallel). Daraufhi bog sich auch der schlankere und spreiztze seine unpaare Flossen. In dieser weise kreisten sie nun gaaanz gemütlich umeinander. Beide zeigten eine ähnliche kupferne Alltagsgrundfärbung. Das Eindeutige Männchen begann nun aber, ein Fischgrätenmuster auszuprägen. NAch einer Minute hörte es unpektakulär damit auf, dass sich das rundlichere Tier tangential aus dem Kreisen entfernte und gmütlich weiterschwamm, während das schlankere mit den Fischgrätenstreifen in gleicher tangentialer Bahn dem anderen folgend aus dem Kreisen löste. Zusammen schwammen sie dann mit weiterhin fast berührendem Abstand den teich durchstreifend umher, bis ich sie im tieferen Wasser zwischen den Valisneria giganta aus den Augen verlor.
Das rege Leben unter den adulten und den juvenile hielt über den Nachmittag an!
Nach 15:00h habe ich dann mit einem Digitalthermometer die Temperatur der Oberflächenwasserschicht und in 50cm Tiefe gemessen:
Oberflächenwasser: 7°C
in 50 cm Tiefe unter 5°C.
Der bevorzugte Aufenthalt der juvenilen befand sich zum frühen Nachmittag in den 15cm oberflächennah, währen die adulten zwar auch oberfächennah unterwegs waren aber zumeist das tiefer Wasser, also eher die 5°C Schicht durchstwanderten.
Ein Bild ist mir soweit gelungen, dass man wenigstens 2 M.ocellatus erkennt, eine adultene vorneweg und einen jungadulten hinterher.
Ansonsten waren sie einfach die ganze Zeit zu zügig unterwegs, so dass aus dem 2. Stock nichts erkennbar auf die Digicam zu fixieren war.
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