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Partnerwahl beim wellensittich: Der Faktor Körperfarbe (Melopsittacus undulatus (Shaw); Alves, Psittacidae)

TitelPartnerwahl beim wellensittich: Der Faktor Körperfarbe (Melopsittacus undulatus (Shaw); Alves, Psittacidae)
MedientypJournal Article
Jahr der Veröffentlichung1971
AutorenStamm, R. A., and U. Blum
JournalRevue Suisse De Zoologie
Volume78
Zusammenfassung

Kann die Färbungsisomorphie wildlebender Wellensittiche auch davon herkommen, dass abweichend gefärbte Individuen in der sozialen (bzw. sexuellen Selektion benachteiligt sind ? — In unseren Versuchen konnten grün-bzw. blaugefärbte Wellensittiche, die bisher nur Artgenossen der eigenen Körperfärbung gesehen hatten, zwischen einem grünen und einem blauen Partner wählen. Alle bevorzugten eindeutig Partner der ihnen bekannten Färbung. Die oben gestellte Frage kann also bejaht werden.
Wir fanden auch, dass grüne Individuen der Tendenz nach eindeutiger wählen als blaue, Weibchen signifikant eindeutiger als Männchen. — Einige Wellensittiche, die von anders gefärbten Eltern großgezogen worden waren, wählten Partner, die wie die Eltern gefärbt waren. Auch ein blaues Männchen, das bereits mit 17 Tagen von den grünen Eltern getrennt worden war und dann nur noch Geschwister und Stiefeltern seiner eigenen Farbe sehen konnte.
Über die Determination der Färbungspräferenz können erste Arbeitshypothesen vorgeschlagen werden. Ihre Prüfung soll folgen.
{So scheint eine leichte angeborenen Tendenz zum wildfarbigen Typ zu bestehen, die durch Lernen (vor allem prägendes an der Elternfarbe in den ersten Tagen nach der Augenöffnung) deutlich moduliert wird. Die Präferenzen sind jedoch keine Alles-oder-Nichte-Wahltypen)

URLhttp://www.biodiversitylibrary.org/page/43214726#page/736/mode/1up



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