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Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtungen zur naturnahen Haltung von Zierfischen in einer Teichanlage

Hintergrundinfomation: Lebensraum, Stillgewässer

Motivation

Die Motivation zum Anlegen eines Gartenteiches ist der Reiz einige meiner Aquarienfische in einer nahezu natürlichen Umgebung in ihrem möglichst unverfälschten Verhalten beobachten zu können und wenigstens in den Sommergenerationen eine natürlich fordernde, der Haustierwerdung entgegenwirkende Selektion wirken zu lassen.

Dies kann mit einer Teichanlage in Form eines quasi natürlichen Ersatzlebensraumes für einige meiner Aquarienfische erreicht werden.

Die Vermehrung in einem quasi natürlichen Lebensraum soll gewährleisten, dass diese Aquarienstämme in freier Wildbahn überlebensfähig sind und bleiben, indem sowohl ihre Fressfeindmeidungen wie auch ihr Brutverhalten von einer vielfältigen Umgebung zur erfolgreichen Vermehrung eingefordert wird. Insbesondere bei brutpflegenden Arten wie den Labyrinthfischen soll gewährleistet werden, dass schlechte Brutpfleger einen geringeren Vermehrungserfolg haben als erfolgreiche. Unter der Annahme, das die Brutpflege vorwiegend eine Schutzfunktion gegen Eier- und Larvenräuber darstellt und durch Verteilen der Brutreviere für ausreichende Nahrungsressourcen für die Brut sorgt muss der Teich also Bruträuber enthalten und soviel Raum, dass mehrere Brutpaare in natürlicher Reviergröße Platz finden.

In einem solchen Teich würden diese Fische kein bzw. möglichst wenig Kunstverhalten zeigen wie aus der immer gleichförmigen und relativ beengten Fastfood-Haltung eines Aquariums zu erwarten wäre.
Vor allem Revierbildungs-, Balz und sonstiges Sozialverhalten, Futtersuche sowie Schwarmfischbehauptungen sollten dort leicht in unverfälschter Form beobachtbar sein.

Da meine Aquarienfischfavoriten die Labyrinthfische wegen ihres vielseitigen beeindruckenden Verhaltensrepertoirs sind, sollte der Teich ermöglichen, wenigstens einen Vertreter dieser Gruppe als sich selbst erhaltenden Stamm im Teich zu vermehren möglichst ohne unterstützende Eingriffe.




Wo die Fahne in der Hand, da ist der Verstand in der Hose