Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Grau bedeckt
TW: 3°C - 3°C
OW: 5cm Eis - 5cm Eis
Siehe Teichprotokoll

Rundschwanzmakropoden im Teich

Heute Vormittag konnte ich wieder einen juvenilen (ca. 2cm SL) Macropodus ocellatus aktiv sehen.
Er stand direkt unter der klarsichtigen Eisplatte und eilte senkrecht schlängelnd nach unten fort als ich zum Teich kam.

Rundschwanzmakropoden im Aquarium

Wie schon geschrieben habe ich einige Tiere aus dem diesjährigen Teichnachwuchs in einem Aquarium zusammen mit zwei halbwüchsigen aus dem Mimbonimport. Die Tiere beider Gruppen haben vergleichbare Standarlängen (SL).
Die zwei Mimbontiere (Guangzhou-Import) sind nun schon länger mit dem Teichnachwuchs im selben Becken.

Was sich über die ganze Zeit als Konstante erhalten hat ist,
die Mimbon-Tiere sind

  • nach wie vor überhaupt nicht scheu
  • die Teichnachwuchstiere nach wie vor sehr schreckhaft mit Versuchen aus dem Becken zu springen bei zu schnellen Bewegungen vor dem becken.
    Zusätzlich zeigen sich inzwischen längerfristig beobachtbar:
    Fressen:
  • Die Guangzhou-Tiere fressen alles vom Flockenfutter bis zum Lebendfutter mit gleichem "Appetit"
  • Die Teichnachwuchstiere fressen nur Lebendfutter mit "Appetit" trotz des Vorbildes der Mimbon-Tiere. Flockenfutter wird so gut wie nicht akzeptiert und wenn dann nur mit deutlichem Widerwillen
    Verhalten:
    In diesem Becken driften an der Oberfläche in einer leichten Oberflächenströmung einzelne vermischte Polster von Riccia fluitans und verzweigten Wasserlinsen.
    Diese Polster werden solange die Halbwüchsigen aus dem Teich darin sind von diesen in der Form genutzt, dass sie sich regelmäßig darin zurückziehen, indem sie sich regelrecht hineinschieben/-arbeiten, sich verankern und darin längere Zeit liegen und sich mit den Polstern driften lassen. Verankern sich mehrere Tiere zur Zeit in diesen Polstern, dann verteilen sie sich nicht gleichmäßig auf die vorhandenen Polster, sondern suchen dicht gedrängt fast alle das selbe Polster auf. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich 6 Halbwüchsige zusammen so in einem knapp 10cm durchmessenden Polster verankern, dass sie von außen kaum zu erkennen sind.
    So driften sie dann in diesem Klumpen aus Pflanzenpolster und Fischen für längere Zeiten kreuz und quer durch das Aquarium.

    Seit nun die Mimbon-Tiere im selben Aquarium schwimmen, fällt konstant auf, dass die Teichtiere dieses Verhalten weiterhin zeigen, während keines der Mimbon-Tiere sich auch nur annähernd ähnlich verhält.
    Die halbwüchsigen Mimbontiere suchen zwar auch oft die Nähe dieser driftenden Pflanzenpolster auf, stehen dann aber immer ohne direkte Berührung der Polster dabei und arbeiten sich nie in diese hinein, um sich gar darin zu verankern. Die Mimbontiere sind häufiger im freien Wasserbereich des Beckens zu finden, während die Bestand/1326-Tiere sich häufiger in den Pflanzen verankert driftend zusammenhockend vorzufinden sind.

    Diese Unterschiede im Verhalten sind bisher ein konstantes und auffällig unterscheidendes Verhalten zwischen Mimbon- und Kupferklan-Tieren.

    Ein weiteres, was die Kupferklaner von den Mimbons unterscheidet ist die Körperform:

  • Die Mimbontiere wirken auf mich flächiger, hochrückiger, während die Kupferklaner langgestreckter niedriger wirken
  • Alle Mimbontiere bei mir und in dem Verkaufsbecken bei Kölle in Balingen haben einen konkaven, also nach innen gewölbten Verlauf der oberen Maul-Kopf-Konturlinie, wahrend alle Tiere des Teichnachwuchses dort eine konvexe, als nach außen gewölbte Linie zeigen. Dadurch wirkt das Maul der Mimbontiere oberständiger während das der Kupferklantiere endständiger wirkt.



  • Niemand köpft leichter als jene, die keine Köpfe haben. {Friedrich Dürrenmatt}