Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich

Sonnig, strahlendes Sonnenwetter
TW: 16°C -19°C
OW: 14°C - 25°C
Siehe Teichprotokoll

Teich 1

In der Mitte steht immer noch der kleine Schwarm junger Guppys.
Weiter links vom Standpunkt im freien Wasser vor dem Kraut ein Heterandria formosa.
Meine Bewegung verscheucht einige Rundschwanzmakropoden (adulte wie halbwüchsige) aus der Krautecke ans andere Ende des Teiches.
Nach einiger Zeit des ruhigen Wartens rühren sich die M.ocellatus wieder und auchen hinetn aus der Wasserpest nacheinander wieder auf.
Mehrere Adulte treiben sich in diesme Teich herum.
Hinten sammeln sich
- ein adultes Weibchen (ich erkenne das Topfweibchen wieder. Es ist also umgezogen in den Teich 1. Im Teich 2 habe ich sie schon länger nicht mehr gesehen.)
- ein adultes Männchen
- 3 halbwüchisge bis subadulte
Dann zieht auf einmal das Weibchen in meiner Richtung, also zur Krautzone ein Stück los. Das Männchen folgt und dann die subadulten in einer lockeren Gänsemarschgruppe. Es geht ein stück vorwärts, dan hält der Trupp etwas aufgerückt und nach einer kurzen (sichern?) Pause geht's wieder weiter. So bewegt sich diese unordentliche Kette Etappe für Etappe auf mich, also die Krautecke zu.
Das geht so bis sie den Heterandria formosa (ein adultes Weibchen) erreichen, welcher quer zu ihrer Bewegungsrichtung still im Wasser steht. unmittebar vor diesem Zwergkärpfling kommt die Kette dann lustigerweise zum Stehen, wobei das adulte Weibchen, welches die Kette anführt direkt vor dem Kärpfling so mit 2cm Abstand anhält. Der rest des Trupps rückt etwas auf, bleibt aber im Wesentlichen in der "Formation".
Wie nach einer kurzen Besinnungspause scheint das führende Weibchen zum Schluss gekommen zu sein, dass der Teich zu klein ist, um um den Zwergkärpfling herum den Weg fortzusetzen. Also steht sie vor ihm und beginnt sich nun leicht zu krümmen mit dem Kopf frontal den Kärpfling fixierend. Dem Heterandria formosa-Weibchen ist das aber scheint's vollkommen unverständlich und egal. Es rührt sich jedenfalls nicht und bleibt wie eingegossen am Platz. Also krümmt sich das M.ocellatus-Weibchen noch mehr und bewegt sich dabei gaanz langsam näher an den Kärpfling ran und als es so maximal noch 0.5cm Abstand mit dem Maul zu diesem hat stößt Madam Rundschwanzmakropode zu dem Kärpfling in die Seite, woraufhin dieser endlich versteht, dass er gebeten wurde den Weg frei zu machen Wink und tatsachlich so auf 30cm schnell ausweicht.
Der Makropodentrupp verweilt noch einen Augenblick, dann zieht das Weibchen weiter und hinter ihm wie am Gummi das Männchen und die Halbwüchsigen, bis sie dann vor meinen Füßen im Kraut ankommen. Es war ein echt lustiges Schauspiel Smile.

Im Kraut verliere ich dann die halbwüchsigen aus den Augen, aber sie schienen sich alle so im Umkreis von 50cm aufzuhalten.
Das adulten Pärchen aber begann unter den ins Wasser geknickten Binsenhalmen zu meinen Füßen zu balzen: Beide sich umkreisend.
Irgendwann hörten sie dann damit auf und zogen wieder ein Stück ins freie Wasser - die zwei adulten -.
Dann war's leider mit meiner Fähigkeit vorbei, ubewegt zu bleiben und ich musste wirklich gaaanz langsam mein Gewicht von einem Bein auf's andere Verlagern.... sofort stutzen die beiden adulten Rundschwanzmakropoden und nach einem kleinen Augenblick des Innehaltens schwupp.. sind sie Weg ans andere Teichende bzw. in die Wasserpest an der Fichte und auch die Halbwüchsigen sausen aus dem Kraut hinaus in die Wasserpest.
Auf dem Weg Richtung Teich 2 habe ich dann noch ein Bergmolchweibchen im Kanal gesehen, welches ien deutlich entspannteres Verhältnis zu meiner Gegenwart hatte.

Teich 2

Auch im Teich 2 waren Makropoden untwerwegs. Ein adultes Pärchen am Topf und halwüchsige. Das Männchen am Topf konnte ich nicht bei Balzhandlungen sehen. Außer gemeinsamen rumzihens mit dem Weibchen beschäftigte es sich nur noch damit, das Weibchen ab und an mal zu verjagen. Ansonsten reges M.ocellatus-Treiben auch in diesem Teich.




Wer am Ruder ist, reißt selten das Steuer herum. {Gerhard Uhlenbruck}