Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung





Beobachtung im Teich

Grau bedeckt
TW: 4°C → 4°C
OW: < 0.5cm Eis → 3°C
Lu: -1°C → 1°C
Siehe Teichprotokoll






Der rätselhafte untote Rundschwanzmakropode (Macropodus ocellatus) Wink

Morgens beim Ablesen der Temperaturen fand ich im Kanal einen adulten Rundschanzmakropoden des Kupferklans auf der Seite an der Wasseroberfläche treiben.
Sein Körper war leicht eingebogen, so dass Kopf und Schwanz nach unten zeigten, kurz er sah aus wie tot und ich hakte ihn genau so gedanklich ab.
Weil er aber absolut frisch, glänzend aussah, auch die Augen, und er am Abend vorher noch nicht da war, ging ich davon aus, dass er wohl in der Nacht gestorben sein müsse.
Damit wäre dass dann der erste Fund eines in der Winterzeit gestorbenen adulten Rundschwanzmakropoden in den Teichen.
Weil er aber kein mehrjähriger adulter war sondern dem Aussehen nach 1 bis 1.5 Jahre wirkte spekulierte ich gedanklich darauf los, was ihn denn umgebracht haben könnte.
Also nahm ich mir vor, ihn nach der Arbeit aus dem Kanal zu holen, um ihn genauer anzusehen. In dem kalten Oberflächenwasser war er schließlich gut haltbar gelagert.

Am Abend dann kam die Überraschung:
Der Fisch war futsch!
Wie das?
Fische dieser Größe fressende Vögel, die in der Lage gewesen wären ih aus dem Kanal zu holen habe ich noch nie an den Teichen gesehen.
Eine Katze vielleicht? Aber die schauen zwar ab und an wenn sie zum Kanal trinken kommen interessiert den Stichlingen zu, aber dass sie ernsthaft versuchen sich die Füße nass zu machen, um an einen der Fischchen zu kommen, habe ich auch noch nie gesehen und dass sie gar sich für einen toten Fisch interessieren, welcher zwischen anderen Herbstlaubblättern diesen Blättern nicht unähnlich einfach nur vollkommen ruhig an der Oberfläche hängt scheint mir auch unplausibel.

Was bleibt also zur spekulativen Erklärung?
Entweder

  • es hat sich ebne doch eine Katze interessiert und ihn als schon tote Mahlzeit herausgeangelt oder
  • er war gar nicht tot, sonder schlief nur und wurde aus irgendeinem Grund während des Schlafens aus seinem Versteck, seiner Schlafverankerung gelöst. Im Laufe des Tages wäre er dann wieder aufgewacht - schätze so gegen 12h bis 14:h - und wieder abgetaucht.

    Beides kann ich mir vorstellen, wobei ich eher zu der Schlafvariante neige, vor allem, da ich schonmal auf die Totstellvariante von Rundschwanzmakropoden hereingefallen war.

    Vorsichtshalber habe ich daher in meinem Tagesprotokoll dieses Ereignis außer als potentielles Sterbeereignis auch als Schlafereignis eingetragen.




  • Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit der Experten. {Richard Feynman}