Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung





Beobachtung im Teich


Temperatur Oberflächenwasser unter dem Eis (OW) Tiefenwasser am Boden mit Bodengrund leicht aufgewirbelt (TW)
Wetter Grau bedecktHeiterLeichter Regen ph 6.4 6.8
Tiefenwasser(TW) 5°C - 5°C KH <6°
Oberflächenwasser(OW) 1mm Eis - 2°C GH < 3° <10°
Luft 1°C - 3°C NO2 gegen 0 < 1
NO3 gegen 0 < 10
Siehe Teichprotokoll Wasserwerte im Guangzhouteich (siehe dazu auch: MOc: 16.12.12)







Die Rundschwanzmakropoden (Macropodus ocelatus) sind auch heute unterwegs

Am frühen Nachmittag bei grau bedecktem Wetter waren wieder mal im Teich der Macropodus ocellatus "Mimbon Guangzhou 2010" relativ leicht etwa 6 Tiere zu beobachten, die im Oberflächenwasser umherschlichen. Heute Morgen waren die Teiche nochmal über Nacht mit einer dünnen Eisschicht abgedeckt worden. Bis zum Nachmittag hatte sich aber inklusive der dicken Restplatte bis auf wenige Brocken fast vollständig aufgelöst.
Ich konnte ein adultes großes Weibchen sehen, welches aus der mittleren Wasserschicht hochschlich und sich dann in der oberen Schicht ruhig weiterbewegte auf die linke Uferseite zu und dort sich im diffusen Licht auflösend meinem Blick entzog.
Dadurch wieder aufmerksam geworden habe ich den Teich etwas genauer inspiziert und konnte bald ohne große Mühe 5 juvenile Gunangzhous umherziehen sehen.
Damit gelang mir ohne größerer Mühe in kurzer Zeit 6 Tiere bei Aktivität zu beobachten aber wieder keine Fische in den Teichen der Koreaner (Macropodus ocellatus "Inch'on Chemulpo Seoul") und Zooladenmischpopulation.

Jetzt wollte ich aber unbedingt auch mal versuchen, ob ich nicht doch z.B. auch bei den Koreanern aktive Tiere finden konnte.
Es brauchte eine halbe Stunde ruhiges konzentriertes Beobachten der grau-diffusen Wassermasse bis ich dann endlich doch einen sah.
Ein älterer Juveniler der Koreaner. Er zog langsam im oberen Wasserdrittel und verschwand schon nach einem 3/4 Meter wieder aus meiner Sicht. Nicht weil er Deckung aufsuchte, sondern weil auch einfach in diesem grauwettrigen diffusen Wasser einfach unsichtbar wurde. Ich fand ihn nicht wieder, war aber trotzdem zufrieden gesehn zu haben, dass derzeit nicht nur die Guangzhous immer wieder aktiv sind.

Nochmal zurück zu dem adulten Guangzhou-Weibchen.
Es war rund und wirkte gefüllt. Das ist mir immer wieder im Winter aufgefallen, dass die Weibchen auch im winterkalten Wasser oft recht rundlich aussehen.

Es ist bisher also alles wie jedes Jahr im Winter im erwartet problemlosen Zustand:
Manche Rundschwanzmakropoden schlafen möglicherweise aber es sind eigentlich immer irgendwelche auch aktiv.
Nur was sie wirklich dabei treiben, das habe ich noch nicht eindeutig erkennen können.
Warum sind sie aktiv? Was haben sie davon nicht durchzuschlafen?

Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung
Das Wahrscheinlichste finde ich ist wohl, dass sie immer wieder aktiv werden

  • Einmal um Nahrung aufzunehmen
    ähnlich wie z.B. die Roborowski-Zwerghamster, die im Winter ja auch fast den ganzen Tag verschlafen, um ein zweimal pro Tag für 10 Minuten wieder aktiv zu werden und Nahrung zu sammeln bzw. aufzunehmen.
    Womoglich folgen die Rundschnwazmakropoden einer ähnlichen Strategie, indem sie ihren Ressourcenverbrauch durch längere Schlafphasen reduzieren, aber immer mal wieder aktiv werden, um etwas Nahrung aufzunehmen. Möglicherweise schaffen sie so länger mit den winterlichen Bedingungen auszukommen, als wenn sie auf einmal aufgebaute Fettreserven angewiesen versuchen würden ganz durchzuschlafen?
  • Bei durchdringender Sonne bietet es sich wahrscheinlich an, den Körper in der Sonne auf höhere Kerntemperaturen zu bringen. Erstens würde das die Nahrungsaufnahme erleichtern aber es müsste auch die Substanzaufbauprozesse in Relation zu den abbauenden fördern?!
  • Evtl ist es für sie im natürlichen Lebensraum aber auch schlicht und einfach nicht förderlich, den ganzen Winter teilnahmslos in einem Versteck verankert zu verbringen. Man stelle sich z.B. vor, sie fielen in einem flacheren Wasserbereich in die Dauerruhe. Im Laufe des Winters friert dieser Wasserkörper immer weiter durch und sie würden mit einfrieren. Ziemlich kontraproduktiv für einen Fisch, der flachere ruhigere Wasser bevorzugt. Sind sie aber nach wie vor Reaktions- und aktivitätsfähig wie eben die Rundschwanzmakropoden meiner Teiche, so könne sie leicht wenn nötig in tiefere Bereiche ausweichen.






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