Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Beobachtung im Teich 2

Grau bedeckt
OW: 7°C-16°C
TW: 8°C-12°C
Siehe: 18.04.10

Seit gestern durcheilen die M.ocellatus den gesamten Teich. Immer welche irgendwo unterwegs.
Die grauen scheinen im Teich schreckhafter zu sein als zumindest die kupfernen halbwüchsigen.
A-Männchen scheint den Blumentopf (Mitte Teich 2) als lockeres Revier bezogen zu haben.
B-Männchen zieht immer das Weite, wenn es auf A-Männchen stößt.

Gestern war einer der Halbwüchsigen wie ein Frosch von unten durch ein schwimmendes Algenpolster "gestochen":
Kopf schaute aus dem Algenpolster raus und berührte die Wasseroberfläche. Der gesamte Rest steckte unsichtbar in der Algenmatte schräg nach unten. So hat er sich eine gemütliche Stunde - oder so - gegönnt, nahezu bewegungslos den Himmel anguckend wie die Frösche gleich nebenan auch. Irgendwann war er dann verschwunden.

Heute waren außer der M.ocellatus auch die Molche recht lebhaft unterwegs.
Lustig dabei:
Sie - die Molche - nehmen sich öfter schonmal einen adulten M.ocellatus aufs Korn und folgen ihm schwimmend dicht auf - wenn auch mühsamer -. Das endet dann erst, wenn die behändere Bewegungsweise des Fisches den Molch schlicht abgehängt hat. Wirkt recht komisch.
In diesem Zusammenhang ist noch interessant, dass der 9-stachelige Stichling, welcher sein Nest hinter dem Blumentopf hat ziemlich erfolgreich die adulten M.ocellatus vertreibt, aber jedem Molch, der sich entschließt auf den Stichling und das Nest zuzuschwimmen - was ab und an vorkommt, siehe oben bzgl. M.ocellatus-Verfolgung - vorsichtig ausweicht mit wenigen halbherzigen Versuchen, dem Molch zu drohen. Nur einmal hatte er sich getraut den Molch ganz von hinten schnell in die Schwanzspitze zu beißen, worauf der Molch tatsächlich auswich. Das war aber das einzige mal. Alle anderen Male geht der Molch dem Stichling genauso wie den M.ocellatus schlicht auf die Nerven, so dass diese dem Molch ausweichen.




Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist. Es spielt keine Rolle, wie klug du bist. Passt sie nicht zu den experimentellen Ergebnissen/Beobachtungen, dann ist sie falsch!'. {nach Richard Feynman, Nobelpreis für Physik 1965}