Quelle: Fachpublikationen

Verbreitung

Der Süßwasserfisch bewohnt stark verkrautete stehende Gewässer ( Tümpel ...) und langsam fließende Gewässer wie Gräben bis in die Brackwasser-Region. In diesen Gewässern hält er sich typischerweise an den Gewässerrändern auf.

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Cape Fear River in North Carolina bis zum Orange River in Texas.

Die Wassertemperaturen über das gesamte Verbreitungsgebiet schwanken im Jahresverlauf bei kurzzeitigen Frösten von 4°C bis zu 39°C in den Sommermonaten.

Biotop-Beschreibung

Der Zwergkärpfling besiedelt die Küstenregionen in Süd/Ost-USA vom Atlantik bis zum Golf von Mexiko. Wilde Populationen wurden nachgewiesen in North Carolina, Georgia, South Carolina, Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana und Texas.
Er ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Nordamerika mit dem nächsten Verwandten rund 1500 Km südlich in Yucatan, Mexiko.
In den meisten seiner Verbreitungsgebiete besiedelt er einen schmalen Streifen von ca. 160km von der Küste bis ins Landesinnere.
Das Klima in seinem Verbreitungsgebiet reicht von

  • suptropisch nass in North-Carolina
    mit kurzen, milden Wintern und heißen Sommern, die jedoch selten die 38°C-Marke überschreiten und eine mittlere Jahrestemperatur an der Küste von ca 17°C bei deutlichen Abweichungen im Landesinneren.
    Die winterliche Lufttemperatur im Januar kann bis auf -2°C absinken bei einem Mittelwert von ca. 9°C.
    Die sommerlichen Extremwerte im Juli liegen zwischen 19°C und 37°C.
    Die Wassertemperaturen im "Cape Fear"-Fluss liegen zwischen den Extremen von 5°C und 32°C mit einem jährlichen Mittel zwischen 17°C und 20°C. Der ph-Wert liegt dabei je nach Region im Flusssystem bei 3.1 bis zu 8.3.
  • semi-topisches mildes sonniges Klima in FLorida
    stellt die südlichste Verbreitungsspitze der Art dar mit mittleren Jahrestemperaturen zwischen 23ºC und 25ºC in den südlichsten Zipfeln der Verbreitung. Der Höchsttemperaturrekord wurde in Monticello am 29. 6.1931 mit 41°C gemessen während in Tallahassee am 13.2.1899 ein Tiefstrekord von –19°C gemessen wurde! Beide Extreme der Lufttemperatur wurden offensichtlich von dem Zwergkärpfling überlebt.
    Die in Florida registrierten Wassertemperaturen liegen zwischen den Extremwerten von 7ºC und 39ºC

    Gewässertypen

    Heterandria formosa lebt bevorzugt in flachen, gut verkrauteten oder veralgten Gewässerbereichen Zwergkärpfling adult am Rande von kleinen Flüsschen bzw. Gerinnen, Überschwemmungstümpeln, Teichen und Seen und besucht dabei auch die Brackwasserregionen. Auch wenn erwachsene Tiere durchaus tieferes Wasser aufsuchen, so liegt die Wagnisgrenze doch schon bei 1m Wassertiefe.

    Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung Ich konnte meine schon dabei beobachten, wie sie sich im Gartenteich durch das enge Wurzelgeflecht der Wasserpfefferminze zwängten, obwohl nur wenige Zentimeter entfernt freier Schwimmraum verfügbar war. In dem Bild sieht man, wie sich ein adultes Weibchen in ein dichtes Fadenalgenpolster hineinschiebt. Dazu bewegt es den Kopf hin und her und schiebt sich vom Schwanz ruckweise vorgetrieben in das Algenpolster.
    Im Teich lässt sich die Präferänz für enge Strukturen, die nur noch durchkrochen werden können, gut beobachten. Wenn er auch ohne Scheu in offeneren Wasserzonen zu beobachten ist, so ist dies doch die Ausnahmen, während mit ziemlicher Sicherheit in jedem Krautpolster einer aufgetrieben werden kann. Ihre fleckig unregelmäßige Färbung macht es allerdings schwer, sie darin auf Anhieb zu erkennen. Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung

    Die häufigsten Wasserpflanzen seiner Biotope sind Utricularia purpurea, Myriophyllum laxum, Myriophyllum heterophyllum, Myriophyllum pinnatum, Websteria confervoides, Utricularia floridana, Utricularia amethystina, Utricularia foliosa, Utricularia juncea, Utricularia olivacea, Utricularia simulans, Sagittaria fasciculata, Sagittaria filiformis, Sagittaria graminea, Sagittaria isoetigormis, Sagittaria subulata, Hydrilla verticillata.




  • Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit der Experten. {Richard Feynman}