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CGaa: 09.09.11 -Brustflossenschreiter

Quelle: Pers. Beobachtung bzw. Erfahrung

Nach dem Auspacken der Fische gingen diese - wie immer bei mir - ersteinmal durch eine Fotositzung.
Und was fällt mir da bei den C. aff. gachua "Assam" sofort auf:
Wenn sie auf dem Boden aufsitzen im Wasser liegen sie nicht einfach auf dem Boden auf, d.h. ihre Brustflossen sind nicht an die seite irgendwie geklappt oder flächig aufgespannt als einfache Stütze eingesetzt. Nein immer wenn die Brustflossen den Boden berühren und der Fisch nicht im Schwimmmodus ist sind die Brustflossen ganz charakteristisch immer auf gleiche Weise verformt: Die Briustflosse wird von vorne gesehen nach innen über ihre Fläche eingebogen, so dass die Strahlen, welche den Boden berühren imme mit der Flossenrückseite diesem mehr oder wenoger weit flächig aufliegen. Die ganze Haltung sieht ziemlich gezielt aus und wirkt wie als übernehme die Brustflosse in dieser Haltung die Funtkion eines Fußes/Beines.
Im wasser konnte ich dann sehen, dass sie mit diesen in solcher Situation auch tatsächlich sich hochstützen und regelrechte Schreitbewegungen machen mit seitenabwechselnd nach hinten geführten schiebenden Brustflossen. Jetzt war ich neugierig geworden und wollte wissen, ob sie die Brustflossen auch außerhalb des Wassers so einsetzen und zwar effektiv wie im Wasser.
Also kamen sie auf einen Teller mit dünnem Wasserfilm. Und siehe da. Hier war alles noch viel eindeutiger. Sie hielten die Brustflossen auf gleiche typische Weise, machten im Teller regelrechte Schreitbewegungen, wenn auch relativ uneffektiv - Teller sind ja auch glatt -.
Was aber im Teller auffiel, war: Außerhalb des Wassers sind die aufgespannten Flossenstrahlen wohl wirklich zu schwach, um effektiv damt hochstützen zu können und zu schreiten. Sie haben aber eine Anpassung - wie ich denke - die das Problem löst: Außerhalb des Wassers werden die Flossenstrahlen recht dicht stielförmig zusammengelegt mit am Boden berührenden Teil leicht fächig verbreitet. In dieser Form sieht di Brustflosse seh fleischig und stabil aus und erinnert fast unübersehbar an ein kurzes Bein mit einem Fuß. Wie alle 4 mit gezeigt haben ist dieser so verdickte "Flossenfuß" auch tatsächlich stabil genug, um außerhalb die alternierende Schreit- und Stützbewegung mit den Brustflossen effektiv zu machen. Auf dem glatten Teller kommen sie auf diese Weise regelrecht laufend erkennbar zielorientiert voran udn als sei das nicht überzeugend genug hat einer von ihnen die Demonstration zu meinem Schreckk noch überzeugender gestaltet.
Unter zur Hilfenahme der Schwanzflosse machte er plötzlich eine Satz vorwärts, glitt über den Rand des Subbentellers rüber und landete dann auf den darunter Befindlichen Styropordeckel. Hier nun begann der Schreck:
Er fand Halt mit seine Brustflossen, und zug sich mit deren Schreitend krallend ziehender Hilfe mit einem erschreckenden Tempo geradlinig in Richtung Deckel- und Tischende. Er lief im wahrsten Sinne des Wortes mit seinen Brustflossen mit "Affenzahn" los. Nur mit knapper Mühe war ich schnell genug ihm den Weg vom Tisch mit der Hand zu versperren!
Und wie gesagt, er lief mit den Brustflossen - so wie man eben geht, links vor rechts zurück und umgekehrt - er robbte nicht, also mit beiden Flossen gleichzeitig vor oder zurück er lief!

Da fragt es sich, wie diese Flossen das gezeigte Tempe, also den Halt am Boden sicherstellen können?
Die offenscihtliche Anpassung für die nötige Stabilität habe ich ja oben schion genannt: Sie falten die Flossenstrahlen in einer sehr charakterstischen Weise außerhalb des Wassers so zusammen, dass sie fast den Eindruck eines fleischigen Fußes machen.

Aber wenn man die Bilder der Flossenhaltung genauer ansieht stellt man noch zwei Merkmale in der Haltung fest, die wohl echte Angepasstheiten an diese neue, zusätzliche Funtkion der Brustflossen sind:
1. Dier Flossenstrahlen die den Boden berühren sind an ihrem ende wie Krallen spitz auslaufend und genauso wied Krallen nach unten gegen den Boden gekrümmt! Sie haben also einen Brustflosse mit Bodenkrallen, mit denen sie sich in den Boden krallen und vorziehen können!
2. Sind die Strahlen, die am dichtesten am Körper liegen in der Flossenhaltung zum Schreiten ab eine bestimmten stelle anch unten gebogen. Sie kommen also leicht horizontal aus dem Körper hervor, biegen sich dann nach einem Stückin einem deutlichen Winkel nach unten zum Boden, bis sie dort, wo sie den Boden berüheren werden sich wieder nach vorne nbiegen und vor allem mit den letzten Strahlenverzweigungen flächig (je nach stützgewicht wohl) auf den Boden legen. Das Ende dieser Strahlen dann läuft in richtigen Spitzen aus, die krallenartig wierder auf den Boden zugebogen sind.
Wenn das keine spezielle Angepasstheit an die Schreit und Stützfunktion der Brustflossen bei Channa gachua ist, sollte es mich sehr wundern.
Keine Ahnung, ob das in der ganzen Gruppe Channa typisch ist, oden nur bei dieser Art, die ich jetzt bekommen habe - werden wohl im INet demnächst suchen gehen, was es darüber gibt -.




Die Bilder, die das Beschriebene - außer dem dynamischen Anteil, das Laufen selbst - zeigen:
Werde demnächst noch die einezelnen Bilder mit Markierungen und Texten versehen die das oben beschieben im Bild anzeigen.
ca. 6.5cm SL
ca. 5.5cm SL

Kommentare

Hinweise im INet ...

Eine erste Suche im WWW ergab nur einen Hinweis darauf und zwar:
In SnameheadsUK:

Interesting is that channa gachua is the only true walking snakehead. The fish literally walks on its pectoral fins. This behaviour is only found in the genius gachua

Diese Art Verwendung der Brustflossen für echtes Gehen ist also irgendwo schon aufgefallen!
Und offensichtlich hat es da Vergleiche unter den Channa-Arten zu gegeben mit dem Resultat, dass diese spezifische Anpassung nur von Channa gachua durchlaufen wurde.
Leider stehen keine Literaturreferenzen dabei. Für Hinweise bzgl. der zugehörigen Literatur wäre ich dankbar!

In Snakead.org fand ich die Aussage:

They are able to move in a straight line, alternately twisting their body to and fro, balanced, and possibly dragged along by their low-set pectoral fins.

Hier würde ich auf Grund meiner obigen Beobachtungen sagen:
Nicht nur "possibly" sondern sehr sicher setzen sie ihre Brustflossen wie Füße dabei ein und, wie man auf den Fotos oben sieht, sind diese Brustflossen sogar genau dazu angepasst, diese Funktion zu übernehmen und sogar wie bei Hundekrallen mit einer krallenhaften Formung Halt im Boden zu geben (Fotos und Beschreibung oben).
Weiter steht dort:

... C. gachua , which have their pectoral angled in such a way as they can prop up the body and assist in crawling.

Als einziger Hinweis auf entsprechende Anpassungsvorgänge in den Brustflossen.
Das würde ich erweitern dahin, dass auch die Flossenstrahlen entsprechend geändert sind, so dass sie möglichst guten Halt in der Schreitfunktion geben (Beschr. oben). Und nicht nur das, Sie werden entsprechend der Belastung (außerhalb oder unter Wasser) gehalten. Außerhalb des Wassers bilden die Flossen eine Form, die an ein kurzes fleischiges(stabiles) Bein mit einem ausgeformten Fußteil erinnert!
Die Zitate stammen ursprünglich aus "Snakeheads (Pisces: Channidae): Natural History, Biology and economic Importance",1990

Gefundene Literatur bisher:

"The snakehead Channa asiatica accumulates alanine during aerial exposure, but is incapable of sustaining locomotory activities on land through partial amino acid catabolism, 2002

Shit F. Chew 1 , * ,
Mei Y. Wong 1 ,
Wai L. Tam 2 and
Yuen K. Ip 2
"
..... C. asiatica is incapable of using its pectoral fins to move actively on land, and does not exhibit any feeding, territorial or courtship behaviour while out of water. When trapped in puddles of water, it tried to struggle back to water with eel-like body movements




Je korrupter der Staat ist, desto mehr Gesetze braucht er. {Publius Cornelius Tacitus}