Channa sp. "Dwarf"(id4020)

Bestand seit (Halter ist der oben aus techn. Gr. als [Original-]Autor bezeichnete. Der genannte Halter ist nicht in jedem Fall auch Original-Autor des Bestandseintrags. In diesem Fall ist der Eintrag als Stellvertretereintrag markiert): 
16.01.2020
Anzahl: 
,13
Nachzuchtgeneration: 
0
Herkunft
Herkunftsart: 
Nachzucht
Herkunft(intern): 
Herkunftshaltungsbedingungen: 

Die Tiere stammen aus diesem Nachzuchtangebot.
Es sind Nachzuchten aus dem letzten Halbjahr 2019.

Überwinterungsherkunft bei
16° - 18°C.
Überwintereungsfütterung:
- Jungtiere 1/Woche
- Adulte 1/Monat

Haltungsbedingungen
Haltung: 
Aquarium
Überwinterung: 
Kühl: unter 18°C
Ernährung: 
Fütterung, vorwiegend Lebendfutter
Brutansatz: 
Gruppe: n.m
Selektion: 
./.
Alle Bestände
Die Tiere werden in gekoppelten Aquarien gehalten analog zur Haltung meiner C. von 2011. Aktuell: 2 gekoppelte Aquas á 80cm Länge, macht zusammen 1,6m Länge.
Bild: Von Fischen durchschwimmbare Aquarienkopplung
Von Fischen durchschwimmbare Aquarienkopplung
(c)Bild: Erich Willems
?
Auf Dauer werden sie bei ~<18°C überwintert. Jetzt zu Beginn die Jungtiere aber aus dem Überwinterungszustand des Herkunftsbestandes geholt in normaler Sommerhaltung: Die Becken sind beheizt auf derzeit ca 20°C bis 21°C am Tag. Die Haltung wird dauerhaft mit Tag-/Nachtrhythmus gehalten, indem die Heizung für die Nacht abgeschaltet wird. Das simuliert einen mehr natürlichen Temperaturverlauf.


Ich habe die Tiere als Ch. sp. "Dwarf" erhalten. Da ich hoffe/davon ausgehe, dass damit die gleiche Import-Population gemeint ist wie mit Ch. aff. gachua "Assam", wird der Bestand dieser Taxo zugeordnet. Den Bestandsnamen halte ich aber der Nachvollziehbarkeit wegen und falls sich irgendwann rausstellt, dass es doch unterschiedliche sind, als DwarfSL hinauswachsen. Nur dann und wenn sie dann keine zur denen von 2011 ganz untypischen Färbungen zeigen, werde ich sie weiter als die selben führen, ansonsten bekommen sie die passende Zuordnung zu den wahrscheinichsten oder ne ganz neue." href="#footnote1_omata49">1. Fütterung weitestmöglich mit Lebendfutter wie es jeweils verfügbar ist. Friert es draußen nicht, bekommen sie Schnecken, Wasserasseln oder Egel aus den Makropoden-Teichen. Sind diese zugefroren, gibt es Regenwürmer aus dem Kompost. Reißen alle Stricke, gibt es aus dem Laden lebende weiße Mückenlarven.
  • 1. Die Tiere sind noch jung und es muss sich noch zeigen, ob sie als ausgewachsene Adulte nicht über 10cm bis 11cm [[SL]] hinauswachsen. Nur dann und wenn sie dann keine zur denen von 2011 ganz untypischen Färbungen zeigen, werde ich sie weiter als die selben führen, ansonsten bekommen sie die passende Zuordnung zu den wahrscheinichsten oder ne ganz neue.

Kommentare

Ankunftsbilder am 16.1.2020

Die Größe der Tiere in der Gruppe liegt bei Median 4.5 cm SL: [4 cm SL, 6 cm SL]. Sie sind fit und quick-lebendig in der Transport eingetrudelt und mussten dann erstmal die Eingangs-Fotografie über sich ergehen lassen bis sie in ihr neues Aquarium kamen.
13 Halbwüchsige starten diesen Bestand
Das Transportwasser war 14°C. Entsprechend kamen sie in die Aquarien bei einer Wassertemperatur von 16°C. Am nächsten Tag wird dann der reguläre Betrieb aufgenommen, also mit dem Licht die Heizung aktiviert.
6cm SL
4.4cm SL
BrustflStr: 12; 4.3cm SL
KopfBr/KopfL: 65%; 5.1cl SL
4cm SL
4.5cm SL
5.3cm SL
4.5cm SL
4.4cm SL
5.3cm SL
4.5cm SL
4.8cm SL
4.8cm SL
Direkt nach dem Einsetzen in die Aquas. Ein Portrait, wirkt etwas grünlich im Gesicht Wink
Brustflossenstrahlen: 13, (etwas zersetzt)
Die Aquas sind noch nicht richtig bewachsen, haben aber auch noch Zeit, bis die Fischchen herangewachsen sind. Wie man sieht haben sie Lehmboden. Die aktuellen Bepflanzung besteht aus: Wasserlinsen, Armleuchteralgen und Riesenvallisnerie wie im Bild zu erkennen. Dann gibts noch Wasserpest, Krauses Laichkraut und Froschbiss. Zusätzlich schwimmen noch 'n paar Röhren drin rum als Verstecke in Wasseroberflächennähe.

Stand der Dinge

Die 2 Aquarien, die ich gekoppelt als Lebensraum für die Ch.gachuas verwendet habe, standen bis zum 16.1. seit einigen Jahren draußen. Winters - so auch bevor ich sie jetzt reingeholt hatte - wurde das Wasser bis auf 0.5.cm entfernt, damit sie nicht durch Einfrieren zerplatzen. Der Bodenbelag ist Lehm.
Bevölkert waren sie beim Reinholen mit vielen Plattwürmern, Schnecken: Tellerschnecken, Posthornschnecken, Spitzschlammschnecken, Wasserasseln, Tubifex und einem Egel.

Die gachuas haben sich zuerst über die Plattwürmer hergemacht, dann haben sie den Lehmboden vollständig von allen Tübifex befreit. Zwischendurch ist der Egel verschwunden und zuletzt -vor etwa 1 Woche - wurden dann mit den Schnecken aufgeräumt.
Aktuell sind die Becken klinisch rein von höherem Leben außer den Channas selbst Smile.

Ab jetzt sind sie auf meine Fütterung angewiesen. Da aber noch Winter ist, gibt der Garten derzeit nur Würmer aus dem Komposter her.

Hab noch etliche Siphon-Rohre in den Lehmboden gedrückt, damit auch genügend Höhlen für alle vorhanden sind, wenn mal einer Blickruhe vor den anderen haben will.

Der Wechsel zwischen den Aquarien durch das Verbindungsrohr (im Sinne Kommuniziender Röhren) ist für alle inzwischen zur gezielten Selbstverständlichkeit geworden.

Im Allgemeinen scheinen sie aber bisher ganz gerne in der Gruppe zu sein, da sie sich nicht unbedingt gleichmäßig verteilen.

Die Luftheberpumpe habe ich aber inzwischen durch eine starke Srörmungspumpe ersetzt, die in mit grobem Filterschaum eingefasst habe. Damit gibt es jetzt für die Tiere die freie Wahl zwischen einem relativ ruhigen Becken mit schwacher Wasserbewegung (das rechte Becken, wo die Pumpe drin ist) und einem stark durchströmten Becken, dem linken, in den die Pumpe das Wasser pumpt.

Die Froschbiss-Überwinterungsknospen sind inzwischen auch erwacht und aus dem Lehmboden hochgestiegen und treiben schon kräftig Blätter und Seitenarme an der Wasseroberfläche in beiden Becken. Wie sich inziwschen gezeigt hat befanden sich auch Hornkraut-Überwinterungsknospen im Boden, denn auch dieses ist inzwischen erwacht. Kurz, alles beginnt zu wachsen und bald dürften die Becken dicht sein.

Beobachtbare Verhaltenselemente

  • Agonistisches Verhalten1
    • Drohverhalten2
      • Mehrfaches symbolisches Schnappen:
        Das Maul wird ein klein wenig geöffnet und ruckartig wieder geschlossen. Dieses wird in kurzen Abständen mehrfach wiederholt. Die Bewegung ist wenig auffällig und dürfte ein ritualisiertes Androhen des Zubeißens sein. In der Regel bewirkt es bei dem Untergeordneten Adressaten, dass dieser sofort ein paar Zentimeter ausweicht, also quasi Platz macht. Das Verhaltenselement kann mit anderen kombiniert sein, die seine Bedeutung scheinbar variieren können. So scheint der Untergeordnete je nach Kombination mit anderen Elementen die Interpretation zwischen "Mach etwas Platz" und "Verschwinde panikartig auf mehrere Dezimeter" zu verstehen. Ich habe das Gefühl diese Unterscheidung dem Maulklappernden auch ansehen zu können, bin mir aber nicht sicher, welches oder welche Elemente den Unterschied ausmachen. Wie nicht anders zu erwarten, wissen dich Fische es aber offenbar sehr genau und ziemlich direkt. Die unterschiedliche Interpretation liegt nicht daran, dass es von unterschiedlichen Untergeordneten gezeigt wird auf Grund unterschiedlichen Unterordnungsgrades, sondern ein und derselbe Untergeordnete kann das Maulklappern einmal mit leichtem Platz machen und ein andermal mit blitzartiger Flucht interpretieren.
      • Kehle auswölben:
        ... Klare Drohfunktion ... soll wahrscheinlich den Kopf größer wirken lassen und darüber die größere körperliche Kraft behaupten... wird noch ausgeführt werden ..
  • 1. Als agonistisches Verhalten bezeichnet man alle Verhaltensweisen die bei innerartlicher Konkurrenz zwischen den Konkurrenten gezeigt werden, um die Konkurrenzsituation aufzulösen. Also sowohl dominierende wie sich unterwerfende Verhaltensweisen ritualisierter oder nicht. Die Konkurrenz bezieht sich letztlich immer auf den Zugang zu Ressourcen, von direkten Vermehrungs- über Nahrungs- bis zu Raumressourcen.
  • 2. Als Drohverhalten bezeichnet man mehr oder weniger ritualisierte Verhaltensweisen, die direkte aggressive Auseinandersetzung zwar androhen aber zum eigentlich Ziel das vermeiden eben dieser haben, da reale aggressive Auseinandersetzung immer besser vermeidbare Einbußen auf beiden Seiten bewirkt.
    {Die Ritualisierung kann soweit fortschreiten, dass es die Funktion des Drohens vollständig verlassen hat und auf reinen Kommunikationswert abstrahiert wurde, dem keinerlei aggressive Stimmung mehr beiwohnt und dessen historisch aggressiver Ursprung in den Bewegungsabläufen kaum bis gar nicht mehr unmitelbar erkennbar ist.}

Stand der Dinge

Sie haben sich inzwischen zahlenmäßig zwischen beiden Becken aufgeteilt, wobei die Individuen pro Becken nicht zu wechseln scheinen. Alle haben sich also scheinbar auf ein Becken festgelegt.
Eine Paarbildung ist für mich noch nicht erkennbar.
Aggressionen beschränken sich auf Drohgebärden und bei unklaren Drohsituationen. auch mal mit Jagden, die aber normalerweise nicht über mehr als ~30cm gehen. Einmal waren sich zwei nicht einig, wer Platz zu machen hatte, worauf das maulklappern explosionsartig in einer heftigen aber sehr kurzen echten Bissattacke mündeten. Ein Ausweichen des Unterlegenen um etwa 30cm beendete aber auch hier die Aggression sofort wieder.

Ab und an klumpen aber auch mehrerer am selben Platz zusammen.

Veganer Channa ;)

Heute war wieder mal die Fütterung angesagt und es gab Mehlwürmer.
Wie üblich haben sich alle schnell damit vollgestopft.
Da ich aber die Mehrwürmer gerade frisch umgebettet hatte in eine handvoll Haferflocken, landeten auch davon einige mit den Mehlwürmern ins Wasser.
Und man glaubt es kaum,
nachdem alle Mehlwürmer verputzt waren und die Haferflockenstückchen so richtig aufgeweicht, probierte der ganze Trupp auch immer mal wieder die Flocken. Allerdings wurden sie kurz darauf wieder ausgespuckt. Nur einer - alle mit typisch frisch gefüttertem dicken Bauch - schnappte sie dann immer wieder und wiederholte das Spiel ausspucken, wieder schnappen bis er sie irgendwann nicht mehr raus ließ.
Sie schmeckten ihm und nicht nur das, er suchte jetzt als einziger gezielt alle verbliebenen Haferflocken und verputzte sie, vorausgesetzt sie waren nicht zu groß. Und so bliebs. Hab extra lange gewartet aber er behielt sie.
Ich habe also jetzt in dem Trupp genau einen Channa gachua - aktuelle Größe übrigens 7cm SL - der Haferflocken so richtig mag. Ein Ch. gachua auf dem Weg zum Veganer ;); von wegen Raubfisch.

Ein Paar scheint sich gebildet zu haben

Alle Tiere der Gruppe halten sich nun standardmäßig in einem Aq. auf, während das andere nur noch von genau zweien genutzt wird. Sie gehen absolut friedlich miteinander um, lagern häufig dicht beieinander und scheinen auch optisch unterschiedlichen Geschlechts zu sein:
Das eines hat einen langgezogenen rundliche Bauch, während das andere kürzeren schärfer sich abgrenzenden zeigt.
Ersteres dürfte das Weibchen und letzteres ein Männchen sein.

Mal sehe, ob sich der Schein irgendwann mal über Nachwuchs bestätigen wird.

In Paarfindungsreserve des Teiches Paar gebildet

Wasser oben: 21°C +/- 1°C, Sonnig, strahlendes Sonnenwetter

Heute eindeutig im Teich in der Paarfindungsreserve gesehen, dass sich ein weiteres Paar gefunden hat.
Damit sind nun 3 Paare gebildet:
2 im Koppelaquarium gebildet
1 in der temporären Unterbringung im Teich!


Letzteres freut mich allerdings viel mehr.
1. sieht das im Teich gebildete Paar viel intensiver in der Schwanzflosse gefärbt aus.
Eines von beiden zeigt dort eine Schwanzflosse, die rundum kreisförmig mit einem sehr breiten schwarzen Rand versehen ist, so dass der überbleibende heller farbige Teil wie eine kleine Fläche inmitten von Schwarz wirkt.
2. könnte es dann doch tatsächlich passieren, dass ich Brut und Aufzucht in einem Teich von 7m Länge mit anderen Channa und ähnlich Gesamtgroßen Macropodus ocellatus beobachten kann.1 Das wäre genial.

Es ist jedenfalls klar ein Paar, während der Rest sich nicht zu Paaren gefunden zu haben scheint. Der Rest zieht/streift weiterhin alleine rum.

Das Paar ist oft beisammen. Haben jeder eine Höhle im Flachwasserbereich mit etwa 1m Abstand zueinander bezogen und besuchen sich gegenseitig immer wieder und ziehen gemeinsam rum. Zwischendrin wird immer wieder parallel und antiparallel gewellt, dann rumorthogonalt - also sich senkrecht quer über die Seiten angeschwommen - und kommen Rundschwanzmakropden denen dabei zu Nahe werden sie sofort verjagt (50cm weg reicht ihnen dabei offenbar), was die Einzelchannas überhaupt nicht machen. Ab und an kommt auch immer mal einer der Einzelchannas vorbei und schaut den beiden einfach zu. Rückt er der ihnen aber zu dicht auf die Pelle . ..Paaf, explodieren sie auf ihn zu und genauso explosionsartig reagiert der Zuschauer und schießt weg. Allerdings reicht allen dabei klar etwa 1m Entfernung, dann ist das Paar sofort zufrieden und alle entspannen unmittelbar wieder, das Paar an seinen Höhlen und der Zuschauer in 1m Entfernung.

Super ist, dass Wasser im Teich ist derzeit glasklar, was der Beobachtung entgegen kommt.

  • 1. Am Mittag hat mir sogar eine der bei mir in den Teichen wohnende Ringelnattern den gefallen getan mitten zwischen Rundschwanzmakropoden, Molchen, DwarfGachuas entspannt rumzuschwimmen. Die ist gigantisch lang, gemessen an den Fischen aber so im Vergleich tatsächlich klar dünner als die Channas.

15:00h Nix los, Schatten suchen






Temperatur Teich 3
Wetter Sonnig, strahlendes Sonnenwetter
Tiefenwasser(TW) 22°C
Oberflächenwasser(OW) 26°C
Luft 27°C







Heute nix los bei den Channas im Teich während der Mittagspause

Mit scheint, den Gachuas ist es einfach zu sonnig warm heute.
Ein einziger, ein Einzelgachua posiert sichtbar mehr oder weniger unbeweglich, von Atempausen abgesehen, an der Wasseroberfläche der Sonne ausgesetzt. Er steht zwischen der Valissnerie rum und tut nix.
Eine weiterer erschien noch während der 1h. Der schlich dicht am Teichboden gedrückt eilig von einem Schattenplatz direkt in eine 1.5m entfernte Höhle und ward "nie mehr gesehen".
Der Lieblingsplatz des Paares, eine Höhle rechts in der Flachwasserzone zwischen den gelben Blumen beweist durch immer mal wieder wackelnder Wasseroberfläche und Blume: Ja, die sind da. Aber sie strecken ihre Nase nicht sichtbar raus oder verlassen gar den Platz.

Hab noch versucht n paar Bilder zu knipsen. Mal sehen was die geworden sind.


Sodele, hier nun die Knipsereien von heute. So unbeweglich wie sich die Channas heute ne ganze Stunde gezeigt haben, sind Fotos statt Film das perfekte Medium.
Das ist der Lieblingsplatz der zwei, die sich als Paar gefunden haben. Selbst haben sie sich nichts sehen lassen.
Und ab jetzt eine Bilderfolge der unheimlich dynamische Positionswechsel des einzigen Gachuas, der ein Sonnenanbeter zu sein scheint. Der Rest der Truppe scheint bei diesen Temperaturen und der intensiven Sonneneinstrahlung eher zum lichtscheuen Gesinde zu gehören Wink
Und zum Vergleich mal einer der Rundschwanzmakroben auch zwischen den Vallisnerien. Selbst die Molche waren dynamischer als die Gachuas.


Paar1 aus Koppelaquarium scheint Nachwuchs zu "brüten"

Ich füttere die DwarfGachuas in den Aquarien einmal pro Woche, da sie jetzt quasi ausgewachsen sind mit ~9cm SL, also nicht mehr die Zuwachsnahrungsmenge benötigen.

Da ich unter der Woche, nach der Arbeit naturgemäß weniger Zeit verfügbar habe, hat sich dieser Zyklus auf Wochenendfütterung eingespielt.
Heute war es wieder mal so weit und zuerst war das Paar1 aus der Koppelaquariumpaarbildung dran.

Alles sah wie üblich aus, beide Tiere konnte ich sehen, eines war an der Oberfläche in einer flutenden Röhre versteckt mit schwanzzugewandt und rührte sich nicht. Das andere schlich langsam schemenhaft im Hintergrund bodennah durch den Vallisnerienwald. Im Vordergrund wie üblich der Trupp Kardinälchen, der zur Ausdünnung der Kardinälchenmenge im Teich2 in diesem Becken (1m X 50cm X 50cm) auf die Auswanderung zu einem anderen Halter wartet, welche kommende Woche stattfinden wird.
Ich mache also wie üblich den Futtereinwurfspalt zwischen den Abdeckscheiben frei und rein kommt das Futter für die Channas.
Und wie üblich interessieren sie sich nicht unmittelbar dafür. Und wie immer warte ich etwas bis sie sich interessieren.
Auch diesmal kam dann der herumstreifende irgendwann und schaute zwischen den Vallisnerien dahin, wo ich Mehlwürmer getan hatte, wartete, bis einige runterschwebten, streifte hin und schubste sie mit Maul und Nase an, fraß sie aber unerwarteter Weise nicht. In meinem Kopf:

"Na, sind sie etwa so satt von evtl. gefangenen Kardinälchen? .... neee, Bauch ist nicht vorgewölbt, und sie fressen immer auf Vorrat, wenn bequem erreichbar, bis der Bauch wie bei einem sich stopfenden Wolf ballonartig wird - wer weiß schließlich, wann es wieder was gibt -."

Also stutzig geworden schaue ich genauer hin und mein Unterbewusstsein registriert: Das dürfte das Weibchen sein, warum frisst es nicht?
Dann dicht am Glas wendet sie sich etwas schräger zu mir und mir scheint eine kleine Wölbung des Kehlsacks, schau noch genauer hin, bin mir nicht sicher... aber doch, der ist etwas runtergewölbt, wie beim leichten Drohen - nur ohne Drohgrund -. Immer noch unsicher: Ist das denn nicht das Weibchen?!
Also versuche ich es zu fotografieren, um mir auf dem Bild ohne Bewegung klarer werden zu können:
Ja, der ist gewölbt und wenn ich mich nicht irre, dann sollten da Eier drin gelagert sein.
Denke: Ei! Guck an, so kann man sich vertun. Dann sehe ich grade wohl doch nicht das Weibchen, sind ja Maulbrüter im männlichen Geschlecht, müsste also das Männchen sein.
Gut, freu, es scheint es wird gerade eine "Brut" versucht.
Also konzentriere ich mich mit der weiteren Futtergabe auf den Standplatz des "Weibchens", welches in der Höhle sitzt.
Die interessiert sich aber erstmal auch nicht wie immer für das Futter, das jetzt bei ihr driftet.
Nach einiger Zeit wendet sie sich und schaut mit dem Kopf aus dem Seitenausgang des Rohres - mehr nicht. Kein aufkommendes Futterinteresse.
Ich schaue genauer hin: Ja, was ist denn das, die hat den Kehlsack ja richtig deutlich nach unten gewölbt .. kleine "Verwirrung" .. fotografiert, Foto vergrößert angeschaut: Kehlsack sehr deutlich vorgewölbt!
Huch... Rückkorrektur meiner Weibchenerkennung notwendig! Dann ist das andere umherstreifende, Nahrung beschnuppernde, aber nicht fressende, also doch von mir richtig erkannt worden als Weibchen. Nur, dass es eben auch Eier verwahrt, "brütet", offenbar aber weniger als das Männchen.

DwarfGachuas sind also möglicgerweise ja nicht nur Maulbrüter im männlichen Geschlecht (Quelle: Fachpublikationen), sondern evtl. (Quelle: Eigene Beobachtung bzw. Erfahrung) in irgendeiner Weise arbeitsteilige Maulbrüter mit Hauptlast auf dem Männchen und je nach Bedarf Ergänzung durch das Weibchen (möglicherweise wenn zu viele Eier für ein Maul vorhanden sind Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung).

Mal sehen, ob sie "erfahren" genug sind, diese Brut auch durchzubringen.


Bilder siehe unten, wie immer bei meiner Knipserei von schlechter Bildqualität, was aber eh nicht das Wesentliche ist, da in diesen die gewölbten Kehlsäcke klar erkennbar sind:
Das umherstreifende Weibchen mit leicht vorgewölbtem Kehlsach und Nahrungsverweigerung
Hier mit einem Kardinälchen des Schwarms vor der Nase
Das Männchen in der flutenden Höhle mir rückenzugewendet
Hier nachdem es sich gewendet hat und aus dem Seiteneingang schaut. Der Kehlsack ist viel weiter vorgewölbt als bei dem Weibchen. Hier liegt wohl die Hauptmenge der Eier vor.

Weibchen: Kehlsack leer, Bauch voll

Noch während ich mich in einem Forum rumtreibe, um über die Möglichkeit zu spekulieren, inwieweit hinter dem gefüllten Kehlsack des Weibchens eine irgendwie ausgeprägte arbeitsteilige Maulbrüterei stecken könnte, überholt die Wirklichkeit die Spekulation.

Gerade mal wieder Nachgeschaut, um zu sehen, was das Weibchen macht, sehen ich das Männchen nach wie vor mit gefülltem Kehlsack, das Weibchen aber hat den Kehlsack leer, dafür aber einen wohlgerundet gefüllten Bauch.
Während ich also rumspekuliert habe, hat sich das Weibchen entschieden irgendetwas mit den Eiern anzustellen wie sie endgültig ans Männchen zu übergeben oder sie schlicht als Nahrung zu schlucken. Leider war sie nicht so freundlich, es gezielt während meiner Gegenwart beobachtbar zu erledigen und ich hatte dummerweise nicht genug Sitzfleich um den Moment mitzubekommen und damit Klarheit was genau gemacht wurde.

Bleibt die Spekulation also weiter Im Raum:
Wie ich in dem Forum erfahren habe, scheint es vorzukommen, dass das Weibchen auch nach 2 oder 3 Tagen noch den Kehlsack gefüllt hat.
Unter Anderem wäre folgendes denkbar:
Quelle: Erfahrungen, Beobachtungen, Äußerungen Dritter Da das Weibchen beim Laichen sich am Sammeln der Eier beteiligt, und dann die Eier dem Männchen gezielt übergibt und es vorkommen kann, dass auch nach 2 Tagen das Weibchen Eier im eigenen Kehlsack verwahrt, könnte es sein - unter anderen Denkbarkeiten -

Quelle: Perönliche Interpretation bzw. Meinungsäußerung

  1. dass die Fressblockade einfach relativ unscharf erst nach ungefähr zwei Tagen endet und daher die Eier, die das Männchen nicht mehr aufnehmen konnte, solange einfach als nicht gezielt selektierter Nebeneffekt im Kehlsack des Weibchens rumliegen, bis es wieder in der Lage ist zu fressen.
  2. oder das Weibchen kann die Eier tatsächlich auch nach tagesfristiger Verzögerung noch dem Männchen übergeben, weil bei Männchen in diesen ersten Tagen Eier ausfallen können und damit wieder Platz ist für die - so in Reserve liegenden - Eier aus dem Kehlsack des Weibchens. Das wäre dann tatsächlich ein Indiz für eine positive Selektion darauf, dass das Weibchen die überschüssige Eier in den ersten Tagen in Reserve hält, also tatsächlich eine Art von arbeitsteiliger Maulbrut

Also:
Mal schauen ob es mir gelingen wird, bei späteren Gelegenheiten den Moment des verspäteten Leerens des weiblichen Kehlsack genau zu beobachten und so sicher klären zu können, ob sie dem Männchen übergeben wurden oder einfach kurz vor dem Fressen verschwanden, also ab in den Magen sind.
Im ersteren Fall, wäre das klar ein Entscheidung in Richtung Spekulation 2, im letzteren Fall für Spekulation 1. Smile.

Jetzt aktuell jedenfalls habe ich den Moment verpasst und die Möglichkeiten bleiben offen.

Nachts recht aktiv

Nachdem ich sie im Teich nun 2 Tage ohne nennenswerte Aktivität feststellen musste, hab ich jetzt mal die Taschenlampe genommen, um zu sehen ob bei den Channas nachts mehr los ist.

Und ja,
neben schönen Fledermäusen, die mir andauern vor den Füßen durch den Taschenlampenstrah dicht übers Wasser flitzten, sich an den Insekten gütlich tuend, sah ich auch schon bald mehrere Dwarfgachuas, aber alle am Boden, nicht an der Wasseroberfläche und sie waren recht rege unterwegs.
Testweise habe ich dann ein paar Mehlwürmer verteilt, die auch bald gefunden wurden.
Kurz:
Die Rundschwanzmakropoden im Taschenlampenschein zeigten sich schlafend,
die Channas wanderten rege am Boden umher.

DwarfChann sind wohl mehr Nachtaktive als Tagaktive, oder sie mögen eher keine so kräftige Sonnenbestrahlung. Wird sich im Laufe des Jahres bei Beobachtungsmöglichkeiten in eher bedecktem Wetter zeigen.

Und vorbei: Kehlsack des Männchens leer

Und damit ist die Brutversuch des Paares im 1m-Aquarium zu einem kurzen Übungsintermezzo geworden.

Gerade nachgeschaut und das Männchen zieht rum und hat keinen gewölbten Kehlsack mehr, stattdessen aber Interesse von mir Futter zu bekommen.
Da es Nachzuchten aus dem letzten Habljahr 2019 sind sie also noch kein Jahr alt und daher möglicherweise schlicht noch zu jung als dass das Brutverhalten verlässlich ausgereift ist - unter der Annnahme, dass es ein Reifungsprozess ist - oder muss erst noch etwas praktisch geübt werden?

Na dann, harren wir der Dinge die da kommen mögen und hoffen, dass der nächste Versuch bald startet und es nicht an den Prinzipiellen Bedingen im Becken liegt, dass sie abgebrochen haben.

Das Männchen heute mit leeren Kehlsack
Das Weibchen heute, welches gestern Abend den Kehlsack geleert und den Bauch mit Nahrung gefüllt hatte.

Sehr variable Farben individuell nach Stimmung

Eine Kurze Notiz zu den Farben der inzwischen adulten Tieren.
Die Farben sind sehr vaiable vom Individuum kurzfristig in Muster und Tönung änderbar.
Es kommen breit gestreifte, statt Streifen dicke schwarze unregelmäßige Punkte bis zu glattem musterungsloser Korperzeichnung vor.
Die Körperfarben können von tiefdunkelbraun über braun bis sehr helles lehmbraun gwechselt werden und selbst ein grünliches lehmigbraun konnte ich an ihnen schon sehen.

jedoch zeigte bisher keines der Tiere ein besonderes auffälliges flächigeres Rot in der Wangenregion. Es können wie bei meinem früheren Bestand (2011) rötliche Markierungen in dieser Region gezeigt werden, sind aber nicht nennenswert flächiger oder großräumiger als damals und doch eher unauffällig gegenüber das damit verglichene Blau im Wangenbereich.

Ich habe versucht in einige Bilder zu machen, die einen Eidnruck der großen Bandbreite der individuell situationsbedingt zur Kommunikation oder Reaktion auf die Umgebung verwendbaren Farbgebung und Musterung vermitteln:

TBD-einfügen

Nachts im Teich lebendiger nach Faltern springend

Habe mal mit der Taschenlampe des Nachts im Teich nachgeschaut was sie da machen.
Sie springen aus dem Wasser - ziemlich plantschend auf Vorderkörperhöhe - und versuchen die Nachts über dem Wasser gauckelnden Falter zu fangen. War lustig, da sie dabei in Konkurrenz mit den dicht über die Wasseroberfläche sausenden Fledermäuse sind.
Insgesamt scheint es so zu sein, dass sie mit einbrechender Dämmerung in die Nacht hinein erst richtig aktiv werden.
Tagsüber jedenfalls bewegen sie sich wie man es vom Aquarium kennt eher ruhig oder stehen irgendwo in der Sonne rum, wenn sie nicht in den Höhlen unsichtbar sind.
Nachts aber sehe ich im Taschenlampenkegel immer ohne Probleme und Geduld mehrere der Channas unterwegs. Aber nicht wie am Tag sondern zügig und lebhaft, nicht wirklich lange am Platz verweilend.

Die ZwergGachuas scheine also eher sowas wie Goldhamster zu sein Wink :Tags auch aktiv aber so richtig erst im Dunkeln.

Aquarienpaar hat wieder Maul voll Eier

Sie scheine wohl fest entschlossen, fleißig das Nachwuchsproduzieren zu üben.
Heute 16:00h nachgeschaut am Becken und was sehe ich:
Das Weibchen recht rege unterwegs, scheucht schonmal die Kardinälchen, platziert sich immer dahin, wo ich gerade hantiere. Kurz, sie machte den Eindruck als habe sie einen Aufpassauftrag.
Nach einiger Zeit dann hab ich auch das Männchen entdeckt, welches sich genau gegenteilig verhält: Dreht den Kopf von mir weg, versteckt sich eher, bleibt dicht an der Wasseroberfläche und bewegt sich wenig. Wenn es schwimmt, dann Kopfschräghoch schiebende Vorwärtsbewegung und dann krieg ich auch mal einen Blick von der Seite deutlich genug, um sicher sagen zu können: Es hat wieder den Kehlsack vollgestopft - mit Eiern also -.

Na hätte nicht gedacht, dass sie das so schnell wiederholen.
Also schnell das Weibchen gefüttert, das es ja ordentlich Masse hat abgeben müssen und sofort aufgehört mit Füttern, als das Männchen anfing sich neugierig Richtung Futter zu schieben. Nicht, dass ich es verleite, die Eier zu schlucken nur um das bequeme Futter zu kriegen.

und wiede geschluckt...

evt. stören die Kardinälchen im Becken?
mal rausholen die.

Und wieder Maul voll

Diesmal hab ich aber keine Kardinälchen mehr drin rumschwimmen. Sie sind allein.
Mal sehen, ob er die Eier jetzt behält.

wieder geschluckt

mir scheint, das Männchen ernährt sich einfach mit den Eiern, weils bequem ist Wink

Und wieder das Maul voll...

Da Männchen des Aquarium-Paars hat mak wieder das Maul voll.
Sie spielen also wiedermal Nachwuchs-Machen.

Hab das Weibchen schnell mit dicken Regenwürmern gefüttert, bevor das Männchen genug Gelegenheit hatte Interesse an dem Fütterungsvorgang zu bekommen.
Ich wollte nicht, dass der intensive Fressreiz/Futterneid das Männchen zum Eierverschlucken veranlasst.

Aus Gewohnheit habe ich aber keine Hoffnung, dass es diesmal mehr als ein "Spiel" wird.
Aber wer weiß.

Die Teichinsassen mehr verwildfischt

Die Paarungsreserve der Zwerggachuas im Teich hat sich inzwischen wirklich im Teich eingelebt:
Ihre Bewegungen, egal ob Tags oder Nachts sind jetzt sehr effizient und schnell und lassen sie durch den Teich schießen wie kleine Torpedos.
Ihr Verhalten ist auch nicht mehr aquarienartig vertraut, sondern absolut "wild". Sie lassen sich von mir im Gegensatz zur Anfangszeit nicht mehr einfach so beobachten. Egal ob am sonnigen Tag oder mitten in der Nacht mit Taschenlampe. Kaum dass sie mich entdecken sehe ich nur noch eine Torpedoschatten durch den Teich aus dem Blickfeld schießen. Ihr ganzes Bewegungsverhalten ist nicht mehr so stationär wie im Aquarium und die erste Zeit im Teich; sie bewegen sich jetzt ausgedehnt und un-träge durch den ganzen Teich. Scheinen dabei aber trotzdem sowas wie eine feste Standorthöhle zu haben.
Wie also bei denen der genau Stand ist, wer was wo macht, ist nicht mehr auszumachen außer die allgemeine Feststellung: Sie fühlen sich, scheint es, so richtig "wild"-wohl inzwischen im Teich.

Demnächst - bei kühleren temp. - bekomme ich eine Besatz von Europäischen Flusskrebsen (Astacus astacus). Das Gros des Besatzes wird auf die Teiche 1 und 2 aufgeteilt, die nach der Trotz der Neueinrichtung bereits wieder recht verkrautet sind und damit die Krebse gut ernähren können. Ein Paar soll aber in den Teich 3 - als in dem Teich mit dem Gachua-Reserve-Bestand - , welcher bisher nur sehr spärlich mit Wasserpflanzen bewachsen ist - weniger Nährstoffeintrag durch umstehende Bäume - und daher für einen richtigen Besatz mit Edelkrebsen nicht genug Nahrung liefert.
Jedenfalls werden in diesem Zusammenhang alle drei Teiche mittels alter Ton-Dachziegeln sehr reichlich mit Höhlen und Struktur ausgerüstet, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Zwerggachuas gefallen wird.
Bin schon gespannt, wie das das Verhalten der Gachuas ändern wird.

Gachua im Teich3 scheint Eier zu pflegen

Wassertemperatur
- Oberflache: 28°C
- Tiefe: 24°C


Heute 22:00h mit der Taschenlampe nach den ZwergGachuas geschaut.
Und diesmal blieb doch tatsächlich einer am flachen Ufer ruhig sitzen statt wie ein Torpedo außer Sicht zu zwingen.
Mir schien, als habe er einen runtergewölbten Kehlsack, also habe ich versucht Fotos hinzukriegen, die darüber Klarheit verschaffen:
Mir sind tatsächlich 2 gelungen, bevor wie ein Blitz weg war:

Mir scheint da ganz deutlich ein runtergewölbter Kehlsack sichtbar zu sein.
Das würde bedeuten, ich habe ein Männchen vor mir, dass Eier pflegt.
Wie lange er das schon tut, weiß ich allerdings nicht.
Na, wenn ich die Bilder richtig interpretiere, dann drücke ich ihm die Daumen, dass er es zu Ende bringt und nicht wie das Aquarium-Paar alles verschluckt.

So 09.08.2020: Aquariummännchen hatte wieder geschluckt...

Nachtrag:
Wie bisher immer,
hat das Aquariummännchen die Eier wieder geschluckt.

Aquariummännchen hat heute wieder das Maul voll...

Also es ist erstaunlich in welcher Häufigkeit das Aquariumpaar schafft immer wieder neuer Eier zu produzieren.
Und es ist etwas "frustrierend" zu sehen wie das Männchen immer nach etwa einem Tag die Eier wieder los ist.
Keine Ahnung woran das liegen könnte.

Jedenfalls hat es heute wieder eindeutig den Kehlsack voll.
Wenn es so abläuft wie bisher, dann wird morgen oder übermorgen wieder alles futsch sein.

Hinweis: Nicht die Paare verwechseln ...

in den Notizen wird inszwischen von 2 unterschiedlichen Paaren geredet:
1. Das Aquarium-Paar: Dieses produziert in recht kurzen Abständen immer wieder neue Bruteier, die das Männchen dann aber na ca. eine Tag wieder verloren hat (wahrscheinlich geschluckt) und
2. seit dem 10.8. ein Paar aus der Paarfindungsreserve im Teich, bei dem ich ein Männchen in der Nacht dokumentieren konnte, welches einen gefüllten Kehlsack hat. Hier ist nichts bekannt über die Frage ob das der 1. Brutversuch ist oder nicht und ob es evtl. sogar noch andere Paare im Teich gibt, die auch Brutversuche machen.

Aktuelle Größe des Aquarien-Brutpaares

Größe 11.07.20: ~9.3cm SL (Das Weibchen des Aquarienbrutpaares)

Größe 11.08.20: ~9.8 cm SL (Das Weibchen des Aquarienbrutpaares)

Das Weibchen des Aquarienbrutpaares ist mindestens genauso lang wie sein Männchen.
Es scheint seit Längerem nicht mehr nennenswert zu wachsen
und hat damit aktuell eine Adult-Größe von etwa 10cm [[SL].

Taschenlampe: Teich: Brütendes Männchen (wieder?) gesehen

Kontrollgang um 22:00h am Teich3 ergab eine weitere Sichtung des oder auch eines maulbrütenden Männchens.
Ich neige aber dazu, es als eine Sichtung des selben Männchens wie gestern zu werten, da es sich im selben Umfeld aufhielt und bewegte - an der linken Teichlängsseite mit Tendenz Richtung Teich2 -.
Wenn es das selbe war wie gestern, dann wäre es auffällig verändert, weil es heute wirkte als habe er hell-weißliche Plusterbacken. Also von oben und von vorne sah der Kopf an den Seiten weißlich verziert aus.
Wenn es also das selbe Männchen war, dann hat es jetzt wenigstens 2 Tage die Eier betreut und möglicherweise ist das Volumen angewachsen, so dass wirklich die Backen ausbeulen, um den Nachwuchs noch zu fassen.
Ansonsten war es ziemlich lebhaft unterwegs, hält sich wohl gerne nahe der Wasseroberfläche auf. und versucht mir/der Taschenlampe auszuweichen aber suchte kein Höhle als Versteck auf, was ich bei einem brütenden Männchen eigentlich erwartet hätte.

Leider hatte es nicht wie letztens die Freundlichkeit zu warten, bis ich den Fotoapparat nahe genug ranbringen konnte, um den backenaufgeplusterten hell umrahmten Kopf auf Foto bannen zu können.

Es gab mehrmals, wenn ich mich nicht mit der Taschenlampe bemerkbar machte, ziemliche Wasserplantscher - kein Frosch -. Die Zwerggachuas jagen offenbar in der Nacht gerne die (hellen) dicken Falter, die über der Wasseroberfläche gauckeln.

Aqua-Männchen: Heute neu Maul voll

Seit der letzten Notiz hatte es mindestens noch einmal das Maul voll und am nächsten Tag wieder alles weg.

Morgen wird sich wahrscheinlich das gleiche wiederholen.
Aber vorsichtshalber dem Weibchen schnell zwei Regenwürmer gegeben, bevor das Männchen was merkt, damit das Weibchen, falls unerwarteter Weise was daraus wird in 3 Tagen auch genug Körpermasse hat, um vernünftig Nähreier zu produzieren.

Teich: kein Nachwuchs, sonst aber fidel ...

Wassertemperatur:
Obenfläche: 15°C
Tiefenwasser: 15°C
Luft: Abends: 12°C

Die Gachuas sehen ich jetzt fast nur noch nachts im Dunkeln.
Gegen 22h mach ich nen Kotrollgang mit der Taschenlampe, um zu sehen, ob die Edelkrebse noch in den Teichen unterwegs sind - sie sind -. Dabei sehe ich dann auch immer einige der Gachaus. Im Verhalten, fix unterwegs, scheu wenn ich sie mich bemerken, hat sich eigentlich nichts wesentliches geändert zu dem verhalten bei Wassertemperaturen um 24°C. Einziger Unterschied: Bei strahlender Sonne kommt es ab und an mal vor, dass ich sie auch tagsüber an der Wasseroberfläche rumdösen sehe. Bei dem aktuellen Wetter nicht. Aber träger sind sie bei 15°C in der Nacht nicht wirklich geworden.

Teich: OW:11°C

Die Zwerggachuas sind offenbar bzgl. ihrer Höhle standorttreu.
Da einer seinen Wohnsitz in einer Tonscherbenhöhle 15cm unter der Wasseroberfläche am Ufer hat, ermöglicht es mir, dort leicht nachzuschauen, was er so macht.
Heute nach einer sehr kalten Nacht und
aktuell
Lufttemperatur:8°C
Oberflächenwasser im Teich:11°C
Tiefenwasser im Teich: 11°C
zeigte sich bei vorsichtigen Anheben der Tonscherbe:
Der Gachua ist da und agil reaktionsfreudig.
==> 11°C Wassertemp. sind für sie offenbar kein Problem, welches sich in reduzierter Beweglichkeit oder Wachsamkeit äußern würde.

Heute Nacht 2 Channa im Teich gefangen

und innerhalb des Teiches in einen Korb gesetzt.
Sie sind also weiterhin im Teich in einem Behälter, der frei vom Teichwasser durchströmt wird.
Beide sehen absolut gesund und vital aus. Sind kräftig fleischig, so als hätte ich sie im Aquarium bei 22°C 2 mal pro Woche gut gefüttert.
Tatsächlich abre versorgen sie sich im Teich vollständig selbst und leben schon seit 1.9 bei höchstens 15°C Teichwasser und mindestens seit dem 26.9 in Teichwasser schwankend zwischen 9°C und 11°C.

Ich habe sie in den Korb gesetzt, weil sie im Tich inzwischen so versteckt leben, dass ich nicht sicher bin, feststellen zu können, wann sie Temperaturmäßig raus sollten.
So habe ich nun 2 Stellvertreter, die ich im Korb im Teich leicht beobachten kann und damit, sobald sie wirken, als würden die Temperaturen sie langsamer machen, kann ich dann alle rausfangen.

Es war übrigens ein gute Rausfangübung.
Die 2 zu fangen war in der Nacht - also in ihrer Aktivitätsphase - absolut simple und unspektakulär.
Sie lieben ihre Höhlen und beziehen offenbar sehr gerne Höhlen, die im flacheren Uferbereich liegen.
Rausfangen geht dann einfach so:
Großen Kescher vor die Höhle halten, so dass das Kescherinnere wie eine Versteckmöglichkeit wirkt. Dann einfach die Höhle anheben und er versteckt sich im Kescher statt der Höhle, schlicht wie gesagt simple unspektakulär. Müssen alle raus, ist es also keine Kunst alle innerhalb weniger Nächte zu fangen.


Hab die Gelegenheit genutzt sie auszumessen:
Zwei gefangen,
einer 12.5cm SL
einer 11 cm SL.
Sie leben jetzt bereits den ganzen Sommer im Teich.

Einer der beiden hat übrigens exakt die gleiche Verdickung am Schwanzende wie damals Duo aus Bestand/1775.
Das könnte Zufall sein, aber mir scheint dieser zu Unwahrscheinlich. Die Verdickung damals bei Duo war dann wohl doch keiner Verletzung im Jungfischalter, sondern ein Gendefekt, welcher offenbar sich in allen Nachkommen dieser Linie immer mal wieder durchsetzt.
Das würde aber auch bedeuten, dass diese jetzigen Tiere tatsächlich zur selben Linie gehören wie Bestand/1775#Verdickung.

Nahrungsaufnahme bei den niedrigen Temperaturen?

Ich hatte schonmal getestet, ob die ZwergGachuas im Teich auch bei diesen niedrigen Temperaturen fressen.
Dazu hatte ich Futter gut sichtbar im Flachwasser am Teichboden platziert: Mehlwürmer.
Von den Bergmolchen weiß ich, dass sie große Mehlwürmer nichts fressen.
Am nächsten Tag waren die Mehlwürmer weg.

Daher hatte ich vermutet, dass die Channas als einzige mögliche Fresser, sie gefuttert haben.

Heute hab ich aber im Teich der Channas einen recht großen Flusskrebs beobachten können, der sich dort wohl häuslich dauerhaft niedergelassen hat1.

Damit wäre genauso plausibel anzunehmen, dass der Krebs die Futterproben vertilgt hat.

Also,
möglicherweise fressen die Channas ja doch nicht mehr bei den niedrigen Temperaturen, auch wenn sie jede Nacht aktiv unterwegs sind.
Da ich jetzt 2 kontrolliert beobachtbar im Teich in einem "Korb" habe, teste ich es da nochmal.
Werde dazu wohl appetitliche Regenwürmer nehmen....
Es wird sich also noch weisen ...

  • 1. Ist wohl aus den beiden anderen Teichen übergewandert

Fütteraufnahme- und Atmungsbeobachtung gestartet...

Aktuelle Wassertemperatur: Leichter Regen Oben: 13°C Unten:13°C Die 2 Sicherungs-ZwergGachuas im Teichkorb haben soeben1 3 Spitzschlammschnecken bekommen, die so groß sind, dass sie den Korb nicht durch die Spalten verlassen können. Zweck: Test ob sie bei niedrigen Wassertemperaturen essen oder nicht. Da die Gachuas allein im Korb mit den Spitzschwanzschnecken, also vom Krebs getrennt sind, können nur die Channas die Schnecken gegessen haben, sollten sie irgendwann als leeres Gehäuse rumliegen. ==> Mind 1 Schnecke um 17h noch vorhande.
Auch habe ich sie danach für gut 30min beobachtet, ob sie luftholen kommen oder nicht: Keiner hat Luft geholt. Ich werde jetzt mit den 2 Qumox-Kameras den Korb filmen lassen, so dass ich sehe, ob sie bei so niedrigen temperaturen überhaupt einmal zu Luftholen gehen, oder evtl wie diese dabei wegen der relativen Ruhe, langsamere Stoffwechsel usw. gar nicht brauchen. ==> Quomox: nach 1h des Platzierens der Kamera kommt einer zum Luftholen. Also bei 13°C Atmen sie etwa nach 1h. Siehe folgenden Film (Das eingeblendet Datum ist falsch auch die Uhrzeit, der Zeitablauf aber nicht. Habe verg. an der Kam korrekt zu setzen):
  • 1. 10.10.2020 11:30h

Überführung: Teich in Überwinterungskeller bei 15° - 18°C

Das Aquarienpaar ist bereits vorgestern ins Keller-Überwinterungsbecken gegangen: bei 19° und langsam runtergewöhnen auf gegen 15°C.

Heute 10°C im Teich.
Die Teich-Channa-Wanderung zur Überwinterung in den Keller beginnt mit 13°C (Teich heute) -> 15°C bis 18°C (Keller).

So nur noch 3 im Teich ...

Die Channas im Teich haben jetzt schon sein mind. 26.09 nur um die 10°C Wassertemperatur.
Die Ersten waren recht leicht aus dem Teich zu fange, da sie ihre Wohnhöhlen am Teichrand hatten.
Die letzten 4 aber wohnen tiefer und unerreichbar für den Kescher unter schweren Tondachziegeln.
Vorgestern konnte ich einen erwischen bevor er in seiner Höhle im Taschenlampenlicht verschwand.
Heute Nacht bei 12°C Wassertemp. saß wieder einer außerhalb auf Nachtwanderung,
aber kaum dass er gemerkt hatte, dass ich da außerhalb des Wasser mir einen Kescher zurechtlegen, schwups ein blitzartiger Satz und er war verschwunden. Ging so schnell, dass ich nichtmal mitbekommen habe, wo er genau wohnt.

Nun habe ich im Keller bei 15°C das Brutpaar aus dem Aquarium zur Überwinterung und die bereits gefangenen aus dem Teich.
Es scheint ein überraschender Unterschied zwischen diesen zu sein:
Alle Tiere aus dem Teich, die also über lange Zeit mit dem Temperaturgang der Teiche auf 10°C geführt wurden, fressen die Testschnecken, die ich in die Überwinterungsbehälter tue nicht. Sie scheinen also das fressen freiwillig eingestellt zu haben.
Das Aquariumpaar aber, dass die ganze Zeit bei 21°C war und von mir zur Überwinterung über 1w langsam runter auf 15°C geführt wurde, jetzt unter gleichen Bedingungen im Keller verbringt, lässt keine einzige Schnecke, die in ihnen gebe lange unberührt. Spätestens nach einem Tag sind sie gefressen.
Es scheint so, als seine diese obwohl auch bei 15°C anders als die aus dem Teich nicht wirklich in einem Überwinterungsmodus übergegangen.

Kann es evtl sein, dass sie dazu so niedrige Temp. erleben müssen, wie die aus dem Teich (um 10°C) oder könnte der langsame lange nat. Kühlgang den scheinbaren Unterschied bewirken?

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