Wellensittiche(id3115)

Bestand seit (Halter ist der oben genannte Originalautor): 
2008
Anzahl: 
,n
Nachzuchtgeneration: 
1
Herkunft
Herkunftsart: 
Nachzucht
Herkunftshaltungsbedingungen: 

./.

Haltungsbedingungen
Haltung: 
Freiluftgehege überdacht
Überwinterung: 
Wie Haltung
Ernährung: 
Fütterung, vorwiegend Trockenfutter
Brutansatz: 
Gruppe: n.m
Selektion: 
./.

Ursprünglich - vor dem Umzug: Für die Kinder - in größeren Käfigen mit Zimmerfreiflug.

Jetzt Außenvoliere mit Schutzhaus.

Das Schutzhaus mit 3m X 3m Grundfläche und knapp 3m Höhe.
Außenvolierenteil maximalen Flugstrecke von 16m,
maximale Tiefe 7m,
Höhe 2,50m gegen 4,50m.

Grünfutter haben sie durch die hineinwachsenden Sträucher und das Gras jederzeit nach freier Wahl und vielfältig, genauso Insekten vom Boden oder Sträuchern, falls ihnen danach sein sollte.
Holunder wächst z.B. in die Voliere hinein ist somit immer erreichbar.
Der gesamte Außenbereich ist mit Gras, Kräutern und Sträuchern frei zugänglich bewachsen, so dass sie frisch nachwachsendes Grünzeug in Mengen verfügbar haben und auch reichlich nutzen.

Insbesondere haben sie Raum für ihren Bewegungsdrang und um Vogel zu sein, der fliegt.

Sie haben somit jetzt eine Fläche von etwa 65 m² mit Klettermöglichkeiten, Bodenbewuchs, unterschiedlichen wachsende Sträuchern ganzjährig zur Verfügung und haben so offensichtlich auch wenig Langeweile.

Von den freien Vögeln in ihrem Umfeld wie Amseln, Spatzen, Meisen, Ammern usw. haben sie inzwischen schon die Warnrufe verstehen gelernt.



Impressionen der Wellensittiche aus der Voliere















Kommentare

Wellen

Hallo Erich,

welche Farbe haben sie denn ?

MfG

Farben

Einer blau, Nico,
der Rest Variationen von Grün.

Ich habe Bilder gemacht, die ich gestern endlich geschafft habe zum Hochladen zu komprimieren.

Am liebsten wäre mir, sie wären alle in dem schönen natürlichen grün.
Aber das haben mir die Züchtergewohnheiten leider unmöglich gemacht.
Ich bin schon froh, dass sie halbwegs der natürlichen Größe entsprechen und entsprechend quirlig sein können.

Tschüss

Federpflege mit aromatischen Pflanzen

Schon letztes Jahr aber ganz deutlich und regelmäßig dieses Jahr ist bei allen Wellensittichweibchen, die eine Bruthöhle halten, folgendes Verhalten zu beobachten:
Das Weibchen verlässt die Bruthöhle und fliegt direkt/gezielt zu einer Pflanze mit aromatischen Bestandteilen.
In der Voliere stehen ihnen Tuja, Lavendel und Tanne zur Verfügung. Am Häufigsten wird die Tuja zu diesem Zweck besucht, dann der Lavendel und am seltensten die welke Tanne.
Die ersten beiden Pflanzen wachsen in der Voliere, sind also jederzeit frisch.
Relativ selten sucht das Weibchen auch den Boden und darauf wachsende nicht näher erkannte Kräuter auf.
Von der aufgesuchten Pflanze werden teile abgebissen und mit dem Schnabel zerrieben/zerkaut.
Dann wird dieser "Brei" hastig und intensiv in die Brust und die Halsfedern eingearbeitet.
Wenn das Weibchen mit dieser automatisierenden Gefiederpflege beschäftigt ist, ist es sehr drauf fokussiert und lässt sich von seinem Männchen weder mit Fütterversuchen noch sonstigen Werbeaktivitäten von dieser Tätigkeit abbringen.
Ist es fertig mit dieser Art der Gefiederpflege, fliegt es immer direkt zurück in die Höhle.

Auf der Tuja balancieren die Weibchen auf dünnen kahlen zweigen konzentriert und mühsam bis an die Spitzen, um dort an die grünen Tujablättchen zu kommen.

Die Männchen der Wellensittiche zeigen dieses Verhalten nie!
Die Weibchen außerhalb von Brutaktivitäten auch nie, sie führen diese aromatisierende Gefiederpflege nur! durch, wenn sie eine Höhle besitzen.

Die Verwendung stark aromatischer Pflanzenteile wie Lavendel und Tuja und das konzentrierte Einreiben spezifischer Federpartien legt sofort die Vermutung nahe, dass es ein analoges Verhalten zu dem Einemsen der Raben und Rabenkrähen zur Ektoparasitenvorbeugung/-bekämpfung ist.

In dem Journal Notornis wird ein analoges Verhalten für die Gattung Cyanoramphus beschrieben1, welches sowohl in Gefangenschaftshaltung als auch bei Wildvögeln beobachtet wurden. Auch hier wird die Hypothese eines antiparasitären Verhaltens ausgedrückt.

Wellensittiche sind Tiere Australiens, die also mit den hier vorgefundenen Pflanzen wie Tuja, Lavendel dort als Art keine "Erfahrung" haben.
Da sie dieses Verhalten hier in der Voliere aber mit z.B. Lavendel umsetzen, sind sie dazu offenbar nicht auf spezifische Pflanzen ihres Lebensraumes angewiesen, sondern sind in der Lage potentiell antiparasitär wirkende ihnen bisher unbekannte Pflanzen zu identifizieren.

Bei den Springsittichen der Voliere konnte ich das Verhalten wie in dem Journal beschrieben übrigens bisher nicht beobachten.

Fortsetzung: Federpflege mit Aromastoffen

Inzwischen ist die Pflege der Federn mit zerkauten aromatischen Pflanzenteilen bei allen Wellensittichen normal, also auch bei den Männchen, die ja anfangs dieses verhalten überhaupt nicht gezeigt haben.
Die Tuja ist als Aromagrundstoff nach wie vor die beliebteste Pflanze, aber auch irgednwelche Kräuter in der Wiese am Boden, die ich nicht erkennen kann werden genutzt.
Vorhin so gegen 19:00h gab es eine Richtige gesellige Versammlung auf der Tuja.
Erst flog das älteste Männchen hin, sammelte eifrig Tufa-Grün, zerkaute es und arbeitete es genauso eifrig in das Brustgefieder ein.
Kaum sahen es die anderen Wellensittiche flogen sie auch an der Tuja ein und aufeinmal war ein kleiner Schwarm, Weibchen wie Männchen, mit Tufa-Öl-Gefiederpflege beschäftigt.
Es war ein richtiges Gesellschaftsereignis.

Mir scheint, sie haben das, nachdem es zuerst von dem ältesten Weibchen letztes Jahr entdeckt und durchgeführt wurde nach und nach voneinander abgeschaut und betreiben es jetzt regelrecht als als Gemeinschaftsereignis zusammen.

Dieses Verhalten entwickeln/beleben konnten sie wohl nur deshalb, weil sie in einer großen Voliere von 70 m², dessen Außenteil schlicht ein Stück dreidimensional eingezäunter vol bepflanzter Garten ist. Hier finden sie frei wachsende verschiedene Gräser, Wildkräuter, Echte Nelkenwurz (Geum urbanum), Blumen wie Priemeln, Gänseblümchen, Löwenzahn, Nachtkerzen, Weidenbäumchen, Pflaumenbaum, Knallerbsenstrauch (Symphoricarpos albus), Bauernjasmin (Philadelphus coronarius), Haselnuss, Tufa, Birke, Pappel, Buchsbaum (Buxus sempervirens), Teppich-Zwergmispel[1] (Cotoneaster dammeri), Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii), Weigelienstrauch (Weigela florida), Schwarze Holunder (Sambucus nigra), Rosen, Ginster, Lavendel.

Kurz, sie haben also reichlich Auswahl an Pflanzen zum experimentieren und offenbar bei einigen Pflanzen entschieden, sie seien gut als Körperpflegemittel.
Lavendel fressen sie übrigens zur Blütezeit sehr gerne.

Passt zwar nicht direkt hier im Wellensittichkommentar, aber die Früchte des Knallerbsenstrauchs (Symphoricarpos albus) werden alle ratzekal von den Springsittichen abgeerntet und dann an einem bequemen Platz aus der Kralle gefressen. Vom schwarzen Holunder fressen diese gerne die Knospen und die grünen Früchte. Nach Nelkenwurz-Samenkapseln sind die Springis geradezu süchtig, davon holen sie was sie finden können und kommen sofort quer durch die Voliere, wenn ich sie aus der Hand anbiete. Aber hier gehts ja um das Körperpflegeverhalten mit speziellen Pflanzensäften bei Wellensittichen: Es fällt auf, dass sie nur Hals und Brustgefieder damit intensiv bearbeiten.
Und nochmal kurz, sie scheinen es voneinander gelernt zu haben.

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