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Springsittiche (id2463)

Bestand seit (Halter ist der oben genannte Originalautor): 
23.01.2013
Anzahl: 
,n
Nachzuchtgeneration: 
0
Herkunft
Herkunftsart: 
Nachzucht
Herkunftshaltungsbedingungen: 

Allgemeines über die Art Springsittiche finden Sie unter Cyanoramphus auriceps

Haltungsbedingungen
Haltung: 
Voliere(außen)+Wetterschutzraum
Überwinterung: 
Wie Haltung
Ernährung: 
Fütterung, vorwiegend Trockenfutter
Brutansatz: 
Gruppe: n.m
Selektion: 
./.

Ursprünglich lebten sie in einem Käfig mit Freiflug im ganzen Haus.
Inzwischen sind die Springsittiche umgezogen.
Sie haben eine Außenvoliere mit Schutzhaus erhalten.

Das Schutzhaus mit 3m X 3m Grundfläche und knapp 3m Höhe
haben sie bereits im Mai bezogen.
In den Sommerferien habe ich dann noch den
Außenvolierenteil dazugebaut mit einer maximalen Flugstrecke von 9m.
Tiefe 2m und Höhe 2,50m.
Ein dreieckiger Miniteich mit den Kathetenlängen von rund 1,8m und 1,5m und einer maximalen Tiefe von etwa 40cm wurde im Außenteil angelegt. Der Teich folgt dem Prinzip meiner anderen Teiche, ist also naturnah mit minimalen Pflegeeingriffen, Hier leben inzwischen regelmäßig Bergmolche und auch die Ringelnattern haben ihn in ihr Streifgebiet aufgenommen.
In diesem Teich können die Sittiche nach belieben jederzeit baden wo und wie tief es ihnen gefällt, trinken sowieso. Weil er gut mit Wasser- und Uferpflanzen bewachsen ist, und inzwischen reichlich Wasserschnecken enthält, erweitert er den genutzten Speiseplan der Sittiche außer um weiteres Grünfutter (Krebsschere, Grünalgen usw.) auch um tierische Nahrung. Am liebsten werden die großen Spitzschlammschnecken herausgeangelt und gefuttert.

Seit den Sommerferien bestimmen die zwei Cyanoramphus auriceps also selbst, wann sie Wind und Regen und freie Sonne genießen und wann sie im Schutzhaus verbringen wollen.
Grünfutter haben sie durch die hineinwachsenden Sträucher und das Gras jederzeit nach freier Wahl und vielfältig, genauso Insekten vom Boden oder Sträuchern, falls ihnen danach sein sollte.

Holunder wächst z.B. in die Voliere hinein ist somit immer erreichbar. Dabei hat sich gezeigt:
Sie fressen recht gerne die grünen Teile insbesondere aber die grünen noch kleinen Beeren.
Die nun reifen schwarzen Beeren allerdings mögen beide nicht. Davon fressen sie nur ganz selten mal eine einzige.
Eine genaue Liste der Pflanzen aus der Voliere, welche im Laufe der Zeit von den Springsittichen als Nahrungspflanze in den Speiseplan aufgenommen wurden findet sich in meiner allgemeinen Beschreibung der Springsittiche unter der Rubrik Nahrung.

Einen Eindruck des Volierenteichleins vermittelt folgendes Video:

{Ihr Browser muss HTML5+WebM-fähig sein, um das Video abzuspielen. Funktioniert es nicht, sagt ihnen ein Klick auf https://webm.html5.org, warum.}



Weitere Impressionen der Voliere

PS:
Ich hatte schonmal vor 40 Jahren Springsittiche in meiner damaligen Voliere als Teenager. Jetzt sind sie also wieder zu mir gekommen - wenn auch über den Umweg meiner Tochter - Wink

Kommentare

Voliere nochmal vergrößert Dez. 2013

Im Dezember 2013 habe ich die Voliere nochmal ein gutes Stück vergrößert.
Ein Außenbereich von 6m X 7m Grundfläche wurde an den bestehenden Außenteil angeschlossen.
Damit hat sich nun die längste Flugstrecke für die Springsittiche von 9m auf 16m verlängert.
Mit diesem zusätzlichen Bereich haben sie dann auch etliche Sträucher dazugewonnen und so frisch nachwachsendes Grünzeug satt.

Raum für ihren Bewegungsdrang und um Vogel zu sein, der fliegt.
Sie nutzen ihn besonders Morgens für übermütige rasante Flüge. Auch ihr Bedarf zum Durchstöbern des Bodenbewuchses bekommt so was geboten.

Sie haben somit jetzt eine Fläche von etwa ~65 m² mit Klettermöglichkeiten, Bodenbewuchs, unterschiedlichen wachsende Sträuchern ganzjährig zur Verfügung und sollten so wenig Langeweile haben.
Von den freien Vögeln in ihrem Umfeld wie Amseln, Spatzen, Meisen, Ammern usw. haben sie inzwischen schon die Warnrufe verstehen gelernt. Auch die sonstigen Aktivitäten zwischen den wilden Vögeln und den Springsittichen sind längst ziemlich synchron. Es wird zu gleichen Zeiten palavert, und gegessen.

Eindrücke zur Innenausstattung der nun bei 16m Länge angekommenen Freivoliere:







Echte Nelkenwurz, eine Leibspeise der Springsittiche

Inzwischen habe ich durch die Springsittiche ein Wildkraut kennengelernt:
Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum). Die herangereiften Nüsschen dieser Kräuter spüren die Springsittiche im Gras der Voliere auf, wo sie sich auch nur "verstecken".
Mit nichts sind sie leichter aus der Hand zu füttern als mit einem Samenstand dieser Pflanze. Und zu ihrem Glück wächst dieses Kraut reichlich überall in der Voliere und im restlichen Garten.
Beschreibung: Echter Nelkenwurz oder bei Wildpflanzenliebe.
Also, wenn ihr Springsittiche habt und Samenstände dieser Pflanze beim Spaziergang seht, nehmt sie mit.

Genaueres zu den Pflanzen, die von den Springsittichen in der Voliere genutzt werden, findet sich im allgemeinen Artikel über die Springsittiche.

Mehr Pflanzen für die Voli

etliche Sträucher und Bäumchen in der Voli ergänzt: vorwiegend essbar blütenreich und fruchtend.
mal sehen, dass die Pflanzenmasse so groß und alternativ wird, dass die sittiche keinen individeullen baum/strauch mehr auffällig kahlen.

Heute bewiesen, sie können Katzen als Gefahr erkennen!

Springsittiche können Beutegreifer unter den Säugetieren als Gefahr lernen und anzeigen

Heute morgen, begann plötzlich einer der Springsittiche zu lang-meckern. Es saß an der rechten Langseite zum Nachbargrundstück oben in den Büschen und schaute zum Nachbargrundstück. Erst dachte ich, es sei das normale Meckerrufen, dass sie ab und an anstimmen aber kurz es gesellten sich ziemlich schnell zwei weiter Springer dazu, die vom Boden hochflogen und zu dem Erstmeckerer sich gesellten. Sie stimmten schon beim Hochfliegen ins Langmeckern des ersten ein, setzten sich relativ dicht zusammen und schauten meckernd alle drei sehr konzentriert in den Nachbargarten.
Es war klar, dass dort etwas sein musste, dass damit "angesprochen" wurde. Ich konnte anfänglich trotz intensiven Suchens nichts erkennen dort wo sie hinschauten. Aber endlich und plötzlich sprang eine Katze aus dem Dickicht und zog nach einem kurzen Umschauen zügig von dannen.
Und nun war ganz klar, dass ihre Blicke und das Dauermeckern genau auf diese Katze gemünzt war.
Erst nachdem die Katze ein paar Minuten aus dem Blickfeld verschwunden war beruhigten sie sich wieder und gingen einzeln ihren Geschäften nach.

Springsittiche sind also durchaus in der Lage am Boden laufende befellte Raubtiere als Gefahr erkennen zu lernen und untereinander dieses Fakt zu kommunizieren. Und es ist ganz klar, dass sie solche Räuber anders behandeln als fliegende wie den Sperber. Wenn sie einen Sperber sichten, bleiben sie Still oder geben nur einen ganz kurzen Warnruf von sich und stürmen sofort in Bodennähe ins dichteste Gestrüpp.
Bei der Katze war alles umgekehrt: Es wurde viel und langanhaltendes lautes Spektakel gemacht, sie verließen den Boden hoch in die Sträucher und bewegten sich dort auf die Katze lärmend zu.

Videosequenzen aus 2015

Ein Zusammenschnitt von bewegungsausgelösten Videosequenzen aus der Voliere. Da die Flüge zu schnell sind wurden sie langsamer abgespielt, damit man was von den Vögeln erkennt.

Kanadische Pappel (Populus sp.)

Die Springsittiche habe inzwischen außer den Birkenblättern und den Tuja-Trieben die jüngeren Blätter der Kanadischen Pappel als Grundlage zur Gefiederpflege hinzugenommen. Sie Putzen sich damit ziemlich ausgiebig ihr Gefieder durch. Da die Pappel noch klein ist, gibt es darauf oder in ihrer Nähe keinen bequemen Platz. DIe Springsittiche fliegen daher de Pappel gezielt an, knipsen ein Blattstückchen ab. Fliegen damit im Schnabel zu einem bequemen Ast, zematchen den Blattschnipsel und Putzen sich dann rundum das Gefieder. Dann wiederholt es sich: Blattschnipsel holen, Zurück zum Putzplatz, Gefieder damit putzen, Blattschipsel holen,...
Sind sie mit dem Putzen fertig, verlieren sie bisher das Interesse an der kleinen (1.5m hoch) Pappel.




Wissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit des 'Wissenschaftlichen Konsenses'. {frei nach Richard Feynman}